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Hol dir deine Daten zurück! Deutsches Kickstarter-Projekt bietet eine kinderleichte Alternative zur Cloud

Hol dir deine Daten zurück! Deutsches Kickstarter-Projekt bietet eine kinderleichte Alternative zur Cloud

Die REDS.box fungiert als verschlüsselter Speicher für eure Daten und soll als Alternative zu gängigen Cloud-Diensten eingesetzt werden. Wir verraten euch, was hinter dem Kickstarter-Projekt aus Deutschland steckt.

Hol dir deine Daten zurück! Deutsches Kickstarter-Projekt bietet eine kinderleichte Alternative zur Cloud

REDS.box. (Foto: Flowy Apps)

REDS.box: Die kleine Box soll als sicherer Speicher für eure Daten dienen. (Foto: Flowy Apps)
REDS.box: Die kleine Box soll als sicherer Speicher für eure Daten dienen. (Foto: Flowy Apps)

REDS.box soll unsere Abhängigkeit von der Cloud auflösen

Spätestens seit den Snowden-Enthüllungen machen sich immer mehr Menschen Gedanken darüber, wer eigentlich die Kontrolle über ihre privaten Daten hat. Dennoch fällt es bisweilen schwer, Cloud-Diensten, die unsere Daten auf ihren Servern speichern, den Rücken zu kehren. Denn letztlich bleibt es der einfachste Weg, um von jedem Ort darauf zugreifen zu können. Das Kickstarter-Projekt REDS.box will jetzt genau diesen Komfort mit der Sicherheit selbstbetriebener Hardware verbinden.

REDS.box ist letztlich ein kleiner ARM-basierter Server für euer Zuhause. Über eine Reihe spezieller Apps sollt ihr darauf eure Daten abspeichern und jederzeit wieder abrufen können. Zum Start der REDS.box soll es Apps zum Abspeichern von Dateien, Kontakten, Kalendern und Notizen geben. Sie alle basieren auf dem quelloffenen REDS.io-Framework. Sofern das System also genug Unterstützer findet, könnte es noch eine ganze Reihe weiterer Apps geben. Zum Schutz eurer Daten sollen sie übrigens immer mithilfe einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung übertragen werden.

REDS.box: Projekt sucht auf Kickstarter nach Unterstützern

Die REDS.box soll es in zwei Varianten geben, beide unterscheiden sich im Grunde nur durch die Größe der integrierten Speicherlösung. Zur Wahl stehen hier 32 Gigabyte oder ein Terabyte. Finanziert werden soll das Ganze über eine Crowdfunding-Kampagne auf . Dort verlangt der Anbieter derzeit 119 Euro für die REDS.box mit 32 Gigabyte Speicherkapazität. Die größere Variante gibt es derzeit noch für 229 Euro. Ausgeliefert werden soll das Gerät ab April 2016.

Die REDS.box könnte eine interessante Lösung für alle werden, die ihre Daten nicht bei einem Cloud-Anbieter ablegen wollen, aber gleichzeitig nicht das entsprechende technische Know-how mitbringen, um Lösungen wie ownCloud einzusetzen. Wenn Letzteres auf euch nicht zutrifft, solltet ihr einen Blick auf unseren Artikel „Reclaim your data: 9 Tools und Dienste, mit denen ich meine Datenhoheit zurückbekommen habe“ werfen. Dort erfahrt ihr, wie ihr auch ohne REDS.box der Goodbye sagen könnt.

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8 Antworten
  1. von mroedel am 22.01.2016 (19:51 Uhr)

    Also ich für meinen Teil werde mir ganz sicher keine Hardware ins Netz hängen, welche einen Tunnel zu einem Server aufbaut, den ich nicht kenne...

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    • von Flowy Apps am 23.01.2016 (00:23 Uhr)

      Hallo mroedel,

      falls Du auf das VPN anspielst, gibt es auch eine Option dieses nicht zu verwenden. In diesem Fall muesstest Du dann aber deinen Router entsprechend konfigurieren, damit die REDS.box von außen erreichbar ist.

      Wir verwenden als Standard ein VPN, damit Nutzer mit weniger Technik-Know-How die REDS.box auch ohne Router-Konfiguration verwenden können. Durch das VPN haben wir keinen Zugriff auf die REDS.box und auch für die Sicherheit deiner Daten beim Transport zwischen deinem Endgerät und der Box spielt das VPN keine Rolle.

      Meld dich gerne wenn Du noch weitere Fragen oder Bedenken hast.

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  2. von Marvin am 23.01.2016 (11:56 Uhr)

    Mir persönlich wäre der 100Mbit/s Ethernet-Port zu langsam...
    Schade eigentlich., das Produkt an sich sieht sehr interessant aus.

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    • von Flowy Apps am 23.01.2016 (16:37 Uhr)

      Schneller waere natuerlich geiler, aber wir haben keine passende Hardware mit 1Gbit Port finden können. Meistens ist das aber auch gar nicht so das Problem, denn fast immer liefert der Internet-Uplink eh nicht mehr als 100Mbit. Die REDS.box 2 hat dann aber hoffentlich GBit LAN ;)

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  3. von 7ero am 23.01.2016 (15:21 Uhr)

    Für den Preis kann man sich auch einfach ein NAS kaufen, der einige unterschied ist das es nicht so hipster ist wie ne kickstarter Kampagne.

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    • von Flowy Apps am 23.01.2016 (16:43 Uhr)

      Die REDS.box ist zwar aehnlich zu einem NAS, aber eben doch nicht genau das gleiche. Da auf der Box keine Anwendungen installiert werden müssen ist die Bedienung deutlich einfacher, so dass auch Personen ohne technisches Know-How eine private Cloud betreiben können.

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  4. von Alexander Pilar von Pilchau am 27.01.2016 (16:39 Uhr)

    Worin liegt denn der Unterschied zu Protonet, außer im Preis?

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    • von Flowy Apps am 27.01.2016 (23:59 Uhr)

      Protonet zielt tatsächlich in eine ähnliche Richtung. Allerdings bieten wir ein offeneres System an, da bei uns jeder völlig unabhängig von uns Anwendungen für die REDS.box entwickeln und anbieten kann. So kann der App Bestand kontinuierlich wachsen und auch individuelle Lösungen sind möglich. Bei Protonet hingegen hat man nur die Dienste zur Verfügung, die Soul OS von Haus aus mitbringt.

      Abgesehen davon muss man bei Protonet eine wirklich sichere Verschlüsselung erstmal noch von Hand einrichten, da in der Standardeinstellung der gesamte Traffic über die Server von Protonet läuft (http://t3n.de/news/protonet-sicherheitsrisiko-517435/) Man muss also auch hier wieder technisches Know-How haben. Bei der REDS.box läuft die Verschlüsselung sofort.

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