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Zalando im Shitstorm: So reagiert der Fashion-Gigant auf die RTL-Dokumentation

Zalando im Shitstorm: So reagiert der Fashion-Gigant auf die RTL-Dokumentation

Eine Dokumentation in der RTL-Sendung „Extra“ prangert angebliche Missstände im Logistik-Zentrum am Standort Erfurt an. Ohne die Vorwürfe und die Dokumentation zu bewerten: reagiert schnell auf den drohenden .

Zalando im Shitstorm: So reagiert der Fashion-Gigant auf die RTL-Dokumentation

Zalando erntet Kritik für Arbeitsbedingungen. (Bild: Zalando via Kölner Stadt-Anzeiger)

Schon im Jahr 2012 geriet Zalando nach einer ZDF-Dokumentation hart in die Kritik der Öffentlichkeit, und: schwieg lange. Gestern Abend um 22.15 Uhr sendete RTL eine Dokumentation über die angeblichen Missstände im Logistik-Zentrum Erfurt und prangerte die dortigen Arbeitsbedingungen an. Nach eigenen Angaben war Zalando nicht vorgewarnt – und reagierte diesmal trotzdem ziemlich prompt.

Zalando gerät in die Kritik aufgrund der Arbeitsbedingungen im Logistik-Zentrum Erfurt.(Screenshot: Zalando)
Zalando gerät in die Kritik aufgrund der Arbeitsbedingungen im Logistik-Zentrum Erfurt. (Screenshot: Zalando)

RTL-Doku wirft Zalando unwürdige Arbeitsmethoden vor

In Zusammenarbeit mit dem Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff hat die RTL-Reporterin Caro Lobig undercover einen Job als Logistik-Mitarbeiterin bei Zalando in Erfurt angetreten. Die Vorwürfe, die sie in der RTL-Dokumentation erhebt, sind vielfältig: So sollen etwa Überwachungsmethoden eingesetzt worden sein – eine lückenlose Leistungsüberwachung, die so laut des eingeblendeten Arbeitsrechtlers nicht zulässig sei. Zum Schluss habe sie nur noch zu Flüstern gewagt, berichtet die RTL-Reporterin. Die Arbeitspausen seien zu pauschalen Diebstahlkontrollen genutzt worden, durch die Umstände und die Lage der Pausenräume sei eine vernünftige Regeneration nicht möglich gewesen. Dies ist nur ein Ausschnitt der genannten Vorwürfe. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann die komplette Reportage online bei RTL ansehen, zudem ist eine recht umfangreiche Stellungnahme von Zalando online abrufbar.

Zalando: Schnelle Reaktion im Social Web

Auch wenn inhaltlich über die Reaktion diskutiert werden kann, so ist das Social-Media-Team von Zalando unstrittig mitten in der Nacht direkt aktiv geworden und hat im Rahmen der eigenen Möglichkeiten die Kommunikation aufgenommen. Auf Twitter erfolgte die erste Reaktion zeitnah nach der Ausstrahlung um 00:04 Uhr beziehungsweise 00:21 Uhr. Eine schnelle Reaktion, vor allem wenn man den Aussagen der PR-Abteilung glauben schenken möchte, dass der Beitrag inhaltlich nicht bekannt gewesen sei und auch der Sendetermin nicht im Monitoring aufgefallen sei:

Zuerst verweist das Team von Zalando thematisch passend auf ein altes Interview im Handelsblatt, in dem das Unternehmen auf damalige Vorwürfe zu Missständen in den Logistik-Zentren Stellung nimmt und positive Veränderungen ankündigt:

Um 00:24, drei Minuten später, erfolgt ein Verweis auf eine erste Stellungnahme. Auch auf den Vorwurf, dass ein Mitarbeiter des Logistik-Zentrums während der Arbeit verstorben sein soll, antwortet der Fashion-Retailer mit einem schnellen Dementi:

Zalando setzt sich via Twitter auch gegen den Vorwurf zur Wehr, dass keine Stellungnahme seitens Zalando erfolgt sei:

Auch auf Facebook erfolgt die Reaktion relativ prompt, es wird auch hier auf eine erste Stellungnahme verwiesen und das Folgen von weiteren Informationen wird angekündigt.

