Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Gadgets & Lifestyle

Samsung Galaxy Xcover 2: Robuster Androide für Outdoorfans im kurzen Test

Samsung hat mit dem Galaxy Xcover 2 ein neues Outdoor-Smartphone auf den Markt gebracht, das nicht nur robust, sondern im Unterschied zu der Konkurrenz auch recht ansehnlich ist. Bei der mittlerweile zweiten Generation des Galaxy Xcover hat Samsung an vielen Stellen nachgelegt und ein interessantes Paket geschnürt, das zu einem recht attraktiven Preis erhältlich ist. Wir haben uns das Gerät etwas näher angesehen.

Samsung Galaxy Xcover 2 – wasserfester Androide mit Staubschutz

Das Galaxy Xcover 2 ist wie der Vorgänger mit dem Industrie­standard IP67 zertifiziert. Das bedeutet, dass das Gerät vor Staub geschützt ist und gegen Wassereintritt bei einer Tiefe von einem Meter für die Dauer von 30 Minuten geschützt ist. Das Gehäuse ist so konstruiert, dass auch Stürze und dergleichen dem Galaxy Xcover 2 wenig anhaben können. Vom Design her hat Samsung sich auch etwas mehr Mühe gegeben. Die farblich abgesetzten Seitenteile in rot oder optional grau sind geriffelt und sollen so für besseren Halt sorgen. Das gesamte Gerät macht einen rustikalen, aber nicht klobigen Eindruck, wie es bei den meisten Outdoor-Smartphones der Fall ist – man denke nur an das Caterpillar CAT-B15. Aber dies ist letztlich eine Frage des Geschmacks.

samsung-galaxy-xcover-2
Das Samsung Galaxy Xcover 2 kommt mit physikalischen Menü-Buttons und dediziertem Kameraauslöser daher.

Alle Öffnungen des Galaxy Xcover 2, wie Audiobuchse und microUSB-Port, sind mit einer Abdeckung versehen, die dem IP67 entsprechend gut abdichtet. Auch die aufgeraute Rückabdeckung verfügt über eine extra Gummidichtung für den Akku, die vor Wassereintritt schützt. Darüber hinaus ist das Rückcover mit einem Schraubverschluss verriegelt, sodass beim Fallen lassen nichts verrutschen kann. Die Navibuttons auf der Vorderseite sind allesamt physikalisch, recht groß und aufgeraut sodass man sie theoretisch auch mit Handschuhen bedienen könnte. Wie auch die Anschlüsse, sind die Buttons entsprechend abgedichtet, sodass kein Wasser ins Gehäuseinnere laufen kann. Die Spaltmaße um die Knöpfe herum sind relativ breit, sodass sie ein wenig Spiel haben. Nach einem Sandbad mit Quarzsand, den Samsung uns mit dem Galaxy Xcover 2 mitschickte, wollten die Buttons nicht mehr mit dem Knirschen aufhören. Nach einem Wasserbad in einer ebenso mitgelieferten Dose war der Sand aber wieder herausgewaschen. Dennoch könnte anfallender Staub sich dort durchaus ansammeln. Ein Falltest aus ca. 1,50m Höhe auf blanken Stein machte dem Galaxy Xcover 2 nicht aus – nicht mal eine Delle war im Gehäuse zu erkennen.

Weder Sand noch Wasser können dem nach Industriestandard IP67 zertifizierten Samsung Galaxy Xcover 2 etwas anhaben

Samsung hat seinem Galaxy Xcover 2 ein für den südkoreanischen Hersteller etwas unübliches Features verpasst: einen dedizierten Kamerabutton, der sich glänzend dazu eignet, spontan Schnappschüsse zu tätigen. Während man bei allen anderen Kameras der Galaxy-Modelle lediglich per Softbutton auf dem Display auslösen kann, ist es beim Xcover möglich, mit Handschuhen – und dank der Wasserresistenz – selbst unter Wasser Fotos zu knipsen. Letzteres sollte zumindest theoretisch funktionieren. Im Test waren wir damit nicht sonderlich erfolgreich, denn der Autofokus wollte nicht, wie wir wollten. Von der 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz sollte man aber nicht zuviel erwarten, denn sie löst insbesondere bei widrigen Lichtverhältnissen träge aus, die Bildqualität ist für ein Modell dieser Klasse in Ordnung. Bei den verbauten Lautsprechern verhält es sich ähnlich – hier hat Samsung letztlich Standard-Brüllwürfel verbaut, wie sie wohl in den meisten Smartphones zu finden sind.

