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Vergesst QR-Codes: Was Fujitsu entwickelt hat, ist um Längen besser

Vergesst QR-Codes: Was Fujitsu entwickelt hat, ist um Längen besser

QR-Codes sind geliebt und verhasst zugleich. Vor allem aber ist ihre Funktionalität ziemlich eingeschränkt. Ein Grund, warum Fujitsu seit einiger Zeit an einer Alternative arbeitet. Und die hat das japanische Unternehmen jetzt vorgestellt.

Vergesst QR-Codes: Was Fujitsu entwickelt hat, ist um Längen besser

(Screenshot: Fujitsu-Video)

LED-Licht statt QR-Codes: Fujitsus App erkennt reale Objekte

Im neuen Pop-Up-Store geht es neben QR-Code-Shopping auch um andere neue Möglichkeiten für Händler und Kunden.
Bisher hat auch der Einzelhandel – wenn überhaupt – auf QR-Codes gesetzt.

In ihren Anfangstagen waren QR-Codes ein beliebtes Instrument in Marketingabteilungen, immer wieder jedoch wurden sie auch falsch eingesetzt. Und so richtig durchgesetzt haben sie sich bis heute nicht. Zu eingeschränkt ihre Funktionalität, zu unausgereift die Integration in bestehende Apps und Technologien. Der japanische Konzern Fujitsu Laboratories forscht daher seit einiger Zeit an einer weiterentwickelten Alternative zu diesem Marketing-Instrument und hat diese vor kurzem zum ersten Mal vorgestellt.

Die Idee von Fujitsu ist simpel, technisch jedoch komplex: Reale Objekte werden mit einer LED-Lampe beleuchtet und können mit Hilfe einer Smartphone-App gescannt werden, um dann zusätzliche Informationen zum Objekt anzuzeigen. Fujitsu sei es gelungen, Daten in dieses Licht einzubetten, die dann vom Smartphone ausgelesen werden könnten, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Somit entfielen das Platzieren von QR-Codes auf Produkten oder die Nutzung von Technologien wie NFC, Bluetooth oder sichtbarem Licht.

Informationen verpackt in Licht

„Physically affixing identifying data to an object can diminish the appearance of the object itself. This and the limited range of devices supporting that technology have previously been issues.“

Vor allem für den Einzelhandel oder Kultureinrichtungen sehen die Entwickler großes Potenzial in dieser neuen Technologie. Beinahe alle Waren, die wir täglich brauchen oder kaufen, könnten mit dieser Technologie angereichert werden, um Informationen zu Preis, Verfügbarkeit, Inhaltsstoffen oder Produktionsbedingungen zu erhalten – Ausstellungsobjekte in Museen könnten durch Videos oder andere Informationen erweitert werden.

Technisch verpackt Fujitsu durch die verschiedene Intensität der Farben Rot, Grün und Blau, die von LED-Lampen ausgestrahlt werden, Informationen in den Lichtwellen. Je nach Gegenstand werde ein Teil des Lichts absorbiert, während der Rest zurückgeworfen werde. Die in diesem reflektierten Licht enthaltenen Informationen könnten von der Smartphone-Kamera erfasst und mit zehn Bit pro Sekunde ausgewertet werden – unsichtbar für das menschliche Auge. Die Technologie sei im übrigen nicht auf LED beschränkt, sondern könne beispielsweise auch mit Projektoren genutzt werden. Wichtig, so Akira Nakagawa von Fujitsu, sei nur, dass die Lichtquelle die Farben Rot, Grün und Blau getrennt ausstrahle.

Mit dieser Technologie will Fujitsu QR-Codes ersetzen. (Grafik: Fujitsu)
Mit dieser Technologie will Fujitsu QR-Codes ersetzen. (Grafik: Fujitsu)

Eine Technologie, die QR-Codes überflüssig machen könnte

In einem Demonstrations-Video des Konzerns ist nicht nur zu sehen, wie ein kleiner Porzellan-Hund von der Smartphone-App gescannt und erkannt wird, auch mit einem Gemälde funktioniert die LED-Technologie. Insofern könnten nicht nur der Einzelhandel oder Kultureinrichtungen diese Entwicklung nutzen, sondern auch Publisher oder Marketing-Abteilungen. Werbeanzeigen, Plakate und ähnliches dürften sich auf diese Weise ebenso erkennen lassen wie 3D-Objekte – vorausgesetzt, sie werden von entsprechenden Lampen beleuchtet. Da LED jedoch eine kostengünstige und zukunftssichere Technologie darstellt, wäre eine Umrüstung beispielsweise von Plakatwänden durchaus denkbar. Und sogar Musiker auf der Bühne, die von entsprechenden Scheinwerfern in Szene gesetzt werden, könnten zukünftig von Smartphones automatisch erkannt werden.

