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Raspberry Pi extrem: Student baut Cluster aus 32 übertakteten „Raspis“

Raspberry Pi extrem: Student baut Cluster aus 32 übertakteten „Raspis“

Was macht ein Doktorand, der für seine Dissertation einen Computer-Cluster braucht? Richtig: Er nimmt sich 32 und baut sich selbst einen. Alles in allem hat das Joshua Kiepert so viel gekostet wie ein High-End-PC.

Raspberry Pi extrem: Student baut Cluster aus 32 übertakteten „Raspis“

Joshua Kiepert beschäftigt sich an der Boise State University mit dem Datenaustausch in drahtlosen Sensornetzwerken. Um die Ideen aus seiner Doktorarbeit testen zu können, benötigte er einen Computer-Cluster. Und tatsächlich hat die Universität einen im hauseigenen „Onyx Lab“, der aus 32 Intel-Prozessoren mit je 3,1 GHz Takt und 8 GB RAM besteht. Allerdings steht dieser Cluster natürlich allen Studenten zur Verfügung, kann daher belegt sein oder auch einmal ganz ausfallen. Zudem muss jeweils der Admin bemüht werden, will man eigene Software installieren. Joshua Kiepert war das für seine Doktorarbeit nicht sicher genug. Da kam er auf die Idee, sich seinen eigenen Cluster zu bauen...

Die Rechnung ist erst einmal einfach: Einen Raspberry Pi inklusive 8 GB SD-Card bekommt man für etwa 45 US-Dollar. 32 Stück davon kosten also 1.440 US-Dollar. Das entspricht in etwa dem Preis eines einzelnen Cluster-Nodes der Universität. Und dabei verbraucht der 32-fache Raspi zugleich weniger Strom.

Der Raspberry-Pi-Cluster in seiner ganzen Pracht.
Der Raspberry-Pi-Cluster in seiner ganzen Pracht. (Bilder: Joshua Kiepert)

Für seinen Raspi-Cluster hat sich der Doktorand gemeinsam mit einigen Mitstudenten darüber hinaus ein Gehäuse aus Acrylglas gebaut und dann alles komplett verkabelt. Die Boards sind darin in Gruppen von acht Stück angeordnet und leicht erreichbar, um sie beispielsweise austauschen zu können. Wie man in der Fotogalerie sieht, macht das sogar optisch etwas her.

Die Raspberry Pis wurden letztlich noch auf 1 GHz übertaktet und trotzdem ist der Über-Raspi kein Performance-Wunder. So sollten nicht mehrere Nutzer gleichzeitig auf ihn zugreifen wollen. Aber Joshua Kiepert stellte fest, dass es für seine Anwendungsfälle komplett ausreichte. Vor allem kann er auf seinem eigenen Cluster tun und lassen, was er will. Inzwischen arbeitet er für seine Dissertation nur noch damit.

Wer es genau wissen will, liest sich das PDF zum Raspberry-Pi-Cluster durch. Darin werden sowohl der Aufbau als auch die gewonnenen Erkenntnisse beschrieben.

Und hier seht ihr ihn im Video:

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Eine Antwort
  1. von daum.christoph am 24.05.2013 (08:14 Uhr)

    Also das sie leicht erreichbar sind um sie auszutauschen stelle ich in Frage. Die sind immerhin mit Abstandshaltern untereinander verschraubt. Fällt also einer in einem Turm aus muss im Zweifelsfall der ganze Turm auseinandergeschraubt werden. Da war der Lego Cluster schon besser da jeder eine Schublade hatte.

    Das ändert aber nichts daran das das Teil ziemlich cool aussieht.

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