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Test

Samsung Gear 360 im Test: Die VR-Kamera für alle?

    Samsung Gear 360 im Test: Die VR-Kamera für alle?

(Foto: t3n)

VR ist das große Thema in diesem Jahr. Mit der Gear 360 hat Samsung eine 360-Grad-Kamera auf den Markt gebracht, mit der jeder 360-Grad-Inhalte erstellen kann. t3n hat sie ausprobiert.

Samsung Gear 360: Kleine Kugel mit viel drin

Klein und knubblig, aber für für das schnelle Knipsen von VR-Inhalte praktisch: die Samsung Gear 360. (Foto: t3n)
Klein und knubblig, aber für für das schnelle Knipsen von VR-Inhalte praktisch: die Samsung Gear 360. (Foto: t3n)

Samsung hat sich mit dem Verkaufsstart seiner 360-Grad-Kamera Gear 360 gehörig Zeit gelassen, denn die Südkoreaner hatten das kleine, kugelige Gadget schon im Februar zusammen mit dem Samsung Galaxy S7 und S7 edge (Test) enthüllt. Seit Juni ist die Kamera zum Preis von 350 Euro im Handel – Zeit, einen Blick darauf zu werfen.

Klein und knubblig, aber für für das schnelle Knipsen von VR-Inhalte praktisch: die Samsung Gear 360. (Foto: t3n)

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Die Gear 360 ist eine der ersten kompakten und relativ erschwinglichen Kameras, mit denen VR-Inhalte unterwegs ohne großen Aufwand produziert werden können. Die Kamera selbst ist in etwa so groß wie ein Golfball, aus dem zwei große Linsen mit 15-Megapixel-Sensoren und f/2.0-Blende nach vorn und hinten hervorstehen – zusammen können die beiden Rundumbilder- und -videos aufnehmen. Optional ist es auch möglich nur eines der Objektive für 180-Grad-Inhalte zu nutzen.

Auf der Oberseite des Kameraballs ist ein kleines LC-Display und ein Auslöseknopf. Seitlich sind zwei weitere Knöpfe in das Gehäuse eingelassen – ein Powerbutton und ein weiterer zur Navigation durch die Einstellungen und für die manuelle Kopplung per Bluetooth mit dem Smartphone.

Auch ohne Smartphone nutzbar: Die Gear 360 besitzt ein kleines LC-Display und einen Auslöse-Button. (Foto: t3n)
Auch ohne Smartphone nutzbar: Die Gear 360 besitzt ein kleines LC-Display und einen Auslöse-Button. (Foto: t3n)

Der 1.350 Milliamperestunden-Akku, der eine effektive Laufzeit von etwa drei Stunden bietet, ist hinter einer mit Lippendichtungen versehenen Klappe versteckt und ist austauschbar. Hinter dem Deckel ist außerdem ein Einschub für eine Micro-SD-Karte zu finden. Das gesamte Kunststoffgehäuse ist nach Industriestandard IP53 wasser- und staubresistent, sodass beispielsweise Regentröpfchen der Kamera nichts anhaben können.

Der Akku der Gear 360 ist austauschbar, und natürlich auch die Micro-SD-Karte. (Foto: t3n)
Der Akku der Gear 360 ist austauschbar, und natürlich auch die Micro-SD-Karte. (Foto: t3n)

Samsung hat seiner kleinen 360-Grad-Kamera ein kurzes Tisch-Stativ beigelegt, mit dem ihr die Cam überall auf ebener Fläche positionieren könnt. Außerdem besitzt sie ein Standardgewinde, mit der sich die Gear 360 auch auf handelsübliche Stative oder Rigs befestigen lässt.

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Samsung Gear 360: VR-Inhalte schnell und unkompliziert erstellen

Damit ihr die Gear 360 nutzen könnt, ist es erforderlich, dass eine Micro-SD-Speicherkarte eingesetzt ist – ohne geht es nicht. Zur Fernsteuerung der Kamera müsst ihr ein Samsung-Galaxy-Smartphone euer Eigen nennen, auch wenn es schon einen Workaround gibt, auf den wir an dieser Stelle nicht eingehen. Laut Samsung funktioniert die Gear 360 offiziell nur mit einem Galaxy S6 (Edge, oder Plus), einem Galaxy S7 oder S7 Edge. Künftig könnt ihr die Gear 360 sicherlich auch mit dem Galaxy Note 7 verbinden.

