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Schadsoftware in beliebten Chrome-Erweiterungen: Fast 5 Millionen Nutzer betroffen

(Bild: Google)

In den letzten drei Monaten wurden insgesamt acht Chrome-Erweiterungen mit Schadsoftware infiziert. So sollten gezielt Login-Daten von Nutzern des Content-Delivery-Netzwerks Cloudflare ausspioniert werden.

Erneut Chrome-Erweiterungen von kriminellen Hackern gekapert

Immer wieder schaffen es Kriminelle, Chrome-Erweiterungen mit Schadsoftware zu infizieren. Jetzt wurde ein besonders heftiger Fall bekannt: Insgesamt acht Chrome-Erweiterungen wurden von kriminellen Hackern mit Schadsoftware infiziert. Insgesamt könnten, so der Sicherheitsdienstleister Wordfence, bis zu 4,8 Millionen Nutzer von der Attacke betroffen sein.

Nach derzeitigem Kenntnisstand haben die Hacker in der Zeit vom Juni bis zum August 2017 mit gezielten Phishing-Attacken die Login-Daten der Entwickler der Chrome-Erweiterungen gestohlen. Anschließend wurde Schadsoftware in die Browser-Extensions eingefügt. Konkret betroffen sind die folgenden Erweiterungen:

  • Web Developer – Version 0.4.9
  • Chrometana – Version 1.1.
  • Infinity New Tab – Version 3.12.3
  • Copyfish – Version 2.8.5
  • Web Paint – Version 1.2.1
  • Social Fixer – Version 20.1.1
  • TouchVPN – welche Version betroffen ist, bleibt unklar
  • Betternet VPN – welche Version betroffen ist, bleibt unklar

Die gekaperten Chrome-Erweiterungen haben Anzeigen von bekannten Werbenetzwerken durch eigene Werbung, zumeist aus dem Pornobereich, ersetzt. Das ist nicht unüblich und kam in der Vergangenheit schon häufiger vor. Bedenklicher ist der Umstand, dass die Erweiterungen auch gezielt dafür genutzt wurden, Login-Daten von Nutzern zu stehlen, die Kunden bei dem Content-Delivery-Netzwerk Cloudflare sind.

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Supply-Chain-Attacken werden häufiger

Der Angriff auf die Entwickler der Chrome-Erweiterungen reiht sich nahtlos in einen aktuellen Trend ein: Immer häufiger werden Software- oder Hardware-Entwickler gezielt angegriffen, um ihren jeweiligen Produkten Schadsoftware unterzujubeln. Das wird in Expertenkreisen als Supply-Chain-Attacke bezeichnet. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die ukrainische Steuer-Software Me-Doc, über die Angreifer die Ransomware Notpetya in Umlauf gebracht haben.

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