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Mikrodaten: Webseiten mit Googles Webmaster-Tools maschinenlesbar machen

    Mikrodaten: Webseiten mit Googles Webmaster-Tools maschinenlesbar machen

Dank zwei neuer Webmaster-Tools wird es für Seitenbetreiber kinderleicht, ihre Daten so zu strukturieren, dass Google sie für den Knowledge-Graph oder auch Google Now nutzbar machen kann. Wir zeigen, wie sie funktionieren.

Googles neues Webmaster-Tool: Data Highlighter

Googles Webmaster-Tools helfen bei der Erstellung von Mikrodaten
Die Webmaster-Tools helfen bei der Erstellung von Mikrodaten für den Google-Knowledge-Graph oder Now. (Screenshot: Google)

Dank Googles Knowledge-Graph bekommen wir mehr und mehr Informationen zu unseren Suchanfragen direkt angezeigt. Damit die Suchmaschine die Daten verstehen kann, müssen sie strukturiert sein. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Google selbst empfiehlt die Nutzung der HTML-5-Microdata-Spezifikationen des W3C. Wer jetzt nicht unbedingt die Lust, Zeit oder Fähigkeiten hat, die entsprechenden Tags in seine Seite einzubauen, dem bietet Google neuerdings eine äußerst elegante Lösung in Form zweier Webmaster-Tools.

Eines davon ist der Data Highlighter. Mit dessen Hilfe könnt ihr Google mitteilen, was für eine Bedeutung jedes Feld eurer Webseite hat – und zwar ohne HTML-Kentnisse. Bevor man beginnt, muss man auswählen, in welche Kategorie die Seite einzuordnen ist. Zur Auswahl stehen Artikel, Restaurants, lokale Geschäfte, Events, Filme, TV-Sendungen, Produkte und Softwareprogramme. Dann muss man eigentlich nur noch die entsprechenden Felder einer Seite markieren und dem entsprechenden Wert zuordnen.

Der Knowledge-Graph von Google zeigt den passenden Kartenausschnitt für Events

Möchte man Google also beispielsweise wissen lassen, welches Feld für den Autor eines Artikels steht, so wählt man die entsprechende Kategorie aus, bestimmt eine Beispielseite und markiert den Namen des Verfassers. Im dann erscheinenden Menü muss man nur noch auf Autor klicken – das war‘s schon! Genauso geht man mit dem Titel des Artikels, der Kategorie, dem Erstellungsdatum und dem eigentlichen Artikeltext um. Bei einem Event kann man auf dieselbe Art und Weise zum Beispiel den Ort der Veranstaltung und die Termine auswählen. Wenn jemand nach der entsprechenden Veranstaltung sucht, sollte der Knowledge-Graph gleich einen Kartenausschnitt mit der Adresse und die entsprechenden Daten des Events anzeigen.

Der eigentliche Clou jedoch liegt im Erstellen von Seitengruppen. Hat man erst mal alle Daten zu der Beispielseite eingetragen, sucht Google nach ähnlichen Seiten auf eurer Domain und versucht, die entsprechenden Felder selbst zu finden. Als Nutzer müsst ihr das jetzt überprüfen und etwaige Fehler korrigieren.

Mikrodaten erzeugen mit dem Structured Data Markup Helper

Google Webmaster Tool
Structured Data Markup Helper: So einfach kommt ihr an den entsprechenden Code. (Screenshot: Google)

Das zweite Tool namens Structured Data Markup Helper richtet sich an Webmaster, die entsprechende Microdata-Anmerkungen selbst in den HTML-Code einfügen möchten. Die Vorgehensweise ähnelt der des Data Highlighters. Nach Auswahl der Kategorie und Eingabe einer Beispiel-URL markiert man die entsprechenden Felder und wählt den passenden Wert aus. Anschließend generiert das Webmaster-Tool den HTML-Code zur Nutzung auf der eigenen Webseite. Hier hat man die Wahl zwischen Mikrodaten nach Spezifikation des W3C oder der Ausgabe des Codes in JSON-LD-Markup.

Profis werden ihre Webseiten vermutlich manuell um die entsprechenden Tags erweitern – alle anderen aber bekommen bemerkenswert einfache Werkzeuge in die Hand, um ihre Daten maschinenlesbar zu machen. Es bleibt anzumerken, dass nicht unbedingt jeder möchte, dass bestimmte Daten im Google-Knowledge-Graph auftauchen. Je nach Art der Daten könnte sich ein Besuch der eigentlichen Webseite damit erübrigen. Generell jedoch sind Mikrodaten ein spannendes Thema, denn maschinenlesbare Webseiten ließen sich für viele Dinge nutzen, nicht nur für den Knowledge-Graph oder Google Now.

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3 Reaktionen
Microformate wären sehr nett
Microformate wären sehr nett

Da Leute ungern ihre Daten weggeben oder auslesen lassen, haben sich die von mir präferierten Microformate seit 10 Jahren nicht relevant durchgesetzt.
"Am Handy ist jeder Handycapped". Soll heissen: Ich habe kein Bock, mühselig bei Eis und Schnee oder Regen oder in der Prallen Sonne Telefonnummern abzutippen o.ä. D.h. Webseiten müssen per one-click bedienbar sein (Angeblich wurde Copy-Paste beim iOS auch nur nachgerüstet). D.h. Telefon-Nummern, GPS-Adressen sollten prblemlos klickbar und erreichbar sein. Immer diese Leute die bei Reality-Doku-Soaps nach Adressen suchen und von Taxifahrern quer durch die Zillionen-Großstadt gelotst werden. Gute Firmen haben GPS-Positionen so das man Richtung und Entfernung am GPS-Handy immer weiss egal ob man eine lokale Simkarte drin hat oder offline ist um Roaming zu sparen.
Man könnte auch xml-Seiten machen und per Browser+CSS anzeigen lassen. Da aber niemand die Daten ausliest und was vernünftiges draus macht, hat man eher wenig davon.

