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Sponsored Post Was ist das?

Robo-Advisor, Social Trading, Crowd Advice – die Anlagetechnologien der Zukunft?

(Foto: Shutterstock)

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Auf dem Tagesgeld- oder Sparkonto vermehrt sich Geld nicht mehr so stark wie noch vor wenigen Jahren. Doch es gibt neue Wege, wie Geld gut investiert werden kann.

Im Anlagebereich finden im Moment zahlreiche Innovationen statt, um jedermann den Weg in diese Welt zu ebnen. Anlageroboter, in der Fachsprache Robo-Advisor genannt, sind hier das Stichwort. Was genau bedeuten sie für die Finanzwelt? Welche Möglichkeiten gibt es, und was wird sich in naher Zukunft ändern?

Robo-Advisor sind am interessantesten für die Kundengruppe, die weder das ganz große Know-how besitzt noch das ganz große Geld. Denn wer selbst das nötige Wissen hat, braucht keine Beratung, und wer über genügend Kleingeld verfügt, der profitiert von einer guten Beratung in den Finanzhäusern. Für alle anderen war es bisher nicht ganz so einfach, die richtigen Anlageprodukte auszuwählen und das Geld geschickt anzulegen. Oft werden aktive Anlagefonds empfohlen, bei denen die Gebühren den Gewinn auffressen. Diese Marktlücke versprechen nun die digitalen Robo-Advisor zu schließen.

Der Robo-Advisor ist kein virtueller Kundenberater

Unter dem Begriff Robo-Advisor stellt sich manch einer einen intelligenten, künstlich erschaffenen Berater vor. Das entspricht aber nicht den Tatsachen – zumindest noch nicht. Die Anlageroboter erlauben es dem Finanzinstitut, Prozesse zu automatisieren und Backoffice-Arbeiten, wie das Umsetzen von Anlageentscheiden, großflächig allen Kunden zur Verfügung zu stellen. Das heißt, es können gleichzeitig und automatisiert eine viel größere Anzahl individueller Kundenportfolios bedient werden als früher. Gleichzeitig kann der Robo-Advisor alle Portfolios anhand von Regeln überprüfen und sofort feststellen, wann eine Änderung am Portfolio notwendig ist.

Die Automatisierung befreit damit die Kundenberater von Fleißarbeit und reduziert so auch die Kosten. Die Bank kann ihre Berater dann auf konkrete Fragen der Kunden ansetzen und effizienter arbeiten.

Wie Robo Advisor jetzt schon einen Mehrwert für den Endkunden bieten können, behandelt der Blogbeitrag „Warum Robo Advisor an Sparkonten scheitern“.

„Killer-App“ steht noch aus

Die Robo-Advisor als Alternative zum klassischen Anlagegeschäft schießen wie Pilze aus dem Boden. Leider weisen viele dieser digitalen Berater mehr oder weniger die gleiche Funktionalität auf. Das meiste kann zwar automatisiert und online abgewickelt werden – trotzdem scheint sich am Prozess und an der Herangehensweise nichts Grundlegendes verändert zu haben. Die tatsächliche Innovation hat in diesem Bereich noch nicht stattgefunden. Digitalisiert? Ja. Verbessert? Nur bedingt.

Hinzu kommt, dass der Prozess zwar technisch einfach zu bedienen ist, aber trotzdem viele Kunden den Schritt nicht wagen werden, ihr mühsam erspartes Geld nach einigen Klicks einer rein digitalen Plattform anzuvertrauen. Auch hier hat eine Bank dank ihrer Berater aus Fleisch und Blut immer noch einen Vorteil. Vertrauen schaffen, mit jemandem reden und in der eigenen Entscheidung bestätigt werden, ist ein psychologischer Knackpunkt.

Wem wird Vertrauen geschenkt?

Damit Kunden ihr Geld jemandem überlassen, braucht es Vertrauen. Denn niemand kann die Zukunft sicher vorhersagen oder zweifellos prophezeien, wie sich die Aktienkurse entwickeln werden. Die Frage ist nun, wem traut der Kunde das am ehesten zu? Es gibt bereits ein paar spannende Alternativen zu den heutigen eher intransparenten Methoden einer Bank.

