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Startups

„Gleißend-digitale Schönheit“: Das ist Sascha Lobos neue und (echt jetzt!) einzigartige E-Book-Plattform

    „Gleißend-digitale Schönheit“: Das ist Sascha Lobos neue und (echt jetzt!) einzigartige E-Book-Plattform
Sobooks: Hinter dem Konzept des sozialen Buches stehen Sascha Lobo, Christoph Kappes, Oliver Wagner und Oliver Köster. (Bild: Matthias Bauer / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Zu einer „Presse- und Interessiertenkonferenz“ hatten Sascha Lobo, sein Startup Sobooks und die Lufthansa auf der Frankfurter Buchmesse geladen, um eine gemeinsame Plattform vorzustellen. Wir verraten euch, was es damit auf sich hat.

Sascha Lobo: Neues Projekt mit der Lufthansa

Nein, kleine Brötchen backen kann Sascha Lobo nicht. Die Einladung zur Pressekonferenz von Sobooks, seinem E-Book-Startup, und der Lufthansa las sich, wie man es von dem Interneterklärbär der Nation kennt: großspurig, selbstironisch, vielversprechend. Von einer „gemeinsamen, famosen Plattform“ war da die Rede, die „in gleißend-digitaler Schönheit von der geflügelten Zukunft des Buches“ handeln sollte. Nicht mehr und nicht weniger.

Und tatsächlich: Das, was Lobo da in Frankfurt in einem unscheinbaren Konferenzraum mit dem Namen „Conclusio“ präsentiert, darf sich durchaus „Weltneuheit“ nennen.

Sascha Lobo: „Eine Weltneuheit ist unsere Bord-Schnittstelle“

Gemeinsam mit der Lufthansa hat Lobos Sobooks eine E-Book-Plattform mit Bord-Schnittstelle entwickelt. Heißt konkret: Lufthansa-Kunden können sich mit jedem beliebigen Gerät in das Flugzeug-WLAN einloggen und E-Books direkt im Browser probelesen und sofort kaufen – ohne zusätzliche App. Technisch abgewickelt wird das über das Lufthansa-Portal FlyNet.

Sobooks, das Startup von Sascha Lobo, und die Lufthansa kooperieren für eine neue E-Book-Plattform. (Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-295476128/stock-photo-woman-sitting-at-airplane-and-looking-to-mobil-phone.html">Shutterstock</a>)
Sobooks, das Startup von Sascha Lobo, und die Lufthansa kooperieren für eine neue E-Book-Plattform. (Foto: Shutterstock)

„E-Books im Flugzeug gibt es ein paar Mal in den USA“, räumt Lobo gegenüber t3n ein, „aber eine echte Weltneuheit ist unsere Bord-Schnittstelle: Die Software weiß, in welchem Flugzeug man sitzt und bietet, neben allen anderen E-Books auf der Plattform, auch darauf zugeschnittene E-Books an.“ So seien Pakete wie „Drei Bücher, die Sie bis New York durchlesen können“, „Die fünf spannendsten Krimis für den Strandurlaub in Griechenland“ oder „Der beste Reiseführer für Barcelona am Tag – und der beste für die Nacht“ denkbar.

110 Millionen potenzielle Kunden pro Jahr

„Wir wollen die digitale Entsprechung der Flughafen-Buchhandlung werden.“

„Mit anderen Worten: Wir wollen die digitale Entsprechung der Flughafen-Buchhandlung werden“, sagt Lobo. „Und weil die meisten Leute heute eigentlich nur noch im Flugzeug die Ruhe haben, mal eine Stunde auszusuchen, welches Buch sie lesen wollen, halten wir den Ansatz für zukunftsweisend.“ Zukunftsweisend könnte auch die Kopplung der Plattform mit den Meilenkonten der Lufthansa-Kunden sein – denn mit ihren Bonusmeilen können sie die E-Books zukünftig auch bezahlen – neben der Bezahlvariante Electronic Cash. „Die meisten Leute wissen ohnehin nach dem dritten Fön und dem vierten Rollkoffer gar nicht mehr so genau, was sie mit den Meilen machen sollen, wenn's nicht für einen Freiflug reicht.“

