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Aus für RapidShare: Hoster schließt Ende März die Pforten [Update]

Aus für RapidShare: Hoster schließt Ende März die Pforten [Update]

Der gebeutelte One-Click-Hoster RapidShare scheint endgültig vor dem Aus zu stehen. Der Betrieb des Sharehosters soll zum 31. März 2015 eingestellt werden.

Aus für RapidShare: Hoster schließt Ende März die Pforten [Update]

RapidShare-Zentrale. (Foto: Stefan Schuler / WikiMedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Update vom 10. Februar 2015: RapidShare stellt endgültig den Dienst ein. Wie es auf der Website des Sharehosters heißt, soll Rapidshare zum 31. März 2015 den Betrieb einstellen. Alle Nutzer werden gebeten, ihre Daten bis zu diesem Zeitpunkt zu sichern. Nach dem Stichtag sollen alle Konten und Nutzerdaten gelöscht werden.
RapidShare: Unternehmen soll mit schweren Problemen zu kämpfen haben. (Foto: Stefan Schuler / WikiMedia Commons Lizenz: CC BY-SA 2.0)
RapidShare: Unternehmen soll mit schweren Problemen zu kämpfen haben. (Foto: Stefan Schuler / WikiMedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0)

RapidShare: Betrieb des One-Click-Hosters soll nur noch ein einziger Mitarbeiter gewährleisten

RapidShare war ein Vorreiter im Bereich des Sharehostings. Über den Dienst können große Dateien vergleichsweise einfach geteilt werden. Im Mai 2011 sollen auf den Festplatten des Anbieters noch zehn Petabyte an Daten gelegen haben. Jetzt könnte das ganz anders aussehen. Als 2013 insgesamt 45 der 60 Mitarbeiter entlassen wurden, spekulierten Medien schon über ein mögliches Aus. Seitdem scheint sich die Situation bei dem Schweizer Unternehmen nicht verbessert zu haben.

Zu Beginn des Jahres soll RapidShare 23 seiner 24 verbliebenen Mitarbeiter vor die Wahl gestellt haben, selbst zu kündigen oder gekündigt zu werden. Das berichtet PCtipp.ch und bezieht sich dabei auf einen namentlich nicht genannten Insider. Mindestens 20 Angestellte sollen daraufhin gekündigt haben. Derzeit, so PCtipp.ch, soll nur noch ein einziger Mitarbeiter den Betrieb aufrechterhalten. Auf Anfrage von t3n wollte sich RapidShare nicht zu den Berichten äußern.

RapidShare: Vom Branchenprimus ins Aus

Auch die Führungsriege des Unternehmens scheint zu schrumpfen. Die ehemalige Geschäftsführerin Alexandra Zwingli wird im Handelsregisterauszug nicht mehr als zeichnungsberechtigte Person geführt. Nur der ehemalige CEO Kurt Sidler sowie ein Mitglied des Verwaltungsrates finden sich noch dort. Dabei hatte das Unternehmen einst das One-Click-Hosting populär gemacht, nachdem die Firma 2004 von Christian Schmid gegründet worden war.

Weil das Angebot des Hosters zu einem nicht unerheblichen Teil zur Verbreitung von Raubkopien verwendet wurde, musste sich RapidShare im Verlauf der zehnjährigen Firmengeschichte immer wieder vor Gericht verantworten. Zwar soll es Pläne für eine Neuausrichtung auf das Geschäfts-Cloud-Segment gegeben haben, die offenbar aber nicht umgesetzt wurden.

Veröffentlichungsdatum des Original-Artikels: 27. Februar 2014

via www.golem.de

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4 Antworten
  1. von fewef am 27.02.2014 (16:28 Uhr)

    Rapidshare stellt doch schon seit Jahren keine Quelle für Unterhaltungsmedien mehr dar.

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  2. von sebs am 27.02.2014 (17:17 Uhr)

    Man muss bei jedem seriösen One-Click-Hoster das Geschäftsmodell hinterfragen.

    Bei privaten Nutzern hat sich Dropbox mit der Möglichkeit von geteilten Ordner etabliert.
    Firmen, die diese Hoster teilweise als Verteilplattform nutzen sollte, können mittlerweile auf professionellere und auch kostengünstige Lösungen, wie z.B. Amazon AWS, zurückgreifen.

    Da bleiben dann nur noch die User, die OCHs als Austauschmedium für urheberrechtlich geschützte Werke genutzten und dann auch ggf. für Premiumdienste zahlen.
    Aber dort ist rapidshare nicht mehr relevant.

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  3. von spyderco am 28.02.2014 (11:25 Uhr)

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sind durch (diverse?) Änderungen der Geschäftsbedingungen vor ein paar Jahren die Poweruser (die mit ihren Uploads Geld verdient haben) weggelaufen und der Hoster war in gewissen Kreisen unten durch.

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  4. von Hermandl am 23.07.2014 (20:18 Uhr)

    Bis Ende 2012 war für Filesharer nur ärgerlich, dass die Identität der Urheberrechtsverletzer auf Anfrage an die Geschädigten herausgerückt wurde (nach einigen Gerichtsverfahren um ca. 2007 herum, die Rapidshare.com über sich ergehen lassen musste).

    Ende 2012 wurden die Geschäftsbedingungen so geändert, dass pro Tag pro Dateibesitzer nur ganz wenige (ca. 10) Downloads möglich waren. Da die urheberverletzenden Dateien üblicherweise als geteilte Archive auf dem Hoster vorlagen und jedes Teilarchiv als eigenständige Datei zählte, war damit das Kontingent normalerweise schon wenige Minuten nach Mitternacht ausgeschöpft ("exhausted"). Damit war das Geschäftsmodell für die Urheberrechtsverletzer uninteressant geworden, und selbst das Verbreiten von legalen Dateien war damit nicht mehr praktikabel.

    Die Firma hat die Restguthaben kampflos an die Premiumaccountbesitzer zurückgezahlt.

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