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„Seid ihr high?”: Samsung hätte Android kaufen können und lehnte ab

„Seid ihr high?”: Samsung hätte Android kaufen können und lehnte ab

hätte kaufen können und hat abgelehnt – angeblich etwas überheblich. Hat der südkoreanische Konzern sich hier eine riesige Chance entgehen lassen?

„Seid ihr high?”: Samsung hätte Android kaufen können und lehnte ab

Samsung hat Android abgelehnt: „Ihr und welche Armee werden das Betriebssystem weiterentwickeln?”

Samsung hätte Android in seinen Kindertagen bereits kaufen können. Gut so, oder eine verpasste Chance? (Quelle: samsungtomorrow.com)
Samsung hätte Android in seinen Kindertagen bereits kaufen können. Gut so, oder eine verpasste Chance? (Quelle: samsungtomorrow.com)

Ende 2013 hat Fred Vogelstein das Buch „Dogfight: How Apple and Google Went to War and Started a Revolution“ veröffentlicht, dass einen tollen Einblick hinter die Kulissen der IT-Riesen gibt. Darin werden einige Geschichten veröffentlicht, die bis dato der Öffentlichkeit versperrt geblieben sind. Eine ganz besondere Geschichte, die derzeit diskutiert wird, handelt von Android und wie der Entwickler Andy Rubin auf der Suche nach einem Partner auch bei einigen großen Technik-Giganten vorstellig wurde – unter anderem bei Samsung.

Im Herbst 2003 hat Rubin das Unternehmen Android gegründet, das sich mit der Entwicklung des gleichnamigen mobilen Betriebssystems für Smartphones beschäftigt hatte. Nach nur 18 Monaten konnten die Entwickler ein vorzeigbares Produkt vorweisen, das zur Perfektion und Markteinführung allerdings auf die Unterstützung eines einflussreichen strategischen Partners und Investors angewiesen war. Rubin klapperte einige Protagonisten ab und wurde – laut den Überlieferungen von Fred Vogelstein – bei Samsung ganz besonders schroff abgewiesen. Wie in dem Buch zu lesen ist, hat Samsung nicht nur abgelehnt, sondern sich sogar über Rubin und sein Team lustig gemacht: „Ihr und welche Armee werden das Betriebssystem weiterentwickeln? Ihr seid nur sechs, seid ihr high?”

Samsung hat Android abgelehnt: Verpasste Chance oder überhaupt nicht schlimm?

Das Potential, das Samsung scheinbar nicht erkannte, hat Google schlussendlich gesehen und das Betriebssystem im Sommer 2005 übernommen sowie die Weiterentwicklung vorangetrieben. Mit der Gründung der Open Handset Alliance wurden zudem wichtige Grundsteine für die heutige Dominanz des Betriebssystems gelegt. Dass Rubin bei Google erfolgreich war, kann sicherlich in den Augen einiger Menschen als Glück angesehen werden – denn klar ist, hätte ein Hardware-Hersteller wie Samsung das Betriebssystem in die Finger gekriegt, wäre Android mit großer Wahrscheinlichkeit nicht offen geblieben.

Ob Samsung mit der Android-Übernahme eine große Chance verpasst hat oder ob es für das Unternehmen im Endeffekt besser gewesen ist, dass Google das Betriebssystem weiterentwickelt hat, ist eine spannende Frage, die wir gerne diskutieren wollen. Klar ist, dass Samsung von der starken Android-Verbreitung profitiert und dass es den Android-Markt bis heute auch dominiert. Auf der anderen Seite hätte der südkoreanische Hardware-Hersteller mit der Übernahme auch einen 100-prozentigen Marktanteil haben können und gegebenenfalls ähnliche Erfolge wie Apple mit iOS generieren können – wie steht ihr zu dieser Geschichte? Stimmt ab und erzählt uns in den Kommentaren von eurer Meinung.

via www.phonearena.com

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12 Antworten
  1. von Uwe am 19.02.2014 (08:54 Uhr)

    Samsung hatte vor ein paar Jahren ein eigenes Handy-Betriebssystem, ähnlich wie Android (mit einem eigenem App-Market). Ich weiß jetzt aber nicht mehr, wie es heißt. Das ist mittlerweile verschwunden. Ähnlich wäre es meiner Meinung nach auch mit Android unter Samsung gegangen …

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  2. von Martin am 19.02.2014 (09:28 Uhr)

    Android hätte aller Wahrscheinlichkeit ein ähnliches Dasein geführt wie Bada. Nur die Möglichkeit von allen Herstellern benutzt zu werden hat Android (zurecht) so stark gepuscht.

