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News

Salesforce kauft Demandware: Die Hintergründe zum 2,8-Milliarden-Dollar-Deal

(Screenshot: Salesforce)

Salesforce übernimmt das SaaS-Shopsystem Demandware und eröffnet damit einen neuen Geschäftsbereich. Die Hintergründe zur Übernahme.

Der US-Softwareriese Salesforce hat die Übernahme der E-Commerce-Plattform Demandware zum 31. Juli 2017 für rund 2,8 Milliarden US-Dollar angekündigt. Demandware, eines der weltweit führenden SaaS-Enterprise-Shopsysteme, bildet die Grundlage für den neuen Geschäftsbereich „Commerce Cloud“ und komplettiert Salesforces SaaS-Software-Suite, die sich bisher im Wesentlichen auf CRM- und Marketing-Aspekte konzentriert hat.

Salesforce integriert Demandware als „Commerce Cloud“

(Screenshot: Salesforce/Demandware)
Salesforce kauft Demandware. (Screenshot: Demandware)

Der neue Geschäftsbereich Customer Cloud übernimmt die bisherigen Demandware-Mitarbeiter. Die Software-Lösung soll tief in die bestehende Salesforce-Applikations-Plattform integriert werden und so eine Verzahnung zu bestehenden Salesforce-Cloud-Anwendungen bekommen.

Salesforce ist bekannt dafür, Acquisitionen direkt in eigene Produkte zu transformieren und den bisherigen Produktnamen auslaufen zu lassen – der Name Demandware dürfte somit nicht mehr lange Bestand haben.

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Demandware ist die natürliche Erweiterung von Salesforce

Der Zukauf von Demandware folgt einer nachvollziehbaren Strategie, die sich bei Salesforce mit diesem Modus Operandi bisher immer wiederholt hat: Technologie und Marktanteil mit einem Schlag hinzukaufen. Laut der angesehenen E-Commerce-Survey von Tom Robertshaws Analytics-Startup Hivemind ist Demandware mit einem Marktanteil von rund acht Prozent bei den 50.000 weltweit trafficstärksten E-Commerce-Sites beteiligt.

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Marketshare der Shopsysteme auf den 50.000 traffikstärksten E-Commerce-Sites weltweit – laut Alexa. (Grafik: Hivemind)

Damit stellte Demandware zum Zeitpunkt des Kaufes die attraktivste Option für Salesforce dar, einen größeren Marktanteil können nur Wettbewerber Oracle mit ATG Commerce und IBM mit Websphere aufweisen – beides keine Übernahmekandidaten.

Analysten und Märkte reagieren auf das verlangsamte Wachstum von Salesforce in den vergangenen Jahren verhalten – mit dem Eröffnen eines neuen Geschäftsbereiches erhofft sich Salesforce offensichtlich größere Wachstumssteigerungen. Der Markt reagiert skeptisch, die Salesforce-Aktie ist mit der Ankündigung der Übernahme leicht im Kurs gesunken.

Mit Demandware schließt Salesforce die wesentlichste Lücke in seinem ziemlich umfassenden SaaS-Angebot und ermöglicht es seinen Kunden jetzt, nahezu das komplette Spektrum der Mission-Critical-Applications aus einer Hand zu erwerben.

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