So soll das FlyNet-Portal mit Sobooks-Integration aussehen. (Screensot: Sobooks)
So soll das FlyNet-Portal mit Sobooks-Integration aussehen. (Screenshot: Sobooks)

Starten soll das Angebot Anfang November mit dem Rollout des neuen FlyNet-Portals auf der Airbus-A330/A340-Flotte. Die komplette Flotte soll bis Anfang 2016 ausgestattet sein. Lobos Begeisterung kommt nicht von ungefähr. Unabhängig davon, dass er jedes neue Projekt verkauft, als rette es mindestens die digitale Welt, hat diese E-Book-Plattform bei jährlich 110 Millionen Passagieren der Lufthansa-Gruppe und Login-Quoten ins WLAN von bis zu 30 Prozent pro Flug durchaus Chancen, etwas Großes zu werden.

Die Reise zur Frankfurter Buchmesse erfolgte auf Einladung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

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4 Reaktionen
Steve
Steve

Das zeigt doch mal wieder ziemlich genau warum wir in Deutschland was die digitale Transformation angeht nicht mit Innovation gesegnet sind. Endlich in 2016 schafft es die Lufthansa Internet im Flugzeug zu haben um dann eine Lösung anzubieten die man nicht braucht weil ich, wenn ich ernsthaft lesen will ja sowieso einen Kindle dabei habe oder bei den 45 min. innerdeutsch mir die Zeit auch anders vertreiben kann.

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Öh. Nö.
Öh. Nö.

Eine Leseliste im Flugzeug? Mich hat's fast aus den Socken gehauen. Und nur deshalb nicht ganz disruptiv, weil die Lufthansa die Hand aufs Internet hat. Zumindest in der Luft.

Wie Papa Kappes seine alten Kumpels bei der Lufthansa mal wieder rumgekriegt hat, das ist hier die eigentliche Leistung.

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Gute Idee
Gute Idee

Gut. Die Idee hatte ich auch. Für Aldi, Lidl usw. um dort per medion-Volumen-Traffic-Prepaid-Karten (wenn es die gibt) oder auf Playstore usw. zuzugreifen oder einfach nur die Prospekte aufs Handy runterzuladen und Aktions-Produkte ein paar Tage lang zu reservieren. Kein vollständiges Internet sondern nur Whitelist von Appstores, BookStores, MusicStores, VideoStores usw.

Im Flugzeug langweilt man sich herum und seit Handies WiFi haben macht das viel Sinn und kann mit nützlichen und profitablen Internet-Diensten dem Kunden Nutzen erbracht werden. Aufmerksamkeits-Ökonomie lässt mal wieder grüßen. Auch für Bus-HalteStellen, Flughafen-Checkin-Warteschlangen, Starbucks-Warteschlangen usw. ein interessantes Konzept. Dort gibts bisher diese kleinen Tabletts (früher Röhren-Monitore oder TVs) mit Videos. Dank Digital ginge das wirksamer und hilfreicher. Z.b. in der Flughafen-Apotheke Infos und Produkte gegen Reise-Übelkeit o.ä. zu informieren. Touchscreen-Terminals machen sowas bisher. Aber das eigene Handy ist natürlich oft am besten.

Museen, Stadt-Center, Sehenswürdigkeiten usw. könnten sowas auch anbieten. Kostenlose Basis und Payment für Zusatz-Krams.

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Ribert
Ribert

Mir sind fast die Ohren geplatzt als ich die FlyNet-Seite von Lufthansa besucht hab. Unerwarteter Ton bei Webseiten gehört offline genommen.

Ich sollte auf Schmerzensgeld verklagen.

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