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Sascha Pallenberg: „Die Mikrokosmen in Berlin und London sind um Jahre hinterher“

Der deutsche Blogger Sascha Pallenberg jettet regelmäßig zwischen Asien, Europa und den USA hin und her. Bei t3n.de erklärt er, warum die Zukunft in und nicht in Software-Startups steckt und was das Silicon Valley den Mikrokosmen in Europa voraus hat.

Sascha Pallenberg: „Die Mikrokosmen in Berlin und London sind um Jahre hinterher“

Vorzüge des Silicon Valley: "Infrastruktur, VC-Dichte, Risikofreudigkeit"

In einer neuen Reihe befragen wir Menschen, die einen vertieften Einblick in die Silicon Valley Startup-Szene haben, nach ihrer Einschätzung zu aktuellen Trends und den Besonderheiten des kalifornischen Tech-Hotspots. Den Anfang macht Sascha Pallenberg, der von Taiwan aus für mobilegeeks.de (Deutsch) sowie mobilegeeks.com (Englisch) bloggt und bis vor Kurzem auch das Portal netbooknews.de befeuerte. Regelmäßig jettet er zwischen Asien, Europa und den USA hin und her und ist dabei häufig auch im Silicon Valley anzutreffen.

Sascha Pallenberg: Hardware, Maker, Robotic sind aktuell die größten Web-Trends.

1. Welche Web- und Startup Trends zeichnen sich aus deiner Sicht gerade ab?

Hardware, Maker, Robotic! Mit Software-Startups hingegen entdecken wir, bis auf einige Ausnahmen, nicht wirklich spannende Projekte und Ideen. Das Momentum wird zur Zeit in der Hardware-Szene aufgebaut von Leuten aus dem 3D Printing-Umfeld. Das Thema hängt auch an günstigen Hardware-Plattformen wie Raspberry Pi oder Cobyboard.

Mit günstigen 3D-Druckern ist Prototyping für junge Hardware-Startups in einem Ausmaß möglich, das vor zwei Jahren noch unvorstellbar war. Ein Blick auf Kickstarter zeigt, dass es aktuell die Hardware-Projekte sind, die Rekord-Crowdfundings abgreifen. Das wird in den nächsten Monaten und Jahren noch stark zunehmen. Ein erstes Indiz ist das Aufkommen von mehr und mehr Hardware-Inkubatoren.

2. Was ist aus Deiner Sicht der Grund dafür, dass so viele aus dem Valley zum Global Player werden?

Es klingt nach Floskeln, stimmt aber nach wie vor: Infrastruktur, VC-Dichte, Risikofreudigkeit und amerikanischer Pragmatismus. Im Vergleich zum Silicon Valley sind die Mikrokosmen in Berlin und London noch um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, hinterher. Ich glaube, in den nächsten Jahren werden Singapur und Seoul noch stark kommen, auch wenn die Koreaner gerade erst anfangen, die Startup-Kultur zu entdecken. In Singapur hingegen steckt seit jeher viel Risikokapital, das junge Gründer anzieht.

3. Welchen Tipp kannst du Gründern und Neuankömmlingen im Valley mit auf den Weg geben?

Vernetzt euch! Erst online, dann offline und dann wieder online. Nehmt die Konferenzen, Events und Partys mit, schnappt euch die Multiplikatoren von Techcrunch, Wired, Engadget und Co., sobald euer Projekt an die Öffentlichkeit kann, macht die Startup-Weekends, -Labs und Buses mit. Und wenn ihr wirklich die ultimative Idee habt und trotzdem keine Publicity bekommt, wendet euch an Robert Scoble. Er hört sich wirklich jede Idee an, unterstützt tolle Ideen und hat ein wahnsinniges Netzwerk. Und: never, never, never, never give up!

4. Welches sind deine Lieblings-Apps und -Websites?

Das ändert sich im Wochentakt, momentan sind es:

  • TripIt: Die weltweit beste Travelapp. Ich bin sechs Monate im Jahr unterwegs, ohne sie könnte ich nicht überleben.
  • RetroArch: Eine Multiemulatoren-App, die mich die alten Konsolen-Klassiker meiner Kindheit wieder spielen lässt
  • Bricktopia.de: Ein tolles, neues Projekt rund um Lego, Maker und Robotic. Ich bin da sehr hoffnungsvoll und sehe enormes Potential.

Foto: re:publica 2012 / flickr.com (CC BY 2.0)

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