Die Gear 360 lässt sich optional mit dem Galaxy S6 steuern. (Foto: t3n)
Die Gear 360 lässt sich optional mit dem Galaxy S6 steuern. (Foto: t3n)

Zur Steuerung per Smartphone ist außerdem die Gear 360-App vonnöten. Mit der Anwendung könnt ihr einerseits die aufgenommenen Inhalte betrachten, verwalten und versenden, andererseits fungiert die App auch als Fernbedienung, sodass ihr die Kamera aus der Entfernung bedienen könnt. Besitzt ihr kein Galaxy-Smartphone, so müsst ihr eure 360-Grad-Bilder und -Videos auf einen Computer übertragen und weiterverarbeiten. Der bequemere Weg ist ohne Zweifel der über das Smartphone.

Die Kopplung zwischen Smartphone und Kamera kann via NFC erfolgen. (Foto: t3n)
Die Kopplung zwischen Smartphone und Kamera kann via NFC erfolgen. (Foto: t3n)

Die Kommunikation zwischen Gear 360 und dem Smartphone findet initial per Bluetooth statt, zum schnellen Versenden der Inhalte auf das Smartphone wird eine WiFi-Direct-Verbindung aufgebaut. Praktisch: Zum Koppeln der Geräte könnt ihr die in die Gear 360 integrierte NFC-Spule nutzen.

Für den schnellen 360-Grad-Clip oder VR-Schnappschuss könnt ihr die Gear 360 aber auch einfach ohne Smartphone mitnehmen. Mithilfe des kleinen Displays und den Steuerknöpfen könnt ihr wählen, ob ihr ein Video oder ein Foto aufnehmen wollt – auch Zeitraffer und Video-Loops gehören zur Auswahl. Außerdem besteht die Möglichkeit nur eine der beiden Fischaugen-Linsen einzusetzen und ein 180-Grad-Bild festzuhalten. Habt ihr den richtigen Modus gewählt, tippt auf den kleiner Auslöser auf der Kameraoberseite und schon beginnt ein Countdown, hier könnt ihr zwischen zwei, fünf und zehn Sekunden wählen. Videos könnt ihr in Auflösungen bis 4K-Qualität aufnehmen. Fotos mit einer Linse haben stets die gleiche Auflösung von fünf Megapixel - habt ihr beide Linsen im Einsatz, könnt ihr in der Smartphone-App zwischen einer Auflösung von 14 oder 30-Megapixeln wählen. Die Bedienung über die App als auch im Stand-Alone-Modus gehen einfach vonstatten, auch wenn man wie bei jedem neuen Gerät ein wenig Eingewöhnungszeit braucht, um zu verstehen, wie die Kameranavigation funktioniert.

Mit dem Gear-360-Manager könnt ihr die Kamera per Smartphone steuern und Inhalte verwalten. (Screenshot: t3n)
Mit dem Gear-360-Manager könnt ihr die Kamera per Smartphone steuern und Inhalte verwalten. (Screenshot: t3n)

Die Bildqualität der Samsung Gear 360: Gut, mit Luft nach oben

Die Bildqualität der Videos und Fotos ist durchaus gut. Vor allem unter idealen Lichtbedingungen kommen schöne Resultate zustande, aber auch unter weniger perfektem Licht sind die Bilder und Videos noch zu gebrauchen, aber ganz rauschfrei sind sie nicht. Wer sich aber eine Bildqualität auf Galaxy-S7-Niveau erhofft, wird enttäuscht – aber hier vergleichen wir auch Äpfel mit Birnen. Beim zusammenfügen der Bildhälften bei einem 360-Grad-Foto oder -Video sind außerdem gelegentlich Stitching- oder Nahtstellen zu erkennen. allerdings hat ein größeres Update das Auftreten dieser Fehler reduziert. Ihr solltet bei Aufnahmen außerdem darauf achten, dass ihr die Kamera so positioniert, dass natürliche oder künstliche Lichtquellen in beide Kameralinsen fallen. Ansonsten wirkt das Resultat unterschiedlich stark belichtet. Wie folgende Aufnahme zeigt:

