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Ratgeber

Lächeln, knutschen, treiben lassen: Der ultimative re:publica-Guide für Einsteiger [#rpTEN]

    Lächeln, knutschen, treiben lassen: Der ultimative re:publica-Guide für Einsteiger [#rpTEN]
Foto: re:publica 2015 / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Wer zum ersten Mal die re:publica besucht, kann leicht erschlagen werden – von der Größe, der Atmosphäre und dem Überangebot an Panels und Networking-Gelegenheiten. Grund genug, ein paar alte Hasen zu fragen, was wichtig ist für den ersten Besuch bei Deutschlands Netz-Event Nummer 1.

re:publica 2016: Zum ersten Mal hier?

Die Atmosphäre auf der re:publica ist entspannt und fröhlich. (Foto: re:publica 2015 / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)
Die Atmosphäre auf der re:publica ist entspannt und fröhlich. (Foto: re:publica 2015 / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Ja, die re:publica ist eine großartige Veranstaltung. Und ja: Sie ist auch eine verwirrende Veranstaltung – zumindest, wenn man sie zum ersten Mal besucht. Sie ist groß, bunt, ein bisschen chaotisch. Aber: sehr liebenswert. Hier wird genetzwerkt und gefeiert, hier wird sich ausgetauscht – und manchmal auch geknutscht. Trotzdem: Es gibt eine Menge Dinge, die einem den ersten Besuch deutlich erleichtern können. Zum Glück aber gibt es auch eine ganze Menge Menschen, die schon oft auf der re:publica waren. Sie habe ich um Tipps gebeten, um dich ein bisschen durch die erste Reise nach Berlin zu lotsen.

Glücklicherweise bin ich nicht der erste, der auf eine solche Idee kommt. Und so sei dir als Einstieg auch noch die „Gebrauchsanweisung für die re:publica“ von Nico Lumma ans Herz gelegt. Nico ist konferenz- und eventerfahren und hat 2012 schon vieles aufgeschrieben, was noch heute Gültigkeit hat. Dass du so gut wie alles twittern solltest, was dir passiert und was du erlebst, zum Beispiel. ;-)

Womit wir schon mitten drin wären in den guten Ratschlägen. Für die zehnte Jubiläums-re:publica habe ich 17 Menschen nach ihren ganz eigenen Tipps gefragt. Und sie haben mir bereitwillig verraten, was für sie wichtig ist bei einem Event wie der re:publica. Legen wir also los ...

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Auch mal in die Ecken gucken

re-publica-tipps-tricks-julia-probst„Die besten Gespräche hat man immer in den Ecken, in denen man es nicht erwartet. Und: Es ist sinnvoll, ein Akkuladegerät dabei zu haben, damit man nicht panisch auf das sich entleerende Handy guckt.“

Julia Probst – liest alles von den Lippen ab, was nicht unbedingt bedeuten muss, dass alle Wünsche auch abgelesen und befolgt werden. Aktivistin für Barrierefreiheit – und meistens lieb. Twitter: @EinAugenschmaus

Bratwurstbrötchen und Handtücher

re-publica-tipps-tricks-der-handwerk„Fang an, Bratwurstbrötchen zu lieben, sonst musst du verhungern! Leg täglich morgens um 6 Uhr ein Deutschland-Handtuch auf einen der Plastikstühle im Hof. Und: Trag kein T-Shirt mit deinem Twitter-Namen drauf!“

Der Handwerk – lebt und arbeitet. Abgesehen davon kann er total gut Mitmenschen umgehen und twittert gerne darüber und über sein Familienleben. Auf der re:publica findet man ihn meist im Hof hinter einem kleinen Pils.

Achte darauf, wo du schläfst

re-publica-tipps-tricks-hilli-knixibix„Mein ultimativer Tipp für die Zeit in Berlin: auf jeden Fall nicht bei Freunden übernachten, die dem Internet kritisch gegenüberstehen, die es nicht in dem Ausmaß ‚verstehen‘, wie wir – oder sich auch gar nicht für die Thematik interessieren. Das kann nämlich die Euphorie und die schönen Momente der Konferenz ziemlich trüben, wenn man abends nach Hause kommt und über die Eindrücke des Tages nicht wirklich sprechen kann.

Ein weiterer Tipp: sich den Terminkalender nicht zu voll machen, weil man sonst am Ende zu viele Veranstaltungen zählt, die man doch nicht besucht hat, weil die tollen Gespräche im Hof einfach Vorrang hatten.

Und zu guter Letzt: noch mal durchchecken, wem man tatsächlich auf Twitter folgt und wem nicht. Das erspart peinliche Momente wie zwischen @trotzendorff und mir (was natürlich im Superguten endete). ;)“

Hilli Knixibix – Lehrerin, die derzeit in Elternzeit ist und sich schon jetzt auf die nächste republica freut. Twitter: @hilliknixibix

Twitter? Nicht immer der richtige Kanal

re-publica-tipps-tricks-peter-breuer„Twitter nicht jeden Satz, den du während deines Panels hörst. Die Leute, die das interessieren könnte, sitzen nämlich genau in diesem Moment eine Reihe hinter dir und tippen den Satz gerade selbst in ihr Telefon.“

