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Raspberry Pi: Verkaufsstart des 20-Euro-PCs in Kreditkartengröße legt Server lahm

Der kleine und günstige Einplatinen-Computer mit dem köstlichen Namen Raspberry Pi (Himbeerkuchen), ist seit heute käuflich zu erwerben. Der Ansturm auf die ersten 10.000 Einheiten dieser kleinen Linux-Computer war so enorm, dass die Shops unter der Besucherlast zusammenbrachen.

Raspberry Pi: Verkaufsstart des 20-Euro-PCs in Kreditkartengröße legt Server lahm
raspberry pi
Raspberry Pi – Es werden nur noch Vorbestellungen angenommen

Raspberry Pi – günstiger Open-Source-Computer heißbegehrt

Raspberry ist der Name des winzigen und vor allem sehr günstigen Computers, der von Wissenschaftlern der Universität Cambridge entwickelt wurde und ursprünglich vorwiegend für den Bildungssektor geplant war. Laut Robert Mullins, Mitbegründer von , ist der kleine Computer in erster Linie für Schulkinder bestimmt, damit ihnen der Umgang mit Computern möglichst früh näher gebracht wird und sie Spaß am Programmieren entwickeln können.

Das Interesse an dem Minicomputer ist aufgrund seiner überraschend guten Performance und Vielseitigkeit in der Entwickler- und Bastlerszene so groß, dass man sich entschloss, den Rechner nicht nur für Bildungseinrichtungen verfügbar zu machen. Der Verkauf der Raspberry-Pi-Rechner wird seit heute von zwei Onlinehändlern abgewickelt, wobei zurzeit nur das minimal teurere „Model B“ angeboten wird, der im Unterschied zum „Model A“ ein Ethernet-Port integriert ist. Weitere technische Daten zum Raspberry Pi bekommt ihr hier.

Die beiden Shops RS-Online und Farnell, die den Raspberry-Pi-Rechner vertreiben, waren nur wenige Minuten nach dem heutigen Verkaufsstart vollkommen überlastet. Die Server der Shops brachen unter dem großen Andrang zusammen – die Mini-PCs waren offenbar binnen weniger Minuten ausverkauft. Die frustrierten Käufer ließen sich mitunter auf dem Twitter-Kanal von Raspberry Pi aus, sodass die armen Leute von Raspberry Pi mit dem Beantworten der Tweets nicht hinterher kamen. In einem Tweet entschuldigte man sich bei den vielen enttäuschten Twitterern, die sich ignoriert fühlten. Bei angeblichen über 60 Tweets pro Minute sei es nicht leicht, alle zeitnah zu beantworten.

Twitter Raspberry_Pi
Der Andrang auf die Raspberry-Pi-Rechner legte die Online-Shops zeitweise lahm

Laut Raspberry Pi war der heutige Verkaufsstart auf einen Minicomputer pro Besteller begrenzt, in den nächste Wochen wird sich die Bestellsituation ändern, sodass Kunden so viele Raspberry-Pi-Rechner bestellen können, wie sie mögen. Wer sich also noch ein wenig gedulden kann, wird in Kürze einen dieser Bastelrechner sein Eigen nennen können. Auch Farnell Deutschland wird gegen Ende März, Anfang April eine große Lieferung der Minirechner erhalten (Danke für den Hinweis, Timo).

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8 Antworten
  1. von Thomas Quensen am 29.02.2012 (12:18 Uhr)

    Auf dieser Seite kann man sich für eine Bestellung vormerken lassen:
    http://de.rs-online.com/web/generalDisplay.html?id=raspberrypi

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  2. von timo.von.nicbyte am 29.02.2012 (12:27 Uhr)

    Bei Farnell Deutschland wurde ich vorhin telefonisch darüber informiert, dass Ende März / Anfang April eine große Lieferung erwartet wird.

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  3. von Andreas Floemer am 29.02.2012 (12:31 Uhr)

    @Timo: Vielen Dank, werde deine Info einfügen

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  4. von Kreditkarten größe am 29.02.2012 (15:28 Uhr)

    Ich hatte auch mal Spaß an Programmieren.
    Bis ich Abmahnungen und Trivialpatente bezahlen sollte die meine Einnahmen um ein Vielfaches überschritten.

    Wenn er also keine Hosting-Server für Softwareprojekte aufsetzt, werden die Schüler wenig davon haben.
    Über automatisierte Tests würde man die Codequalität verbessern und zeigen was wo problematisch ist und wie man es "richtig" macht. Früher war man froh, wenn Methoden-Namen und Attribut-Namen completet bekommen hat. Heute gehören alle üblichen Trys/catch/Exceptions usw. zur korrekten Completion dazu.
    Es gibt Lehmhütten und Wolkenkratzer bzw. komplette Stadtteile wo z.b. die Solarzellen alle geparkten Autos in der Umgebung aufladen.
    Programmieren läuft leider immer noch oft genug auf "zusammengefrickelter" Lehmhütten-Ebene ab. Da braucht man sich nicht wundern wenn die Software bei kleinen Änderungen zusammenbricht weil wohl keiner Architektur->Statik->Korrekter Zusammenbau gelernt hat.

    In diesem Zusammenhang: Es gibt ja noch USB-PCs und für 40 Euro(?) das India-Pad. Auch ein Handy mit HDMI, Bluetooth-Maus+Tastatur hätte mehr Leistung als mein erster Windows95-PC. Im Prinzip kann man seinen Desktop (als RasberryPI, Handy oder PAD oder USB-PC) in der Tasche mitnehmen und (= portabel) an TVs oder Monitore hängen. Dank Videobrillen kann man dann auch unterwegs "normal" Excel usw. bearbeiten (= mobil).

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  5. von Marc am 29.02.2012 (17:28 Uhr)

    Moin,

    leider auch keinen abbekommen. Aber es gibt ja hoffentlich "bald" die nächste Runde Pis... :)

    http://www.raspberrypiblog.de hat übrigens die Ereignisse ganz schön zusammengefasst. Könnte man evt noch oben in der Linkliste ergänzen.

    Grüße Marc

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  6. von Alexander Langer am 12.04.2012 (15:14 Uhr)

    Laut News von gestern sieht es so aus, als würden dann tätsächlich mal die ersten Besteller in der kommenden Woche beliefert werden können. Zwischenzeitlich wurde ja noch mit falschen Netzwerkbuchsen und der CE-/FCC-Zertifizierung gekämpft, mit dessen Papierkram man nun in den letzten Zügen liegt.

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  7. von Lars am 26.05.2012 (04:21 Uhr)

    Es ist keine Überraschung, dass das "Raspberry Pi" so schwer zu bekommen ist. Es hat nicht einmal seinen Zielmarkt eingetreten ist. Vielen Dank für den Beitrag!

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