Unter dem Begriff „Crowd Advice“ können verschiedene Ansätze zusammengefasst werden:

  • Die Weisheit der Vielen
  • Regelbasierte Maschinen
  • Social Trading nach dem Follower-Prinzip

Die Weisheit der Vielen: Fragt man eine Gruppe unterschiedlicher Personen und leitet daraus eine Prognose ab, sind die Ergebnisse oftmals zutreffender als die Vorhersagen professioneller Fondmanager. In der Schweiz wurde letztes Jahr ein Fonds lanciert, der sich rein auf die Zukunftsprognosen einer Community stützt. Ergebnis: Die Crowders schlagen die Profis klar und deutlich.

Oftmals zutreffender als die Vorhersagen professioneller Fondmanager: Die Prognose der Crowd. (Foto: Dribble)

Noch einen Schritt weiter scheint die Plattform CleverCircles der Schweizer Bank CIC zu gehen, indem die Intelligenz von Menschen mit der Effizienz von Maschinen kombiniert wird. Das Unternehmen setzt auf eine Kombination aus Algorithmen, Community und spielerischen Elementen. Um die reale Performance zu erhöhen, können Meinungen der Familie, von Freunden, Profis, Beratern, Medien, oder der kollektiven Intelligenz der Community frei kombiniert werden – und es gibt auch einen Gamification-Bonus: Es können Belohnungen und Trophäen gesammelt werden. Die Plattform soll Anfang 2018 live gehen.

Ebenfalls interessant ist der Ansatz, der die Vermögensverwaltung und Analyse des Marktes einer Maschine überlässt – komplett ohne Einbezug eines Menschen. Das funktioniert vollautomatisch und basierend auf ganz klaren Regeln. Dabei wird frei von Emotionen wie Angst oder Gier entschieden, die dazu führen können, dass zum falschen Zeitpunkt gekauft oder verkauft wird. Diese Modelle versprechen einen besseren Krisenschutz und einen höheren Gewinn, da die Bandbreiten der Anlagestrategie voll ausgenutzt werden, was bei traditionellen Mandaten nie wirklich umgesetzt wird.

Zum Schluss bleiben Social-Trading-Plattformen, von denen es bereits einige gibt. Dabei geht es darum, erfolgreiche Investoren nachzuahmen und hoffentlich an deren Gewinn zu partizipieren. Das Prinzip ist einfach, bleibt aber riskant.

Herausforderungen für die Banken

Was bedeuten diese Trends nun für Banken? Sie sollten, statt bloß auf einen Trend zu reagieren, aktive Pionierarbeit leisten. Die Herausforderungen liegen insbesondere darin, einen Robo-Advisor zu entwickeln, der in seiner Funktionalität tatsächlich einen Mehrwert bietet statt nur einer Automation. Gleichzeitig muss das Tool das Vertrauen der Kunden gewinnen. Dazu braucht es viel Know-how, denn das Thema ist stark IT-lastig und setzt den Fokus auf kundenzentriertes Denken, Design Thinking und agile Vorgehensweisen.

Für Banken ist daher eine effiziente Zusammenarbeit mit einem Partner unabdingbar, der Innovationsleistungen ganzheitlich integriert. Die Firma ti&m bietet ein breites Angebot an Beratung, Design-Methodiken und IT-Know-how, plus ein starkes Netzwerk von Partnern im Finanzbereich. Die modularen Produkte decken den kompletten Prozess inklusive Algorithmen für den Robo-Advisor ab.

Finde mehr spannende FinTech-, Marketing-, Technology- und Business-Themen im „ti&m special 2017“ und lese, wie Gamification die Kundenbindung steigert, welche Rolle die Identität der Marke in einer digitalen Welt spielt oder wie für Unternehmen der Einstieg in die Blockchain-Technologie funktionieren kann. 

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