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Sage-Pay-Benchmark-Report: Die 5 wichtigsten Erfolgsfaktoren für Onlinehändler

Der kostenlose E-Commerce-Report von Sage Pay gibt , wie Onlinehändler ihren Shop auf Erfolg . Wir haben uns die wichtigsten Fakten für euch angeschaut, wie man seine Umsätze im steigert, erfahrt ihr im Artikel.

Sage-Pay-Benchmark-Report: Die 5 wichtigsten Erfolgsfaktoren für Onlinehändler

Zum ersten Mal veröffentlicht der Payment-Service-Provider Sage Pay in Deutschland seinen Benchmark-Report. Mit ihm möchte der Dienstleister einen Überblick über die deutsche E-Commerce-Landschaft bieten. Dazu wurde ein unabhängiges Marktforschungsinstitut mit einer repräsentativen Online-Befragung von rund 300 Onlinehändlern beauftragt, um festzustellen, welche Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg eines veranwortlich sind.

  • 46 Prozent der Onlinekäufe werden auf den Bezahlseiten abgebrochen
  • 60 Prozent der Onlinehändler wissen nicht, wo ihre Kunden beim Bezahlen abspringen
  • 52 Prozent der Onlinehändler haben finanzielle Verluste durch Online-Betrug erlitten
  • Fast jeder vierte befragte Online-Händler erfüllt die Datensicherheitsstandards (PCI DSS) für die Entgegennahme, Weiterleitung und Speicherung von Kredit- oder Debitkartendaten nicht
  • 93 Prozent der befragten Onlinehändler sehen im grenzüberschreitenden Handel ein hohes Absatzpotential

Erster Schritt um Umsätze zu steigern: Kaufabbruchquote analysieren

Sich mit der Kaufabbruchquote zu beschäftigen, ist mehr als sinnvoll, aus Controlling-Sicht sollte klar sein, dass es günstiger ist, einen bereits vorhandenen Interessenten in einen Käufer zu wandeln, als einen komplett neuen Kunden zu gewinnen. Um so erschreckender, dass sich die Mehrzahl der befragten Händler scheinbar nicht dafür interessiert, wo und warum Kunden im Bezahlprozess abspringen: Bezahlseiten, Liefer- und Versandkosten und die Bestätigung der AGB sind laut der Befragung die üblichen Verdächtigen.

Die drei effektivsten Maßnahmen zur Steigerung der Konversionsrate

  • Geld-zurück-Garantie
  • Lieferung am nächsten Tag
  • Treueprämien / Treupunkte
Sage Pay Benchmark Report: Hier springen die Kunden üblichwerweise ab. (Grafik: Sage Pay Benchmark Report)
Sage Pay Benchmark Report: Hier springen die Kunden üblichwerweise ab. (Grafik: Sage Pay Benchmark Report)

Mobil first: Nichts neues im Westen

Es wird ja mittlerweile gebetsmühlenartig gepredigt: Mobile Onlineshops braucht das Land, sei es jetzt tatsächlich für das Smartphone oder für den „Couch-Commerce“ zuhause auf dem Sofa. Auch wir machen da durchaus keine Ausnahme. Klare Worte vom Benchmark-Report: Die Onlinehändler mit einer mobilen Strategie machen mittlerweile im besten Falle zwischen 39 und 59 Prozent ihres gesamten Umsatzes mobil. Die mittlerweile weit verbreitete Theorie „mobile Optimierung für Onlineshops ist wichtig“ weicht hier, belegt durch die signifikanten Absatzzahlen, brachial der erlebten Praxis: Mobile Optimierung ist nicht wichtig, sondern unverzichtbar.

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Sage-Pay-Benchmark-Report: (Grafik: Sage-Pay-Benchmark-Report)

Online-Betrug und Sicherheitsmaßnahmen

Mehr als die Hälfte der befragten Händler hat Einbußen durch Online-Betrug erlitten. Immerhin rund 18 Prozent summieren den Schaden auf eine Höhe zwischen 1.001 und 5.000 Euro, und zehn Prozent haben sogar einen Schaden von mehr als 5.000 Euro bis hin zu 20.000 Euro erlitten.

Die fünf wichtigsten Tipps zum Schutz gegen Onlinebetrug

  • Rechnungs- und Lieferadresse abgleichen. Abweichende Lieferdressen liegen bei unverdächtigen Bestellungen in der Regel im selben Einzugsgebiet.
  • Eine hochpreisige Bestellung folgt unmittelbar auf einige kleinere Transaktionen: ein Anzeichen für eine gestohlene Karte.
  • Warenversand in risikobehaftete Regionen meiden oder zusätzlich prüfen: Großbritannien mit dem Großraum London, Ukraine, Litauen, Rumänien, Bulgarien, Nigeria, Ghana, Indonesien, Malaysia oder die USA.
  • Auf die E-Mail-Adressen achten: private E-Mail-Adresse sind schwerer zurückzuverfolgen als Firmenadressen. Missbräuchlichen Bestellungen kommen oft von E-Mail-Adressen mit seltsamen Namen. Ein Anzeichen für eine „saubere“ Adresse kann der vollständige Name des Bestellers innerhalb der Adresse sein.
  • Sicherheit innerhalb des Zahlungsvorgangs: Wer die IP-Adresse des Bestellers mit dem Herkunftsland seiner Karte Abgleich verbessert seine Sicherheit. Die Speicherung solcher Daten sollte jedoch in den Datenschutzrichtlinien veröffentlicht werden oder es sollte um Erlaubnis zur Speicherung der IP-Adresse gebeten werden.

