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Diese Sätze werdet ihr von wirklich guten Vorgesetzten nie hören

Diese Sätze werdet ihr von wirklich guten Vorgesetzten nie hören

Ob jemand eine gute Führungsfigur ist oder nicht, zeigt sich ganz schnell in alltäglichen Job-Situationen. Nämlich darin, wie ein Chef oder eine Chefin die eigenen Anliegen kommuniziert.

Diese Sätze werdet ihr von wirklich guten Vorgesetzten nie hören
(Grafik: Shutterstock)

Verbale Aussetzer: Was als Chef nicht geht

Wir wissen es alle: Letzten Endes zählt nicht, was man verkauft, sondern wie man etwas verkauft. Und das gilt ganz besonders für den beruflichen Alltag. So kann man mit etwas Selbstsicherheit auch eine nicht ganz so professionelle Präsentation retten oder mit einem charmanten Lächeln sein spätes Erscheinen wesentlich besser entschuldigen, als wenn man nur ein knurriges „Sorry“ in die Runde schmeißt.

Und was für die Arbeitnehmer wichtig ist, ist in diesem Fall für die Vorgesetzten noch wichtiger. Wer sich seiner eigenen Kommunikation bewusst ist und sie gekonnt einsetzen kann, wird ein motiviertes und starkes Team leiten – und damit eine der wesentlichen Aufgaben eines Managers beziehungsweise einer Managerin erfüllen.

Die Augen vor der eigenen Verantwortung verschließen? Würde ein guter Chef nicht tun. (Foto: Pexels)
Die Augen vor der eigenen Verantwortung verschließen? Würde ein guter Chef nicht tun. (Foto: Pexels)

Sicherlich kann man sein halbes Leben an seinen rhetorischen Skills feilen, doch es gibt einige Sätze, die wird man von einem guten Chef ganz bestimmt nie hören – denn sie zerstören einfach jedweden Raum für Kommunikation. Welche das sind und was die Alternativen sein könnten, hat Lolly Daskal für Inc aufgeschrieben. Wir haben sie uns angesehen und können sie voll und ganz unterschreiben.

Das sind Sätze, die eine gute Führungsperson nie sagen würde

1. „Weil ich es gesagt habe.“

Eine gute Führungsfigur wird sich nicht zu diesem Satz hinreißen lassen. Warum? Weil sie darauf bedacht ist, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Kreativität ebenso möglich ist wie eine nach beiden Richtungen offene Kommunikation. Wer dagegen falsch verstandene Autorität lebt, wird kein Miteinander, kein Vertrauen und so auch keine Mitarbeiter bekommen, die selbstständig denken und handeln können.

Besser: „Wie könnten wir das gemeinsam angehen?“

2. „Was denkst du, wer du bist?“

Bei guter Führung geht es maßgeblich darum, Menschen dazu zu bringen, über sich hinauszuwachsen, sich stark im und als Team zu fühlen – und auch mal um die Ecke denken zu dürfen. Wer andere von oben herab behandelt und verspottet, kann nicht erwarten das diese Menschen aus sich herauskommen.

Besser: „Wie kommst du zu der Einschätzung/der Idee?“

3. „Das ist nicht meine Schuld“

Kein guter Chef und keine gute Chefin wird die Konsequenzen für das eigene Handeln auf jemand anderen abwälzen. Und wird ebenso bereit sein, einen Fehler, den das Team gemacht hat, mitzutragen. Wieso sollte man das auch nicht? Verantwortung wirklich anzunehmen, stärkt die eigene Glaubwürdigkeit – und das ist für Führungskräfte ein enorm wichtiges Gut.

Besser: „Ich übernehme die Verantwortung dafür.“

4. „Ich brauche keine Hilfe.“

Bei guter Führung geht es um das Team, und darum, ein Zusammengehörigkeitsgefühl aufzubauen und sich gegenseitig zu stärken und zu inspirieren. Wer seine Zeit als Chef richtig investieren will, setzt sie ein, um zu beraten, zu lenken und andere zum Erfolg zu führen.

Besser: „Wir wuppen das gemeinsam.“

5. „Ist mir egal.“

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Was einen guten Chef ausmacht: Sich mit seinem Team zusammensetzen und etwas noch einmal zu durchdenken, statt „ist mir egal“ zu sagen. (Foto: Shutterstock)

Einer guten Chefin oder einem guten Chef darf einfach nichts egal sein. Wer Gleichgültigkeit an den Tag legt, kann von seinem Team nicht erwarten, sich mit voller Leidenschaft reinzuhängen. Und selbst wenn man es erwartet: Niemand wird das tun.

Besser: „Lasst uns das noch einmal durchdenken.“

6. „Ich bin zu beschäftigt.“

Wir haben alle immer viel zu tun. Und jede gute Führungskraft weiß: Für wichtige Dinge muss sich die Zeit einfach genommen werden. Wer das anderen vorlebt, wird damit auch andere anstecken. Und umgekehrt.

Besser: „Ich nehme mir die Zeit dafür.“

7. „Scheitern ist keine Option.“

Natürlich geht es einem Chef darum, sein Team zum Erfolg zu führen. Aber das heißt nicht, dass auf dem Weg keine Fehler passieren dürfen. Ganz im Gegenteil sind sie manchmal wichtig, um hinterher wirklich die ideale Lösung für ein Problem zu finden. Wer keinen Raum für Fehler schafft, wird sich ein Team heranzüchten, das versucht, immer auf die sichere Bank zu setzen. Und das ist der Tod jedes kreativen Ansatzes.

Besser: „Trau dich und gehe das Risiko ein. Wir werden im Zweifel daraus lernen.“

Hand aufs Herz: Möglicherweise haben die ein oder anderen Chefs und Chefinnen unter euch schon einmal einen dieser unkonstruktiven Sätze gesagt. Tja, aber eine starke Führungskraft fällt eben auch nicht vom Himmel. Wer die Sätze aber ab sofort streicht, wird viel gewinnen: nämlich ein ebenso starkes, motiviertes Team, das sich traut, gemeinsam unkonventionelle Wege zu gehen.

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Eine Antwort
  1. von Stefanie am 17.02.2016 (11:37 Uhr)

    Rate mal wieso du noch keinen unbefristeten Vertrag bekommst... Du könntest ja schwanger werden.

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