Peter Breuer – Werbetexter aus Hamburg. Twitter: @peterbreuer

Gebt euch zu erkennen

re-publica-tipps-tricks-wibke-ladwig„Ihr fahrt zur re:publica und wollt endlich mal eure Buddies aus Digitalien kennenlernen? Es hilft sehr, wenn sie euch erkennen können: Sehr ihr aus wie Euer Profilbild? Ehrlich? Sieht man irgendwo an eurem Körper – öhem – an eurer Kleidung, euren Twitter-Namen? Gibt es eine andere Möglichkeit, euch zu erkennen? Frisur, T-Shirt, Tattoo, Schuhe, Papagei auf der Schulter? Erleichtert anderen, euch zu identifizieren und anzusprechen. Macht viel mehr Spaß, versprochen!“

Wibke Ladwig – trabt als „Social Web Ranger“ durch den digitalen Landschaftsraum und jagt Wortschätze. Twitter: @sinnundverstand

re:publica 2016 – Das erwartet dich auf Deutschlands entspanntester Netz-Konferenz

#FLICKR#

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Starte mit einem Lächeln

re-publica-tipps-tricks-tapio-liller„1. Für mich ist die re:publica auch Horizonterweiterung. Ich will raus aus meiner beruflichen Filterblase. Deshalb suche ich mir oft Sessions mit unbekannten Referenten, zu Themen, die mir nichts sagen. Das inspiriert ungemein und es kommt garantiert keine Langeweile auf.

2. Starte jeden re:publica-Tag mit einem Lächeln und strahle deine Nachbarn an, beim Check-in, in Sessions, in der Essensschlange, auf Parties. So kommst du schnell ins Gespräch und lernst neue Leute kennen. Nur keine falsche Schüchternheit! re:publica-Gänger sind ein sehr offenes Völkchen. Icebreaker-Frage: ‚Was hast du dir heute angehört?‘

3. Schon deine Stimme! Denn nach drei Tagen Gesprächen, Bierchen und Parties brauchst du sie für die Abschluss-Session. Da stimmen Tausende gemeinsam die ‚Bohemian Rhapsody‘ von Queen an – als wohl größte Karaoke-Nummer Europas, ach was, der Welt! Galileo Figaro!“

Tapio Liller – Managing Partner der PR-Agentur Oseon. Trinkt auf der re:publica seine jährliche Ration Club Mate. Twitter: @tapioliller

Kleine, feine Sessions

re-publica-tipps-tricks-anna-lena-mueller„Schau dir das Programm einen Tag vorher genau an, markier dir die Veranstaltungen, die du besuchen willst, um vor Ort doch ganz andere zu besuchen. ;)“

Anna-Lena Müller – pressespricht als „Communications Manager Digital Transformation“ für Microsoft und beschäftigt sich mit den digitalen Chancen und Auswirkungen aus dem #Neuland für die Wirtschaft und die Gesellschaft. Im Netz ist sie als @froileinmueller anzutreffen und zwitschert, instagramt und snapt unsortiert über Digitales gleichwie Analoges, Wesentliches und Unwesentliches.

Abwechslung? Sidekick-Events!

re-publica-tipps-tricks-christoph-salzig„In jedem Fall ist eine gute Vorbereitung das A und O. Falls noch nicht geschehen, sollte jeder re:publica-Teilnehmer mal darüber nachdenken, ob er sich nicht mit anderen zusammentun will, um eine eigene Airbnb-Bude zu mieten, das intensiviert das Erlebnis ungemein, weil man dann überhaupt keine Ruhe mehr bekommt.

Sollte die re:publica wider Erwarten langweilig werden, bieten die vielen Sidekick-Events jede Menge Abwechslung. Eine niemals wirklich vollständige, aber doch ziemlich umfangreiche Übersicht liefern Stefan Evertz und natürlich auch t3n.

Und da es bei der rpTEN, wie auch bei allen anderen re:publicas vorher, ausschließlich darum geht, den eigenen Social-Media-Wert zu steigern, sollte man/frau nicht nur unbedingt seine/ihre ganzen Nicknames bei Twitter, ello, Snapchat, musical.ly & Co. vorzugsweise auf T-Shirts mit sich rumtragen, sondern angesichts der Größe der re:publica am besten gleich im Snapchat-Geisterkostüm, Twitter- (oder Perch)-Vogeloutfit, in Katch-Hundeverkleidung oder auch gleich ganz nackt rumlaufen – das garantiert ordentlich Reichweite im Social Web. Wer lieber dem Retrotrend folgen möchte, sollte sich den QR-Code zu seinem StudiVZ- oder SecondLife-Profil auf das T-Shirt drucken lassen. (Kennt das noch jemand außer mir?)

Und: Sonnenbrille ist auch ganz wichtig. Damit man am nächsten Morgen nicht die viel zu kleinen Augen offen zur Schau trägt. Außerdem erlaubt einem das ein gepflegtes Nickerchen in den weniger spannenden Sessions, ohne dabei unangenehm aufzufallen (beispielsweise auf Fotos der etablierten Medien, die damit immer gern mal unter Beweis stellen wollen, dass sich dort ja doch nur lichtscheue, arbeitslose Computernerds treffen).“

Christoph Salzig – Gründer und Inhaber von pr://ip. Twitter: @pr_ip

Bis jetzt klingt das alles ziemlich sympathisch, oder? Aber was, wenn du auf der re:publica wirklich arbeiten muss? Was ist mit Parties? Und: Wenn ich das alles mitnehmen, kriege ich dann überhaupt noch Schlaf? Diese und weitere Fragen beantworten wir auf Seite 2.

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