Fujitsu will nach eigenen Angaben noch weitere Tests durchführen und plant die kommerzielle Einführung dieser Technologie im Geschäftsjahr 2015 – also bis Mitte 2016. Schon 2012 hatte der japanische Konzern kleine Lichtpunkte in TV-Werbung eingebunden, die ebenfalls mit Hilfe einer Smartphone-Apps gescannt werden konnte, um zusätzliche Informationen anzuzeigen. Auch diese Lichtpunkte waren für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar.

via news.ycombinator.com

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5 Antworten
  1. von Daniel am 04.12.2014 (15:14 Uhr)

    Gibt's schon länger sowas ... Von Google: "Goggles"
    Einfach mal hiermit gucken:
    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.apps.unveil

    Funktioniert ohne irgendwelche LEDs und erkennt erstaunlich viele Produkte!

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  2. von Sebastian am 05.12.2014 (10:55 Uhr)

    Euer Titel schießt für mich über das Ziel hinaus, wie ich finde.

    Sicherlich ist diese Technik für viele Anwendungen interessant, wo sowieso schon Energie für Licht verbraucht wird.
    Ich sehe es als Ergänzung zum QR-Code und Augmented Reality techniken.

    LED ist Lokal. QR-Code ist Global.

    VG Sebastian

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  3. von sefzig am 05.12.2014 (12:03 Uhr)

    Gedanken pro:
    * Ich mag das Konzept. Elegant.
    * Jeder kann seinen eigenen Call-to-action ("Fotografiere das Objekt mit unserer App" bzw. "... App XY") dazu gestalten.
    * Ein weiterer Kandidat für die Nachfolge der hässlichen aber wundervollen QR Codes (neben NFC und Bilderkennung)…

    Gedanken kontra:
    * (Noch) proprietär/nicht standardisiert.
    * Damit auch (noch) nicht gelernt…
    * Relativ aufwändig/teuer in der Umsetzung.
    * Kann mit dem Beleuchtungskonzept in Konflikt geraten.
    * Nicht Print-geeignet.

    Stelle mir die Frage, ob dies auch mit Leuchtfolie funktioniert…
    Und: Der Titel des Artikels ist in so ziemlich jeder Hinsicht BS...

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  4. von carsten am 06.12.2014 (13:58 Uhr)

    Mal wieder so ein total übertriebener reißerischer Titel.
    OK, die LED-Technik + Erkennung ist zweifelsfrei innovativ u. findet mit Sicherheit gewisse Einsatzzwecke.
    Aber die Nachteile überwiegen gegenüber nfc oder QR-Code doch sehr.
    Minus: teuere Technik (trotz LED), Strom-Abhängig, nicht sofort erkennbar (benötigt also zusätzliche Hinweise / Schilder), nicht überall einsetzbar (nicht bei starker Sonneneinstrahlung), etc.
    Pro: fällt mir ehrlich gesagt grad nichts ein
    Vgl. QR-Codes:
    Pro: kostengünstig im Einsatz u. auch in der Produktion; auf allen möglichen Werbemitteln sowohl im Innen- als auch im Außenbereich darstellbar; keine zusätzliche Hardware nötig; mittlerweile starke Verbreitung; funktioniert auch mit älteren Smartphones; etc., etc., etc.

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  5. von mistelwong am 02.02.2015 (13:01 Uhr)

    Qr Codes konnten sich bis jetzt in Deutschland noch nicht richtig durchsetzen, obwohl die Möglichkeiten im Informationsmangement enorm sind...und LED´s auf Flyern oder Visitenkarten halte ich für ein Gerücht

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