Technische Eckdaten des Samsung Galaxy Xcover 2

  • Android 4.1.2 Jelly Bean mit TouchWiz 4.0
  • 4-Zoll-Super AMOLED-Display (800 x 480 Pixel)
  • 1GHz-Dual-Core-Samsung-Prozessor
  • 1GB RAM
  • 4GB interner Speicher (davon ca. 1GB nutzbar), erweiterbar per microSD-Karte
  • Hinten: 5 Megapixel-Kamera
  • VGA-Frontkamera
  • 130,5 x 67,7 x 12 Millimeter
  • 149 Gramm
  • 1.700mAh Akku
  • 379€ (UVP) > Straßenpreis ca. 260€
  • alle Spezifikationen gibt es hier (PDF)

In Bezug auf die restliche Ausstattung erinnert das Galaxy Xcover 2 an das Galaxy S3 mini. So hat es ein 4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln, das sich durchaus sehen lassen kann. Die Farben wirken authentisch und brillant. Die Blickwinkelstabilität kann ebenso überzeugen. In Bezug auf die Performance des Outdoor-Phones kann es mit seinem 1GHz-Dual-Core-SoCs natürlich nicht mit den Highend-Boliden aufnehmen. Allerdings läuft die Nutzeroberfläche ruckelfrei, die Animationen der Touchwiz-UI ist sehr flüssig. Apps brauchen gelegentlich eine kleine Weile, bis sie fertig geladen haben, das bleibt aber wohl nicht aus. Was allerdings etwas kritisch zu beäugen ist, ist der interne Speicher, der lediglich 4GB fasst. Denn große Teile werden vom System in Beschlag genommen, sodass dem Nutzer im Netto nur knapp 1GB zur Verfügung stehen – hier ist dringend zu empfehlen sich eine Speicherkarte zuzulegen.

Auch in Bezug auf den Energiespeicher hat Samsung ein wenig gespart. Denn das Outdoorhandy hat einen 1.700mAh Akku an Bord, der im Vergleich zu anderen aktuellen Android-Geräten, und entgegen dem Trend zu größeren Akkus, enttäuschend klein ausgefallen ist. Dies macht sich auch bemerkbar, denn in der normalen Nutzung kommt man kaum einen Tag mit einer Akkuladung durch den Großstadtdschungel. Wer sich auf eine Tracking-Tour durch die Wildnis wagt und Maps sowie GPS nutzt, sollte sich möglichst mit einem zusätzlichen Akkupack bewaffnen, denn ansonsten könnte nach der bis vier Stunden der „Saft “ausgehen.

Softwareseitig hat Samsung Android 4.1.2 Jelly Bean mitsamt der hauseigenen Nutzeroberfläche Touchwiz installiert. Somit sind neue Features wie Google Now und auch Samsungs eigene Spracheingabe S-Voice an Bord, die beide über den Homebutton erreichbar sind. Auch sehr sinnvoll bei diesem Gerät ist der Taskmanager, mit dem im Hintergrund laufende Prozesse deaktiviert werden können, sodass dies nicht zu viele System-Ressourcen in Beschlag nehmen. Als Bonus-Apps befinden sich auf dem Galaxy Xcover 2 drei Anwendungen, die offenbar dem Outdoor-Thema des Geräts Rechnung tragen sollen. Dabei handelt es sich um „Cardio Trainer“, einer Trainings-App, die beim Workout helfen soll, sowie die Kartenapps „ADAC Maps” und „apemap”. Beide Kartenpakete kann der Nutzer ein Jahr lang kostenfrei verwenden.

Anzeige

Fazit

Kurz zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Samsung im Unterschied zum Vorgänger bei Galaxy Xcover 2 an vielen Ecken den richtigen Hebel angesetzt hat. Sowohl Display als auch Performance machen für ein Gerät dieser Preisklasse eine ganz ordentliche Figur. Das Design mag vielleicht nicht jeden überzeugen, dafür ist es wasserfest, staubdicht und stoßsicher. Lediglich die Kamera hinterlässt nur einen mäßigen Eindruck, wobei man bei einem Einsteiger-/Mittelklassephone vielleicht auch nicht mehr erwarten kann – für den gelegentlichen Schnappschuss reicht sie allemal. Das gesamte Gerät wirkt im Ganzen sehr robust und stabil und ist gut verarbeitet. Für ein Smartphone mit einem Straßenpreis von etwa 260 Euro ist es extrem verwindungssteif, wie es sich für ein Outdoorphone gehört. Für Action- und Outdoorfans, vielleicht sogar als Zweitphone, und Menschen, die die Tendenz haben, ihr Smartphone gerne auf den Boden fallen lassen, ist das Galaxy Xcover 2 gar nicht so verkehrt. Wer ein Highend-Smartphone mit hoher Performance und toller Kamera sucht, ist hier allerdings verkehrt.

1 von 35

 Weiterführende Links

Finde einen Job, den du liebst

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

3 Reaktionen
Markus Espeter
Markus Espeter

@Andreas: Danke für die Rückmeldung und die Erweiterung des Artikels. Mit dieser Akkulaufzeit ist der Kauf nun allerdings ausgeschlossen. :)

Andreas Floemer

@Markus: Hast Recht, danke für den Hinweis, werde den Artikel entsprechend erweitern.

Markus
Markus

Schade, dass ihr fast kein Wort über die Akkuleistung verliert. Sollte bei einem "Outdoor"-Handy ja auch im Vordergrund stehen.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Hinweis

Du hast gerade auf einen Provisions-Link geklickt und wirst in Sekunden weitergeleitet.

Bei Bestellung auf der Zielseite erhalten wir eine kleine Provision – dir entstehen keine Mehrkosten.


Weiter zum Angebot