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Akamai gibt nach Rekord-DDoS-Angriff auf: Krebs on Security abgeschaltet

(Foto: Shutterstock)

Das Blog des Cybercrime-Journalisten Brian Krebs wurde Ziel einer der größten DDoS-Attacken aller Zeiten. Nun hat der Cloud-Hoster Akamai aufgegeben, die Seite gegen den Angriff zu verteidigen.

DDoS-Attacke erreichte bis zu 665 Gigabits pro Sekunde

Der investigative Journalist und ehemalige Washington-Post-Mitarbeiter Brian Krebs beschäftigt sich auf seinem Blog Krebs on Security (Cache) schon seit Jahren mit Cyberkriminalität. Dass seine Artikel, die schon mehrfach zu Festnahmen von Kriminellen führten, nicht jedem gefallen, hat Krebs jetzt in Form einer massiven DDoS-Attacke zu spüren bekommen. Bis zu 665 Gigabits pro Sekunde soll der Angriff zu seiner Spitze betragen haben. Damit war es eine der wohl größten DDoS-Attacken aller Zeiten.

Nun hat das Cloud-Hosting-Unternehmen Akamai offenbar aufgegeben, die Seite vor dem Rekord-Angriff zu schützen. „Es scheint, dass Krebs on Security eine Weile offline sein wird. Akamai schmeißt mich von ihrem Netzwerk runter“, twitterte Brian Krebs.

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Möglicher Racheakt als Ursache des DDoS-Angriffs

Grund für den Angriff könnte ein Artikel von Anfang September 2016 sein. Darin hatte Krebs eine mögliche Verbindung zwischen zwei Männern und einem Dienst namens vDos hergestellt. Der Dienst führte DDoS-Attacken gegen Bezahlung durch. Nach der Veröffentlichung des Artikels wurden die zwei von Krebs erwähnten Männer von der israelischen Polizei verhaftet, aber kurze Zeit später auf Kaution freigelassen. In einem der im Rahmen der DDoS-Attacke versendeten Datenpakete will Krebs eine Mitteilung gefunden haben, die den Angriff in Verbindung mit den zwei Männern bringt. Beweise für deren Beteiligung gibt es derzeit allerdings nicht.

Die DDoS-Attacke war eine der größten aller Zeiten. (Grafik: Shutterstock)
Die DDoS-Attacke war eine der größten aller Zeiten. (Grafik: Shutterstock)

Brian Krebs war schon häufiger das Ziel von Racheakten

Seine Arbeit hat Krebs schon häufiger ins Fadenkreuz von Kriminellen gebracht. 2013 war er der vermutlich erste Journalist, der Opfer von „Swatting“ wurde. Der Begriff bezeichnet eine Vorgehensweise, bei der Kriminelle anhand falscher Informationen eine lokale Polizeistelle davon überzeugen, sie müssten ein schwerbewaffnetes Sondereinsatzkommando zum Haus des Opfers schicken. Das kann im schlimmsten Fall zu Verletzungen oder dem Tod des Opfers führen.

Ebenfalls 2013 sendete ihm ein ukrainischer Krimineller Heroin nach Hause, um ihn anschließend durch einen Anruf bei der Polizei verhaften zu lassen. Das hat sich für den Täter allerdings nicht ausgezahlt. Der Ukrainer wurde 2015 von der italienischen Polizei verhaftet und anschließend in die USA ausgewiesen. Dort wurde ihm als Betreiber eines Botnets und zweier krimineller Internet-Foren der Prozess gemacht.

Ebenfalls interessant: Neuer Weltrekord: Das war der größte DDoS-Angriff aller Zeiten.

via www.bbc.com

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Eine Reaktion
SecurityFreak
SecurityFreak

Die Abwehr von DDoS-Angriffen gehört zum Standardrepertoire in der IT-Security. Mittlerweile existiert jede Menge Literatur, die grundsätzliche Maßnahmen beschreibt, etwa hier das Neueste von Jens Libmann: bit.ly/1tkDYv2
Demnach lässt sich bereits mit 20% Einsatz 80% Sicherheit erzielen. Außerdem gibts auch darin Controlling, damit lässt sich die Wertschöpfung beziffern."

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