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Startups

Eine Scanner-App! Wie die Doo-Macher zurück auf Erfolgskurs wollen

    Eine Scanner-App! Wie die Doo-Macher zurück auf Erfolgskurs wollen

Scanbot ist das neue Produkt der gescheiterten Doo-Macher. (Bild: Doo)

Mit seiner Dokumenten-App hat sich das Bonner Startup Doo ein Millionengrab geschaufelt. Jetzt soll eine intelligente Scanner-App als erstes von zwei Produkten doch noch den gewünschten Erfolg bringen. Was Scanbot ist, wie es funktioniert und wer es künftig nutzen soll.

Doo ist tot, es lebe Scanbot: Bonner Startup will endlich mehr als nur Preisgelder gewinnen

„Es reicht eben nicht, viele Preisgelder zu gewinnen“ – es waren ernüchternd klare Worte, mit denen der Doo-Gründer Frank Thelen im Februar die Achterbahnfahrt seiner stets schicken, aber nie wirklich erfolgreichen Dokumenten-App Doo resümierte. Zehn Millionen Euro Kapital hatte das deutsche Startup aus Bonn bei seiner Gründung vor drei Jahren eingesammelt, um die seit Ewigkeiten propagierte Vision vom papierlosen Büro endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Geworden ist daraus am Ende nichts, die App wurde im März eingestampft.

Der Dokumenten-App fehlten die Use-Cases, Nutzer gab es mit 300.000 in der Spitze wenige – zu wenige, um ernsthaft ans Geldverdienen zu denken. Und: Der Markt für Lösungen rund um das Digitalisieren von Dokumenten sei bei aller Mühe eben doch eine „totale Nische“, gestand Thelen damals im Gespräch mit t3n.

Doo ist tot, es lebe Scanbot: Mit einer intelligenten und vollautomatischen Scanner-App will das Startup Doo wieder angreifen. (Bild: Doo)
Doo ist tot, es lebe Scanbot: Mit einer intelligenten und vollautomatischen Scanner-App will das Startup Doo wieder angreifen. (Bild: Doo)
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Scanbot: Doo präsentiert kluge Scanner-App mit integriertem Editor

Jetzt soll sich nach dem Willen des Bonner Startups aber doch noch alles zum Guten wenden. Zwei neue Produkte hat man dafür auf Basis der zuvor geschaffenen Technologien gebaut. Den Anfang macht ab heute der „Scanbot“, eine intelligente App zum Scannen von Dokumenten auf dem Smartphone. Die gibt es im App Store natürlich wie Sand am Meer – um mit Genius Scan, CamScanner oder TinyScan nur einige der bekanntesten zu nennen.

Scanbot aber soll den differenzierten Markt noch mal überraschen, wie das Startup t3n erklärt: „Scanbot hat die Besonderheit, dass wir die Dokumente jetzt automatisch erkennen und ohne weiteres Zutun des Nutzers verarbeiten und archivieren können“, so CEO Frank Thelen. Dafür komme ein intelligenter Algorithmus zum Einsatz, der alle Arten von Dokumenten wie Rechnungen, Verträge, Kassenbons oder Visitenkarten sogar im geknickten Zustand und auf schwierigen Oberflächen zuverlässig erkennen soll. Damit versuchen die Doo-Macher jetzt genau die Barriere umzustürzen, an der viele Nutzer beim Versuch, ihr Büro papierlos zu verwalten, bisher gescheitert sind: Ist das Scannen von Dokumenten schon mühsam und fehlerbehaftet genug, geht die Arbeit beim Archivieren der Inhalte meistens erst richtig los.

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„Ein Produkt für Anwälte, Geeks oder eure Mütter!“

Scanbot soll es Nutzern jetzt so einfach wie nur möglich machen, persönliche Dokumente – darunter auch Zeitungsartikel und Flipchartskizzen – per Smartphone einzulesen und zu archivieren. Dafür brauchen sie das Gerät nur über ein Dokument halten, ausgelöst wird der Scanner automatisch, sobald die Licht- und Winkelverhältnisse ideal sind. Doo gibt an, dass die App mit 90 Prozent deutlich mehr der zählbaren Pixel eines Dokuments abbilden soll, als vergleichbare Anwendungen auf dem Markt. Eine Auflösung von bis zu 200dpi ist laut Thelen drin. Die Dokumente können anschließend vom Nutzer angepasst, kommentiert oder mit einer Signatur versehen werden.