Ohne die Kommunikation von Zalando inhaltlich bewerten zu wollen: Das E-Commerce-Unternehmen zeigt, dass es aus dem Shitstorm von 2012 gelernt hat und reagiert nicht nur schnell über das Social Web, sondern  zeigt sich auch gesprächsbereit – man nehme die Vorwürfe sehr ernst und werde das eigene Unternehmen kritisch prüfen, versichert ein weiterer Facebook-Post am Nachmittag. Ob diese vorbildliche Reaktion allerdings hilft, die Empörung im Netz zu kanalisieren oder gar abzuschwächen, werden wohl erst die nächsten Tage zeigen.

Mehr zum Thema Krisenmanagement in sozialen Netzwerken verrät mein Kollege Andreas Weck in unserem aktuellen Artikel „Shitstorm-Management: 10 vermeidbare Fehler in der Krisenkommunikation [Infografik]“.

 

 

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30 Antworten
  1. von Benny Lava am 15.04.2014 (17:36 Uhr)

    Gerade Wallraff.
    Seine gröbsten Dinger (mutmaßlicher Stasispitzel, Ermittlung wegen mehrfacher Anstiftung zur Fölschung eidestattlicher Versicherungen usw.) haben es bis in die Wikipedia geschafft.

    Kann man nach dem Lügenbericht des ZDF über Amazon von RTL mehr Seriösität gerade mit so einem Partner wie Wallraff erwarten? Die Frage kann sich jeder selber beantworten.

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  2. von responsive user am 15.04.2014 (17:48 Uhr)

    Schnell ist leider nicht gleich gut!
    Die erste Facebook Reaktion, die hier wohl übersehen wurde war ein professionelles "Puh.... hier kochen die Emotionen hoch, aber da müssen wir wohl durch... " Kindersprache und Selbsmitleid? Das ist so ziemlich die denkbar unprofessionellste Reaktion, um zu den genannten Vorwürfen Stellung zu nehmen. Aber vielleicht arbeiten die Picker ja im Rahmen von Effizienzotpimierung auch noch nachts gleichzeitig als Social Media Team ;-)

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  3. von Rico Weigabd am 15.04.2014 (18:01 Uhr)

    Bei RTL kann man sich ja denken, was bei so einer "Reportage" herauskommt. Ich will nicht wissen, wie die eigenen Arbeitsbedingungen bei RTL sind.

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  4. von Olaf am 15.04.2014 (18:14 Uhr)

    @Benny Lava
    Kann man Seriösität bei der Betrachtung von Arbeitsbedingungen erwarten, wenn der Arbeitgeber gefragt wird? Das kannst Du Dir selber beantworten ;)

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  5. von Onkel emma am 15.04.2014 (19:28 Uhr)

    Kann man solche Pseudo-Dokus überhaupt ernst nehmen? Schon die Sendungen von ARD und ZDF zielen eher auf Erregung als auf Aufklärung, und dass man Aufklärung bei RTL für wichtig hält, muss mir in den letzten 25 Jahren entgangen sein.

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  6. von esistsoweit am 15.04.2014 (20:28 Uhr)

    Krass, was für eine Ignoranz in den Kommentaren!
    Euch gehts gut, oder? Wohnt noch bei Mutti wie? schon mal richtig gearbeitet? auch schon mal eine Karriere verloren und in solche Mechanismen geraten?
    Planlosigkeit par excellence!
    ICH, hab derartige Arbeitsbedingungen schon erleben dürfen, in einen Logistik-Betrieb in einen Verbund der keinen grossen Namen hatte wie Zalando! Leute, DAS ist der Alltag dort!
    Ihr habt keine Ahnung!
    Oder seit Fake-Profile vom sog. Zalando Social - Krisenmanagement ...
    Es spielt keine Rolle ob (auch noch unbewiesen) irgendein Sender womöglich dick aufgetragen hat, das was wirklich passiert und ihr Röhrenglotzer nicht mitkriegt zählt.
    Derartige Machenschaften setzen natürlich immer erst in den unteren Schichten an, glaubt bloß nicht das bei zunehmender automatisierung aller Arbeitsprozesse jeder Art, knapper Ressourcen und Lebensraum diese ganze Grütze nicht irgendwann über die Jahre auf euer "Treppchen" hochgespült wird ...

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  7. von JMK am 15.04.2014 (22:05 Uhr)

    Böses RTL, gutes Zalando. Meine Fresse. Anstatt die zustände, die schon seit Jahren dort herrschen zu verbessern, wird die PR Abteilung besser geschult.

