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Retargeting 2.0: Beacons verfolgen Kunden vom Laden in die Online-Welt

Retargeting 2.0: Beacons verfolgen Kunden vom Laden in die Online-Welt

Eine Partnerschaft zwischen dem norwegischen Unacast und dem US-Marketingunternehmen Total Communicator Solutions könnte bald eine Retargeting-Variante per Beacons ermöglichen, die die Grenzen zwischen realer und Online-Welt verschwimmen lässt.

Retargeting 2.0: Beacons verfolgen Kunden vom Laden in die Online-Welt

Retargeting-Angebote vielleicht bald auch vom Supermarkt.(Screenshot: YouTube/Total…

Retargeting auf neuem Level

Retargeting bezeichnet eine durchaus umstrittene und bei den Verbrauchern nicht unbedingt beliebte Online-Marketingform, bei der Website-Besucher mit gezielter Werbung angesprochen werden. Wer etwa Schuhe in einem Online-Shop betrachtet und den Shop verlässt, wird beim weiteren Surfen auf anderen Webseiten an das Schuhangebot „erinnert“ – basierend auf Cookies eines Ad-Servers. Ziel ist es, einen interessierten, aber abgesprungenen Kunden doch noch zum Kauf zu verleiten und so die Bestellquote zu steigern.

Bei dem künftigen Angebot von Unacast und Total Communicator Solutions wird diese Kundenverfolgung auf ein neues Level gehoben. Die Kundenerinnerung erfolgt nämlich nahtlos zwischen realer und der Online-Welt – per Beacons. Die Idee: Schaut ein potenzieller Kunde sich in einem Schuhgeschäft bestimmte Schuhe an, wird das über die kleinen Sender registriert. Verlässt der Kunde das Geschäft, ohne die Schuhe gekauft zu haben, wird er in den folgenden Tagen auf verschiedenen Online-Plattformen – etwa YouTube, Facebook oder Nachrichtenseiten – an diese Schuhe erinnert.

Die Beacons-Lösung von Total Communicator Solutions erhält bald eine Retargeting-Funktion. (Screenshot: YouTube)
Die Beacons-Lösung von Total Communicator Solutions erhält bald eine Retargeting-Funktion. (Screenshot: YouTube)

Retargeting per Apple-Watch: US-Supermarktkette startet Testlauf

Das Ganze ist derzeit freilich nur möglich, wenn die Läden mit Beacons ausgestattet sind und die potenziellen Kunden nicht nur eine entsprechende App geladen, sondern auch Bluetooth eingeschaltet und dem Senden von Informationen zugestimmt haben. Derzeit werden über solche Systeme in größeren Ladenketten die Kunden begrüßt und auf besondere Angebote hingewiesen.

Die US-Supermarktkette Marsh Supermarkets etwa hat erst kürzlich in allen 75 Filialen iBeacons installieren lassen, um für die Apple-Watch gerüstet zu sein. Entsprechend dem Standpunkt des Apple-Watch-Trägers im Supermarkt sollen dann Sonderangebote ausgespielt werden, zuvor erstellte Einkaufslisten sollen ohne weiteres Zutun geöffnet werden, sobald man den Supermarkt betritt. Darüber hinaus sendet die entsprechende App auf Wunsch auch Rezeptvorschläge auf die smarte Armbanduhr.

via uk.businessinsider.com

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5 Antworten
  1. von Prof. Dr. Heike Simmet am 29.01.2015 (12:48 Uhr)

    Das neue Level an Kundenverfolgung ist aus Marketingperspektive überaus attraktiv. Die Technologie muss jedoch bedacht eingesetzt werden. Sehr schnell kann aus der willkommenen Information ein digitales Stalking werden, wenn die Vertriebsorientierung bei der Anwendung der iBeacon Technologie zu stark wird. Siehe hierzu auch meinen aktuellen Beitrag: "Personalisierung in der digitalen Kommunikation: Willkommene Information oder digitales Stalking." (http://hsimmet.com/2015/01/27/personalisierung-in-der-digitalen-kommunikation-willkommene-information-oder-unerwunschtes-stalking/

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  2. von R Nick am 30.01.2015 (10:10 Uhr)

    Die Versuche, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, werden immer schamloser und widerlicher. Mittlerweile regelrecht furchterregend. Big Brother schrumpft im Vergleich zu einem Zwerg.

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  3. von Markus Kristandl am 30.01.2015 (11:13 Uhr)

    Die Treibjagd auf den Kunden wird immer noch schamloser. Haben Kunden nicht ein klein wenig Liebe, Wertschätzung und Respekt verdient? Ob der tollen Möglichkeiten im Online Marketing verlieren wir den Kunden und seine wirklichen Bedürfnisse aus den Augen! Als Online Agentur haben wir zu diesem Thema kürzlich einen Beitrag veröffentlicht: http://www.red-dot.at/online-werbunghaende-hoch-oder-die-jagd-auf-kunden-im-internet/

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  4. von Klaus-W. Hesslenberg am 30.01.2015 (11:51 Uhr)

    Ich habe noch keinen t3n-Account

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  5. von Klaus-W. Hesslenberg am 30.01.2015 (11:54 Uhr)

    Mann sollte früh genug die ethischen Grenzen erkennen.

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