Archiviert werden die Scans entweder manuell oder durch eine mit iOS 7 von Apple eingeführte Technik vollautomatisch im Hintergrund der App. Als unterstützte Cloudlösungen stehen Dropbox, Evernote, Google Drive, OneDrive, Box oder Yandex zur Verfügung. In den t3n-Testläufen der letzten Tage lieferte Scanbot zufriedenstellende Ergebnisse. Die App tut ihren Dienst – ist einfach, schnell und optisch auf der Höhe der Zeit. Mit diesen Argumenten will Doo jetzt auch die Masse für sein Produkt gewinnen, und so versteht CEO Frank Thelen seine neue App auch: „Scanbot ist wirklich ein Produkt für die Masse. Ob für Rechtsanwälte, Geeks oder eure Mütter.“

Was Scanbot kostet und das Startup sonst noch plant

Scanbot gibt es vorerst nur für das iPhone, mit einer App für Android und andere Plattformen ist zu rechnen. Als weitere Features stehen Kollaborationselemente sowie tiefergehende Editorfunktionen auf dem Zettel des Startups. Im Unterschied zur gescheiterten Dokumenten-App Doo hat das Bonner Startup aber zumindest seine Wachtumsstrategie überdacht: Statt kostenlos wird die Scanbot-App für 0,89 Euro im App Store angeboten.

Eigentlich Lousy Pennies, doch Thelen glaubt an die Masse. „Man glaubt es kaum, aber der Scanner-Markt ist unheimlich potent.“ So gebe es Wettbewerber, die innerhalb von nur einer Woche bis zu fünf Millionen Downloads für ihre App verzeichnet hätten. „Die Entwickler von CamScanner haben zum Beispiel öffentlich gemacht, täglich um rund 40.000 Nutzer zu wachsen“, sagt Thelen und klingt im Vergleich zum Februar wieder richtig euphorisch. Ob er damit diesmal mehr als nur Preisgelder gewinnt? Warten wir es ab.

Scanner App & Fax - Scanbot
Entwickler: doo GmbH
Preis: Kostenlos+

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6 Reaktionen
Scanbot
Scanbot

Herzlichen Dank für deinen Review, Daniel.

Das neueste Update (Version 1.2 für iPhone und Android) lässt euch jetzt den Ordner zum Hochladen in die Cloud selbst auswählen und Dokumentnamen von bereits gespeicherten Dokumenten ändern. Mehr Infos findet ihr auf unserem Blog: http://bit.ly/Scanbot1-2

Wir hoffen es gefällt euch! An den nächsten Features wird schon gearbeitet.

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Florian
Florian

In dem ganzen Video wird eigentlich das gezeigt, was jede Foto App kann. Fotografieren. Mir fehlt da etwas der »Aha-Effekt«. Schön wäre, wenn die App Typografie erkennen und digitalisieren könnte.

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Heiner

Ich löse das Thema mit Evernote. Kann ich wirklich empfehlen.

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Björn

@Andreas naja, das dürfte dann bei einem Anschaffungspreis von 89 Cent zu verschmerzen sein.

Ich finde gut, dass sie damit gleich Geld verdienen wollen. Mal schauen, ob sich Scanbot gegen die Wettbewerber behaupten kann. Macht auf alle Fälle einen soliden Eindruck.

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Andreas
Andreas

Hm. Sieht auf jeden Fall interessant aus. Und wenn sie wirklich so flüssig funktioniert wie im Video zu sehen. Gerne.
Aber nachdem von der Firma ja schon eine App eingestellt wurde, habe ich jetzt natürlich Angst, dass diese neue App über kurz oder lang auch eingestampft wird und man dadurch keine Updates mehr bekommt.

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