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  3. von Martin am 19.02.2014 (09:36 Uhr)

    Meiner Meinung hat Android die Mobilwelt nicht daher überschwemmt, weil es so gut ist, sondern weil es strategisch geschickt vermarktet wurde (mit der Offenheit für alle). Technisch gab es auch damals bereits Systeme, die mithalten konnten, die aber nicht offen genug für alle waren (z.B. Maemo: nur Nokia).

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  4. von jazdrive am 19.02.2014 (11:16 Uhr)

    Ist es nicht ausgiebig dokumentiert, dass Android vor der iPhone-Präsentation ein komplett anderes Bedienkonzept hatte? Das ist doch mit ein Grund weshalb Android u.a. jahrelang mit einem schlechten, weil geerbten Grafikstack zu kämpfen hatte oder noch hat (Stichwort: "Android ruckelt")

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  5. von jocke747 am 19.02.2014 (11:51 Uhr)

    Android hätte niemals ein solch breites Spektrum an Apps erhalten.

    Google verstand es mit Android verschiedene Hersteller unter ein Dach bringen und darin liegt auch der Erfolg.

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  6. von Hausverwaltung Essen am 19.02.2014 (11:59 Uhr)

    Es ist ein Stück, wie sich google seine Marktstellung sichert.
    Pflicht ist die google-suche.
    Pflicht ist google Apps.

    So sichert man sich gegen andere Bewerber ab und sorgt dafür das immer Künden nach kommen und die Cash-Cow füttern.

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  7. von Chris am 19.02.2014 (12:23 Uhr)

    Klar ist wohl das Samsung nicht so Innovativ wie Google ist. Ich denke aber schon dass es aus Sicht von Samsung schlauer gewesen wäre Android aufzukaufen (http://t3n.de/news/samsung-bald-schluss-eigenen-525790/)

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  8. von Rasper am 19.02.2014 (13:51 Uhr)

    Bis jetzt hab ich noch keinen Software output Samsungs gesehen, den ich auch nur im Ansatz für gut befunden hätte.
    Wie hätte Samsung dann also ein erfolgreiches Smartphone OS entwickeln sollen?

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  9. von Hotte am 19.02.2014 (14:59 Uhr)

    Naja, mit "Tizen OS" hält sich Samsung (zusammen mit Intel) ja immer noch eine potentielle Karte offen, zumal dieses Projekt ebenso als Open Source vertrieben wird... muss man wissen, ist bekannt!

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  10. von Bitcoiner am 19.02.2014 (19:05 Uhr)

    Wir können uns Glücklich schätzen, dass Google und nicht Samsung Android gekauft hat. Android wäre mit Samsung nicht dass geworden was es heute ist!

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  11. von laura am 19.02.2014 (21:08 Uhr)

    Ach, ich glaube wenn's bei Samsung gelandet wäre, dann wäre es letztlich ähnlich wie mit Nokia gegangen. Alleine kann ein Hersteller nicht den Markt behaupten. Da müssen schon mehr dahinter stehen.

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  12. von Theodorius am 13.03.2014 (08:57 Uhr)

    Die Überheblichkeit von Samsung. ... Erst Dienstag beiläufig wieder auf der CeBIT erlebt: Ein Vertriebsmitarbeiter hat eine nette Hostess „gefaltet“, da diese versucht hat, für einen CeBIT-Besucher (nicht ich) noch kurzfristig einen Termin zu bekommen, da Sie der Meinung war, dass dieser Kontakt recht interessant sein könnte. Der Kommentar des Vertrieblers „Es ist nicht Ihr Job, zu bewerten, ob die Kontakte interessant sein könnten. Wirklich wichtige Leute haben im Vorhinein einen Termin gemacht“.
    Ich bin froh, dass sich Samsung diese Chance mit Android hat entgehen lassen. Wenn man sich den Samsung Smart-HUB anschaut und diesen mit den Konkurrenten von SONY oder LG vergleicht, will ich gar nicht erst wissen, wie „grottig“ Android jetzt aussehen würde.

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