Die Gear 360 sollte korrekt zu den Lichtquellen ausgerichtet werden, ansonsten treten seltsame Effekte auf. (Foto: t3n)
Die Gear 360 sollte korrekt zu den Lichtquellen ausgerichtet werden, ansonsten treten seltsame Effekte auf. (Foto: t3n)

Weitere Samples findet ihr auf Google-Photos.

Die Schnittstellen der beiden 180-Grad-Bilder sind zwar nicht immer unsichtbar, fallen aber bei Videos ohnehin kaum auf. Wenn die Gear 360 auf engem Raum eingesetzt wird oder Objekte zu nah an den Linse positioniert sind, werden sie teilwesie abgeschnitten. Ebenso nicht zu ändern: Wenn ihr direkt aus eurer Hand Fotos mit der Gear 360 erstellt, werdet ihr stets das Problem haben, dass eure Hand teilweise abgeschnitten ist. Hier könnt ihr mit einem Bildbearbeitungsprogramm die überflüssigen Elemente entfernen.

Samsung Gear 360: Wo kann ich die Inhalte betrachten?

Mt der Gear VR könnt ihr die mit der Gear 360 produzierten Inhalte angemessen konsumieren. (Foto: Samsung)
Mt der Gear VR könnt ihr die mit der Gear 360 produzierten Inhalte angemessen konsumieren. (Foto: Samsung)

Zur Betrachtung der Resultate könnt ihr entweder die Gear-360- oder beispielsweise auch die Google-Photos-App und YouTube verwenden. Für den vollen immersiven Genuss ist selbstredend eine VR-Brille erforderlich, die Samsung für seine Galaxy-Geräte zum Beispiel für 99 Euro anbietet. Wenn ihr die 360-Grad-Inhalte mit anderen teilen wollt, kann zum Beispiel Facebook oder Google+ verwenden. Wenn ihr Video-Inhalte ohnehin nur in die sozialen Netzwerke ladet, könnt ihr euch übrigens den 4K-Modus sparen, denn Facebook und Google rechnen die Inhalte stark herunter, sodass von der hohen Auflösung nichts zu erkennen ist.

Samsung Gear 360 (Foto: Samsung)

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Fazit zur Gear 360: Guter Start in die VR-Welt

Samsung Gear 360. (Foto: t3n)
Samsung Gear 360. (Foto: t3n)

Samsungs erste 360-Grad-Kamera ist ein sehr guter Start in die Welt der Produktion von VR-Inhalten für den Heimbereich. Der Preis von knapp 350 Euro ist zwar nicht niedrig angesetzt, er ist aber durchaus gerechtfertigt. Die Kamera ist klein, leicht und ultraportabel – man kann sie und überall mit hinnehmen, sodass jede Situation im VR-Modus festgehalten werden kann. Darüber hinaus ist sie leicht bedienbar. Sicherlich bietet die Gear 360 keine Bildqualität in Profiqualität – das kann man für den Preis aber auch nicht erwarten. Für eine 360-Grad-Kamera mit besserer Bildqualität muss man ab 1.500 Euro und aufwärts investieren. Zurzeit gehört die Gear 360 ohne Zweifel zu den besten Lösungen für die Aufnahme von VR-Inhalten in ihrer Preisklasse.

Disclosure: Die Gear 360 wurde uns von Samsung für einen redaktionellen Test zur Verfügung gestellt. 

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Eine Reaktion
KonstantinSylt
KonstantinSylt

Hab die Kamera seit 3 Wochen und bin einigermaßen zufrieden. Unten und oben gibt es 4 Bereiche die nicht abgedeckt werden können und der Rest entsprechend gestreckt wird....aber für das Geld super.

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