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Putschversuch in der Türkei: Facebook, Twitter und Youtube gesperrt

    Putschversuch in der Türkei: Facebook, Twitter und Youtube gesperrt
(Foto: http://www.shutterstock.com/de/pic-208595389/stock-photo-istanbul-turkey-august-social-networks-facebook-twitter-linkedin-instagram-skype.html?src=IqKcxRwei9BAYUbe-XLtjA-1-1)

In der Türkei sind während des Putschversuchs des Militärs am Freitagabend Social-Media-Dienste gesperrt worden. Auf Twitter kursieren indes falsche Fotos aus Istanbul.

In der Türkei hat am Freitagabend der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım laut Medienberichten einen Putschversuch des Militärs bestätigt. Zahlreiche Brücken in der Hauptstadt Istanbul wurden laut Medien gesperrt, Kampfhubschrauber fliegen tief über der Stadt, Flughafen und staatliches Fernsehen werden vom Militär kontrolliert.

Deutsch-Türken können Familie via sozialer Medien nicht erreichen

Schnell hat sich die Nachricht vom Putsch vor allem auf Twitter am Freitagabend verbreitet. In der Türkei selbst dagegen wurden soziale Medien wie Facebook, Twitter und Youtube Medienberichten zufolge gesperrt. Deutsch-Türken beschwerten sich in sozialen Medien, dass sie keine Nachrichten mehr von Freunden und Familie aus der Türkei erhalten würden.

Im Gespräch mit t3n.de bestätigte Kress-Chefredakteur Bülend Ürük die Sperre von Facebook, Twitter und Youtube in der Türkei. Ürük hält sich derzeit in Istanbul auf. Generell sei das Internet derzeit „sehr langsam.“ Mittels eines VPN war Ürük aber noch in der Lage Tweets aus Istanbul abzusetzen.

 

 

In der Türkei kommt es regelmäßig zu staatlicher Zensur sozialer Medien. So waren sie beispielsweise während der Proteste gegen Präsident Recep Tayyip Erdoğan rund um den Gezi-Park in Istanbul gesperrt oder zuletzt beim Terroranschlag am Istanbuler Flughafen, bei dem 39 Menschen starben.

Falsches Foto bei Twitter

Wie immer in solchen Situationen werden in den sozialen Medien auch falsche Informationen und Bilder verbreitet. So wurde beispielsweise ein Tweet bislang mehr als 1.200 Mal verbreitet, der ein Foto mit Panzern zeigt. Das Foto ist allerdings weder aktuell, noch wurde es in der Türkei aufgenommen.

Präsident Erdoğan meldete sich laut Medien via Apples Videochat-Funktion Facetime bei CNN Türk zu Wort. „Die Panzer sind nicht Panzer der Bürger meines Landes. Wir werden uns ihnen in den Weg stellen“, sagte er laut Berliner Kurier.

 

 

Update von Samstag; 11:53 Uhr: Der Putschversuch von Teilen des Militärs gegen Präsident Erdoğan ist offensichtlich gescheitert. Offiziellen Angaben zufolge konnte die Erdoğan-Regierung die Situation am Samstag weitgehend unter Kontrolle bringen. Nach offiziellen Stand von Samstagmittag sind bei dem Putschversuch mindestens 161 Menschen ums Leben gekommen – 3.000 Putschisten seien gefangengenommen worden.

 

 

Laut Twitter gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Dienst während des Putsches komplett blockiert wurde. Stattdessen vermutet das US-Unternehmen in einem offiziellen Statement, dass der Datenverkehr des Kurznachrichtendienstes absichtlich verlangsamt wurde. Laut dem Twitter-Account Turkey-Blocks, der Zensurbemühungen in der Türkei beobachtet, waren allerdings mindestens Twitter, Facebook und Youtube vorübergehend absichtlich blockiert.

Der Videodienst Vimeo und das auf Fotos spezialisierte soziale Netzwerk Instagram seien dagegen erreichbar gewesen. Trotz der Zensurbemühungen wurden während des Putschversuches Dutzende Video-Livestreams über Twitters Dienst Periscope und Facebook Live von den Ereignissen in der Türkei gesendet.

 

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2 Reaktionen
calderon
calderon

Hallo t3n,
haben Sie sich nun zur politischen Zeitschrift mutiert, wie soll man diese "Schlagzeile" sonst verstehen, abgesehen vom falschen Inhalt? Mit Hilfe eines Twitter-Tools kann man die Behauptung dieses Artikels analysieren und millionenfach wiederlegen! Das entsprict nicht dem Niveau von t3n. Nach screen-shots werde ich es mal tweeten!

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-.-
-.-

Fraglich, was mit dem Sperren von Medien als Propaganda durchgeht? Die Türken scheinen es zu akzeptieren, von daher alles OK, nur in der EU will ich so ein Verhalten definitiv nicht haben!

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