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Das nächste Runtastic? Dieses deutsche Fitness-Startup überrascht beim Reeperbahn-Festival

Das nächste Runtastic? Dieses deutsche Fitness-Startup überrascht beim Reeperbahn-Festival

Mitten im Hamburger Rotlichtbezirk findet aktuell eine der wichtigsten deutschen Digitalkonferenzen statt. Zum Auftakt wurde  ein Startup mit Zukunft gekürt. Glaubt man der Jury, gehört die einem ungewöhnlichen Fitness-Startup aus Frankfurt.

Das nächste Runtastic? Dieses deutsche Fitness-Startup überrascht beim Reeperbahn-Festival

(Foto: Antelope Club)

Auftakt für Reeperbahn-Festival und NEXT

Es kommt nicht oft vor, dass in einem Keller, mitten im Rotlichtbezirk Geschäftsmodelle und Zukunftsvisionen im Mittelpunkt stehen. Zumindest im Klubhaus St. Pauli ist dies aktuell jedoch der Fall: Am gestrigen Mittwochabend ist mit dem Reeperbahn Festival und der daran angeschlossenen NEXT eine der künftig wohl wichtigsten Digitalkonferenzen in Deutschland eröffnet worden.

Bis Samstag werden auf der Reeperbahn mehr als 30.000 Besucher erwartet, viele davon besonders auf der NEXT. Die Technologiekonferenz ist nach vierjähriger Station in Berlin wieder in die Hansestadt zurückgekehrt und soll im Zusammenspiel mit dem schon länger bestehenden – auf Indie-Musik spezialisierten – Reeperbahn-Festival dabei helfen, eine „Schnittstelle zwischen Business- und Popkultur“ zu bilden.

Antelope Club siegt beim Reeperbahn-Pitch

Das Fitness-Startup Antelope Club gewinnt den Pitch zum Auftakt des Reeperbahn Festivals. (Foto: t3n)
Das Fitness-Startup Antelope Club gewinnt den Pitch zum Auftakt des Reeperbahn Festivals. (Foto: t3n)

Und wie geht das am besten? Klar, mit einem Startup-Wettbewerb. Fünf deutsche Jungunternehmen (MedLango, Figo, SkyBus, Antelope Club, Funzi) schickte Hamburg Startups bei „Startups@Reeperbahn“ ins Rennen um den mit 100.000 Euro in Medialeistungen dotierten Wettbewerb. In der Jury waren unter anderem Ottos E-Commerce-Wunderkind Tarek Müller, Spiegel Online-CEO Katharina Borchert und Lars Hinrichs vertreten, der bekanntlich Gründer von Xing ist.

Überzeugt haben sie vor allem die Gründer von Antelope Club: Das Fitness-Startup aus Frankfurt hat eine Serie neuartiger Sportanzüge entwickelt, die mit integriertem EMS-System daherkommen. Bei dieser Trainingsmethode wird die natürliche Muskelkontraktion durch elektrische Impulse unterstützt. Mithilfe spezieller in die Textilien eingearbeiteter Elektroden soll es möglich sein, schneller und effektiver zu Kraft- und Ausdauersteigerungen zu kommen.

Geld verdienen will das Startup neben dem Verkauf seiner Anzüge auch mit kostenpflichtigen Trainingskursen, die Nutzer über die App erwerben können. Demnächst soll es außerdem eine Crowdfunding-Kampagne geben.

Viel Lob für MedLango und SkyBus

Großen Zuspruch gab es aber auch für die anderen . Etwa für MedLango, ein Startup aus Berlin, das so etwas wie ein leibgewordenes „Google Translate für Arztbesuche im Ausland“ sein will. Die Online-Plattform bringt Ärzte, Patienten und Dolmetscher zusammen und vereinfacht so die Buchung und Behandlung in Krankenhäusern und Praxen. Etwa sieben Millionen Menschen, so erklärt es Gründer Artur Steffen, besuchen jedes Jahr einen Arzt im Ausland. Dumm nur, dass dem Behandlungserfolg oft Sprachbarrieren im Weg stehen und dem Arzt entsprechende Symptome nicht richtig mitgeteilt werden können.

Den Publikumspreis aber heimsten dann doch wenig überraschend drei Lokalmatadoren ein: Pierre Manière, Marius Schmeding und Peter Sorowka aus Hamburg bieten mit SkyBus eine Software-as-a-Service-Plattform für Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe an, die ihre Maschinen und Fabriken digitalisieren wollen. Unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ sorgt das Startup dafür, dass Hersteller ihre Maschinen einfach an eine App anbinden können, etwa um den Schichtleichter bei Überhitzung einer Maschine zu warnen.

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Eine Antwort
  1. von Sarah am 24.09.2015 (09:43 Uhr)

    Gibt es eine Statistik, wieviele der zahlreichen, preisgekrönten Startups überhaupt Geld einspielen?

    https://youtu.be/SicZhZeYJD0

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