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Qualcomm: Windows-10-Notebooks mit Snapdragon-Chips noch 2017

    Qualcomm: Windows-10-Notebooks mit Snapdragon-Chips noch 2017
(Grafik: Khiron-Sigma)

Geht es nach Qualcomm, erscheinen innerhalb der kommenden Monate erste Mobile-Geräte mit ARM-basierten Snapdragon-SoCs und vollwertigem Windows 10. Möglich macht das eine entsprechende x86-Emulation von Microsoft.

Windows-10-Hardware noch in diesem Jahr mit Snapdragon-835-Prozessor

Qualcomm hat einen Zeitplan für ARM-basierte Windows-10-Notebooks vorgelegt: „Unser Snapdragon 835 wird in Mobile-Systemen mit Windows 10 stecken, die im vierten Quartal des Jahres erscheinen sollen“, sagte CEO Steve Mollenkopf im Rahmen der Bekanntgabe der Zahlen zum ersten Quartal 2017. Von welchem Hersteller diese Geräte stammen, kündigte der Qualcomm-Chef allerdings nicht an. Bisher gibt es solch ein Notebook nicht, bei Kickstarter läuft aber eine – nicht erfolgversprechende - Kampagne für einen sogenannten UMPC (Ultra Mobile PC) namens Ks-Pro mit SD835 von Khiron-Sigma.

KS Pro: UMPC mit Snapdragon 835 und Windows 10. (Bild: Khiron-Sigma)
KS Pro: UMPC mit Snapdragon 835 und Windows 10. (Bild: Khiron-Sigma)

Windows 10 und Windows Server funktionieren momentan nur mit x86-basierten Prozessoren von AMD, Intel und Via. Microsoft arbeitet jedoch an einer x86-Emulation für ARM-basierte Chips, zu denen auch Qualcomms Snapdragons und Serverprozessoren wie die Centriq 2400 gehören. So soll unter anderem ein vollwertiger Desktop samt Photoshop flüssig nutzbar sein, wie Microsoft mit dem älteren Snapdragon 820 demonstrierte.

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Windows RT war ein Flop

Qualcomm erweitert mit dem Support seiner Snapdragon-Prozessoren für volle Windows 10-Anwendungen seinen Wirkungshorizont. (Bild: Qualcomm)

Das ist ein großer Unterschied zum eingestellten Windows RT samt Geräten wie dem Surface (2) RT und dem wenig verbreiteten Windows 10 Mobile, wenngleich Letzteres durch Ideen wie Microsofts Continuum-Dock oder HPs Lapdock zumindest ansatzweise in eine ähnliche Richtung geht. Es dürfte interessant werden, wie sich ARM-basierte Windows-10-Mobile-Systeme gegen Notebooks und Tablets mit günstigen x86-Chips wie AMDs Stoney Ridge und Intels Celerons positionieren - gerade preislich und auch von der Leistung her.

Einer der Vorteile der Snapdragons wäre, dass in den meisten Fällen Funktionen wie Bluetooth und WLAN sowie ein LTE-Modem integriert sind. Bei x86-Prozessoren ist dies abseits der Atoms üblicherweise nicht der Fall, was höhere Kosten für die Systemhersteller nach sich zieht. Auch sind Mobile-Chips oft führend, wenn es um die Hardwarebeschleunigung hochauflösender Videos geht, derzeit etwa H.265-codiertes 4K-UHD-Material.

Autor des Artikels ist Marc Sauter

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