Genau daher sind Hotels, Restaurants usw. wo man Preislisten, GPS-Position, Öffnungszeiten!, Kontakt-Daten, Adressen (Liefer-Adresse, Rechnungs-Adresse, Steuer-Adresse, Kunden-Adresse, Bewerber-Adresse(Personal-Abteilung), Lieferanten-Adresse, Postfach-Adresse, Katalog-Adressen(Einkäufer)...), Steuer-Nummern usw. automatisch auslesen kann, die Haupt-Interessenten dieser Techniken.
Dann würde es auch Sinn machen, zu wissen wo die Messe ist und Hotels in der Umgebung abzucheckern nach billigen Unterbringungsmöglichkeiten wofür GPS-Positionen ganz nett wären. Googles Reise-Buchungs-Dienst wäre dafür mal ganz nett. Auch welche Kreditkarten oder Zahlungs-Methoden (Giropay, Firstclick-Cash and Buy, Post-Pay, Google Checkout/Wallet, Amazon Checkout,...) akzeptiert werden sind Micro-Daten.

Microformate wären eine große Hilfe. Da viele Sites aber von pseudo-Exklusivität leben, ist das in manchen Kreisen wenig erwünscht. Man muss es also irgendwem schmackhaft machen. In diesem Fall halt anscheinend Gastronomie und Hotels. Hoffentlich setzen sich dann Microformate "überall" durch.

Danach halt semantic-web wie:
Haustier fett -> Kalorienreduziertes Futter -> Katalog-Einträge
Katze nierenkrank -> Nierenoptimiertes Futter -> Katalog-Einträge
Tiger:Weiss -> Liste von weissen Tigern (also Tierparks usw.) in der Umgebung und den Öffnungszeiten.
Golf 8:Lenkkupplungsdichtungsmanschette -> Liste von Autohändlern die sowas haben und was es kostet.

Der Trick ist auch, das man dann eher keine Sprachen mehr hat sondern virtuelle Begriffe und die Webseiten und viele Berichte wie z.B. "Neues Ipad 800 Gramm, 5678 Punkte im abc-Grafik-Bench-Test,..." in einer abstrakten Sprache formulieren kann die dank Google in allen Sprachen vernünftige Sätze dargestellt wird. Schach-Partien oder Fußball-Ergebnisse und Torschützen sind so etwas ja heute schon. SQL basiert vielleicht auf Überweisungen auf AS400-IBM-Host-Computern in Bankenkellern und doppelter Buchführung wo alles einheitlich ist. Die nächste Stufe wären weitere Kreise (Preislisten, Öffnungszeiten,...) einzubeziehen und danach immer mehr Sachverhalte einzubeziehen. Ikea-Möbel brauchen keine großen literarischen Texte sondern Info-Grafiken wie man sie aufbaut. Bilanz-Zahlen, Wahlergebnisse, Kataloge, Preislisten,... usw. ebenso. Es rentiert halt bisher nicht. Hoffentlich setzt google da was durch aber wie ich das kenne (Dodgeball, Dmoz, Wave, Base,...) wird das vielleicht wieder mal leider nichts.

Besucher über Suchmaschinen sind oft nur auf der Suche nach etwas und verwässern durchaus die Klickrate auf die Werbung. Auf die kann man auch verzichten sondern muss schauen das die richtigen Leute angelockt werden und den Ticker abonnieren oder Twitter-Feed oder Facebook-Seite oder Homepage öfter mal besuchen oder abonnieren.

Google muss halt schauen wo Fragen wie
"Wo gibts Spargel-Essen in der Region"
oder
"Wo kann man mit x Familienmitgliedern günstig essen gehen / einen Sonntag verbringen"
sinnvoll beantwortet werden. Viele Google-Dienste funktionieren am besten in Nähe von Google-Offices und New York aber sonstwo auf dem Lande leider nicht so toll obwohl man Buslinien, Bahnfahrpläne, Stau-Strecken, temporäre Baustellen an Straßen (vs. dauerhafte Kreisverkehre wo es ja auch langsamer wird und die Kompassrichtung dem Halbkreis nach dreht) usw. am Android-Handy ja locker automatisiert erfassen (also "lernen") könnte ohne die Originaldaten zu benötigen die in Diktaturen und rückständigen Ländern ja auch nicht herausgerückt werden.

Antworten
Andreas Lenz

viel wichtiger als das reine auszeichnen von microdaten finde ich, dass man so wie oben beschrieben den google knowlege graph so gezielt mit eigenen daten befeuern kann.

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Thomas Quensen

Das größte Problem am Data Highlighter: Die Auszeichnungen sind nur von Google lesbar.
Eine manuelle Auszeichnung mit Microdaten ist da sehr viel sinnvoller.

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