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  8. von Danny am 16.04.2014 (00:42 Uhr)

    Ich habe den Beitrag heute morgen im Internet gesehen. Ich bin nach wie vor zwiegespalten zu dem Thema. Einerseits zielt RTL definitiv darauf ab keine wirkliche Aufklärung zu betreiben sondern Sensations-TV zu betreiben. Alles wäre ja total schlimm dort. Und sie bemängeln sogar die 8,79€, obwohl die sogar noch über dem Mindestlohn liegen. Bei der Einblendung der Samwer Brüder und dem Zitat aus einem der Briefe mit dem Blut und einem Plan, wurde mal wieder völlig aus dem Zusammenhang herausgerissen zitiert. Muss ja gut klingen in der "Aufklärung". Andererseits verstehe ich aber auch die Leute vor Ort nicht. Warum gehen die Mitarbeiter nicht gemeinsam gegen die Missstände vor? Selbst die Vorgesetzen von den Lagerarbeitern sollten doch bessere Umstände wollen. Dass die sich überhaupt für etwas besseres halten in dem ganzen Sklavenbetrieb ist sowieso schon ein Witz. Ich habe da leider kein Mitleid für die Mitarbeiter, wenn sie nichts dagegen unternehmen.

    Weiterhin stellt sich auch die Frage, wie schlecht denn die Prozesse im Lager optimiert sind, wenn die Mitarbeiter 20km am Tag rennen müssen über mehrere Stockwerke. Da sollte mal eine Prozessoptimierung durchgeführt werden.

    Aber solange die Leute es mit sich machen lassen, aus Angst vor H4, wird das ewig weiter gehen. Weiterbilden kann ich nur sagen.

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  9. von hugo am 16.04.2014 (05:30 Uhr)

    Ich arbeite derzeit bei zalando. Ich kann euch ja mal erzählen was da abgeht. Der Bericht ist zu 80% korreckt kann dies auch beweisen wenn's sein muss habe mein Handy mit eingeschleust und ein paar Videos gemacht.

    Ihr habt keine Ahnung von den Zuständen bei zalando weil keiner von euch dort arbeitet!

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  10. von carmen am 16.04.2014 (06:30 Uhr)

    Da hab ich kein Mittleid mit, es ist keiner Gezwungen da zu Arbeiten und noch dazu für ein minnilohn, es gibt genug besserbezahlte Arbeit hier in Deutschland, natülich steht jedem zu sich selbst zu versklaven,

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  11. von Frank am 16.04.2014 (08:12 Uhr)

    Wer da arbeitet hat sich durch seinen Bildungsweg idR selber dahin navigiert. Kein Mitleid.

    Zalando macht was möglich ist... und die Fashionisten werden morgen trotzdem wieder bei Zalando und Amazon bestellen.

    Geiz ist geil und jeder ist sich selbst der Nächste.

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  12. von Benny Lava am 16.04.2014 (08:16 Uhr)

    @esistsoweit: Vielleicht bist du ja ein Verdi-U-Boot.

    Es herrscht in allen Bereichen Fachkräftemangel. Wer in solchen Jobs bei Mindestlohn arbeitet, der hat der Gesellschaft nichts anderes zu bieten, als Handlangertätigkeiten. Kein Programmierer, der auf dem aktuellen Stand ist, muss solche Jobs annehmen. Wer so arbeiten muß, hat auch irgendwann in seinem Leben die Weichen dafür gestellt. Während der eine abends noch weitergelernt hat, hat der andere sich eben lieber mit ein paar Bier vor den Fernseher gesetzt.

    Der Unterschied zwischen der Putzfrau, die meine Wohnung putzt und mir ist, dass ich ihren Job machen könnte, sie aber nicht meinen. Und so lebt sie mit davon, dass ich meinen Job so gut mache.

    Und wer über Zalando und Co. meckert, der möchte auch bitte nur noch beim hochpreisigen Schneider seine Klamotten kaufen. Alles andere ist Heuchelei.

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  13. von Micha am 16.04.2014 (08:47 Uhr)

    Dieser T3 Artikel ist eine Frechheit oder einfach nur schlecht recherchiert. Andere medien verweisen/verlinken auf die Stellungnahme von zalando, dass man zur Reportage keine Stellungnahme abgibt. Hier wird auch verschwiegen, dass zalando bereits vor der Ausstrahlung anzeige erstattet hat.
    Sollten eure Artikel nicht unabhängig oder schlecht recherchiert sein, sollte man dies wenigsten deutlich mit Sponsored post anzeigen!