Eine Auseinandersetzung mit dem Sicherhheitsstandard PCI-DSS ist darüberhinaus generell angeraten. PCI-DSS ist ein verpflichtender Sicherhehitstandard zur Speicherung, Weiterleitung und Entgegennahme von Zahlungsdaten. Nichteinhaltung kann Strafzahlungen vom Acqirer bis hin zur Verlust der Erlaubnis, Kartenzahlungen zu akzeptieren, zur Folge haben.

(Grafik: Sage Pay Benchmark Report)
(Grafik: Sage-Pay-Benchmark-Report)

Sage-Pay-Benchmark-Report: So war die Umfrage aufgebaut

Die initiale Auswahl der Online-Händler erfolgte anhand einer Beratung der GFK – Gesellschaft für Konsumforschung. Die Selektion erfolgte zwar willkürlich, als Auswahlkriterien aber wurden Kennzahlen zum Umsatzvolumen, der Anzahl der Transaktionen und der Dauer der Aktivität des Händlers festgelegt. Um Erfolgsfaktoren identifizieren zu können, wurden die befragten Händler in „erfolgreich“ und „weniger erfolgreich“ kategorisiert. Als erfolgreich galt, wer eine Konversionsrate von über 28 Prozent vorweisen konnte, Händler unterhalb diese Marke wurden als „weniger erfolgreich“ eingestuft. Rund 70 Prozent der befragten Händler stammten aus Ballungsgebieten und somit noch rund 30 Prozent aus kleineren Ortschaften und Städten. Die eigentliche Befragung wurde vom TÜV Saar Netresearch durchgeführt.

Teilnehmer

300 zufällig ausgewählte Onlinehändler

Unternehmensgröße

  • 22 Prozent beschäftigen zwischen 51 und 100 Mitarbeiter
  • 21 Prozent über 250 Mitarbeiter
  • 18 Prozent zwischen 101 und 250 Mitarbeiter
  • 11 Prozent zwischen 21 und 50
  • Der Rest verteilt sich auf Unternehmensgrößen zwischen einem und 20 Mitarbeitern

Warenkorbhöhe

  • 51 Prozent zwischen 51 und 100 Euro
  • 33 Prozent zwischen 101 und 500 Euro
  • Die restlichen 15 Prozent verteilen sich auf Händler mit einer Warenkorbhöhe zwischen 501 und 5000 Euro

Branchen

  • 22 Prozent Elektronik
  • 13 Prozent Reise und Unterhaltung
  • 11 Prozent Technologie und Software
  • 11 Prozent Mode
  • 11 Prozent Lebensmittel

„Sage-Pay-Benchmark-Report“ – Kostenloser Download der Studie

Die Studie kann von interessierten Online-Händlern kostenfrei heruntergeladen werden. Um einen Zugriff auf das umfangreiche Dokument zu erhalten, ist eine Registrierung mit den eigenen Kontaktdaten nötig.

Vorabankündigung: t3n und Sage Pay verlosen 1x „Ein Jahr kostenfreien Zugang zum SagePay-Gateway“

Zur Veröffentlichung des Benchmark-Report haben wir für euch eine Verlosung arrangieren können: ein Jahr kostenfreien Zugang zum SagePay-Zahlungsgateway. Im Gewinn enthalten sind pro Quartal die Abwicklung von 1000 Transaktionen über das Gateway und dessen kostenfreie Integration in euren Onlineshop. Einzige Voraussetzung: Bei eurer Onlineshop-Lösung handelt es sich um ein marktübliches System und um keine Eigententwicklung. (Eine genaue Liste der unterstützten Systeme wird im Rahmen der Verlosung noch veröffentlicht.)

Diese Zahlarten und Features werden unterstützt:

  • Mastercard (Kredit/Debit), Visa (Kredit/Debit), Diners Club, JCB, American Express, PayPal
  • Nationale Zahlungsverfahren: Elektronisches Lastschriftverfahren, SOFORT Überweisung, giropay, iDEAL (Niederlande), EPS (Österreich)

Alle weiteren Informationen zur Verlosung, sowie den Rahmenbedingungen geben wir euch in Kürze direkt im kommenden Artikel zur Verlosung bekannt.

Weiterführende Links

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
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Eine Antwort
  1. von Lelala am 05.07.2013 (10:13 Uhr)

    Spannend, danke!
    V.a. der Teil für die mobile Strategie

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