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  14. von Dirk E am 16.04.2014 (09:38 Uhr)

    Mag ja sein das die Arbeitsbedingungen bei Zalando nicht gerade die besten sind, aber würde Zalando seine Logistikzentren z.B. nach Polen verlegen würden glaube ich die meisten der Mitarbeiter dagegen demonstrieren. Ich denke das dann auch Verdi groß aufschreien würde. Auch glaube ich das wenn Zalando seine Geschäftsstrategien ändert, zig 1000 Arbeitsplätze in Deutschland bedroht währen...wir wissen ja das Zalando immer noch rote Zahlen schreibt.

    Im Job ist es wie in der Liebe...drum prüfe wer sich ewig bindet ob er nicht was besseres findet.

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  15. von Nighteyes am 16.04.2014 (09:47 Uhr)

    @esistsoweit:
    Da du in solch einem Logistikzentrum gearbeitet hast scheinst du in keine gute Firma geraten zu sein. Große Firmen wie Tringut, Fressnapf und auch ALDI bei denen einige Bekannte von mir arbeiten erzählen nur positives. Also das ist NICHT Alltag!!! Bevor du erzählst das es alles Fakrprofile sind und auch noch Arroganz vorwirfst zeigt das das du wirklich in solchen Logistikzetren arbeitest. Denn der Durchschnitt dort bzw. die Regel ist das dort Hauptschulabschluss bzw. sogar weniger gefordert wird. Und das ist in ALLEN Betrieben so!

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  16. von Marcel am 16.04.2014 (09:50 Uhr)

    Trash TV hin oder her aber es entspricht der Wahrheit. Man sollte hier mal bei betroffenen nachhaken. Kenne einige die das nur bestätigt haben. Solche Arbeitsbedingungen sind hier in EF keine Seltenheit auch in anderen Branchen, viel Arbeit für wenig Geld. Thüringen ist nun mal als Billiglohn Land berühmt. Warum siedeln denn hier viele internationale Unternehmen sich an? Zalando ist da nur ein Beispiel.

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  17. von Jochen G. Fuchs am 16.04.2014 (09:53 Uhr)

    @Micha
    Ich kann deinen Kommentar leider nicht nachvollziehen, da die von dir monierten Punkte im Artikel stehen. Etwas mehr Sachlichkeit wäre schön. Das Statement von Zalando ist mehrfach und deutlich verlinkt, der Tweet mit dem Hinweis zum Statement steht nebenbei bemerkt auch im Artikel. Die Tatsache dass Zalando eine rechtliche Auseinandersetzung mit der Reporterin betreibt hat für mich hier keinen thematischen stark gewichtigen Bezug.

    Ein Sponsored Post ist, wie unsere Leser wissen, bei uns deutlich als solcher gekennzeichnet.

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  18. von Nessi am 16.04.2014 (10:07 Uhr)

    Leider kann ich die Vorwürfe nicht bestätigt. RTL ist und bleibt ein Lügenbaron.

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  19. von Dominic am 16.04.2014 (10:18 Uhr)

    @Frank "Wer da arbeitet hat sich durch seinen Bildungsweg idR selber dahin navigiert. Kein Mitleid."

    Was bist du doch für ein abscheulicher Haufen Mist. Idealerweise auch alle Behinderten umbringen, sind ja selbt schuld?! Sorry, natürlich idR! Unfassbar. UNd danach, ... lassen wir das.

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  20. von marcel_w78 am 16.04.2014 (10:31 Uhr)

    @Nighteyes: Nicht alle sind gleich, da gebe ich dir recht. Über Aldi und Netto höre ich auch zum Großteil nur positives. Aber das sind leider die wenigen Ausnahmen.

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  21. von Fiete am 16.04.2014 (10:52 Uhr)

    @Benny Lava

    Was für ein überhebliches Gefasel. Das ist aber nett von dir, dass du durch deine Großartigkeit dafür sorgst, dass so eine Versagerin bei dir putzen darf und auch noch etwas Geld dafür bekommt. Die hat es ja auch nicht anders verdient, war bestimmt immer total faul.

    Trottel.

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  22. von Benny Lava am 16.04.2014 (13:58 Uhr)

    Na, lieber Fiete, gleich mit Beleidigungen um dich werfen, weil du keine Argumente hast?
    (Heißt du jetzt Fiete oder Trottel, dein Name oben und unter dem Text stimmt nicht überein.)

    Wenn meine Putzfrau programmieren könnte, würde ich sie zu einem guten Gehalt anstellen. Kann sie aber nicht, deshalb putzt sie. Sie hat auch nichts anderes gelernt. Sie ist übrigens nicht unglücklich, dass sie bei mir putzt und Geld dafür bekommt. Sie ist auch eine gute Mutter. Mit deiner Bezeichnung "Versagerin" wird sie nicht einverstanden sein.

    Nur gibt es keinen Grund für sie, sich zu beschweren, weil sie die vielleicht nicht so schönen Arbeiten machen muß, während ich und die anderen am Schreibtisch sitzen. Genauso kann sich keiner beschweren, weil er die nicht so schönen Arbeiten in einem Versandzentrum machen muß, um Geld zu verdienen und ihn keiner als CEO einstellt.

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  23. von Robonaut am 16.04.2014 (15:48 Uhr)

    Es stellt sich allgemein die Frage wie weit Unternehmen Arbeitsschutzgesetze und Fragen der Sitten ignorieren können. Unternehmen können dies, weil es eine entsprechend großes Angebot an billigen Arbeitnehmern gibt. Gerade in strukturschwachen Regionen wie in Thüringen sind die Leute auch Froh überhaupt eine Arbeit finden zu können. Es sind größere Effekte die hier wirken und langfristige Entwicklungen welche zukünftig Unternehmen zunehmend erlauben werden weniger gute Arbeitsbedingungen umzusetzen.

    Ich glaube, dass sich dieser Shitstorm bald legen wird und bei Zalando genau so viele Bestellungen eingehen werden wie immer.

    Dass bei T3N nicht auf die Arbeitsbedinungen eingegangen wird, sondern ein anderer Aspekt zu der Reportage thematisiert wird, find ich gut. Schließlich ist das Managen von Shitstorms eine zwar noch sehr neue aber auch notwendige Tätigkeit für Unternehmen.

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  24. von Fiete am 16.04.2014 (16:05 Uhr)

    @Benny Lava

    Das "Versagerin" war nur eine logische Weiterführung der Art und Weise, wie du einen Sachverhalt dargestellt hast. "Der Gesellschaft nichts anderes bieten können als Handlangerarbeiten..." hört sich doch schon ziemlich überheblich an. Dann gleich Menschen in die Lager "Bier und Fernseher" und "fleißig Lernender" gegenüberstellen ebenso.

    Und zum Abschluss: "Und so lebt sie mit davon, dass ich meinen Job so gut mache."

    Merkste was?

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  25. von Benny Lava am 16.04.2014 (16:42 Uhr)

    @Fiete: Das ist vor allem deine eigner Hass, den du da anderen in den Mund legst. Vielleicht mehr mit der Realität beschäftigen, als mit deinen kommunistischen Utopien.

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  26. von Fiete am 16.04.2014 (22:37 Uhr)

    @Benny Lava

    ôÔ

    Kommunistische Utopien? WTF, wie kommst du jetzt auf sowas?

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  27. von Shitstorm Zalando am 16.04.2014 (23:05 Uhr)

    Junge wie alt bist du?
    Wenn einer was sagt und schreibt dann glaubts du das sofort....

    http://www.golem.de/news/nach-undercover-recherche-zalando-geht-juristisch-gegen-rtl-journalistin-vor-1404-105902.html

    Ein Abschnitt aus dem Artikel:
    "Als die Tarnung der Reporterin am 28. März aufgeflogen sei, sei es zu einem Polizeieinsatz gekommen, bestätigt Zalando. Noch am selben Tag habe man eine Anzeige eingereicht."

    Also hat von Zalando natürlich absolut keiner damit gerechnet.

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  28. von danny am 17.04.2014 (07:44 Uhr)

    Ich wäre ja sowieso ganz und gar dafür RTL zu boykottieren, was gar nicht was so ein Sender im 21 Jahrhundert verloren hat.

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  29. von Bruno am 18.04.2014 (06:32 Uhr)

    Ist schon ein Hammer. ......
    Zum Thema man muss da ja nicht arbeiten...
    DAS ARBEITSAMT macht ja alles mit....und wenn du ablehnst bekommste eine Sperre. ....also wenn du nichts hast musst duch solchen Arbeitsbedingungen hin nehmen.....
    Das nutzen solche Unternehmen aus weil die es wissen. .....Hand in Hand mit dem Amt.

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  30. von bosch am 18.04.2014 (10:45 Uhr)

    Kann man alles auch anders sehen:

    http://www.franztoo.de/?p=2247

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