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„Was für eine Scheißidee!“ Wie ihr am besten mit schlechten Vorschlägen umgeht

    „Was für eine Scheißidee!“ Wie ihr am besten mit schlechten Vorschlägen umgeht

(Foto: Shutterstock)

Nicht jede Idee ist gut. Manche sind sogar wirklich schlecht. Allerdings bedarf es Fingerspitzengefühl, um mit schlechten Vorschlägen umzugehen. Wir verraten euch, wie ihr schlechte Ideen zurückweist, ohne das Klima in eurem Team nachhaltig zu vergiften.

Warum ihr schlechte Ideen nicht einfach zurückweisen solltet

Stellt euch vor, ihr befindet euch in einem Meeting und einer eurer Kollegen macht einen Vorschlag, der entweder nicht funktionieren kann oder dessen Durchführung mehr Probleme verursachen als lösen wird. Natürlich könntet ihr die Idee sofort zurückweisen. Denn warum solltet ihr mehr Zeit und Energie als unbedingt nötig auf einen Vorschlag ver(sch)wenden, die euch nicht weiterbringen wird? Damit macht ihr es euch aber zu einfach – und schadet potenziell dem Arbeitsklima in eurem Team.

Im Grunde wollt ihr doch, dass eure Kollegen ihre Ideen einbringen. Nur weil eine davon mal nicht unbedingt praktikabel ist, sollte der Ideengeber trotzdem motiviert bleiben, auch in Zukunft seine Meinung einzubringen. Immerhin ist die Person ein Teil des Teams, und dafür gibt es in der Regel ja auch einen Grund. Trotzdem hat natürlich niemand was davon, wenn ihr euch aus purer Nettigkeit auf eine schlechte Idee versteift. Um euch solche Situationen einfacher zu machen, zeigen wir euch im Folgenden, wie ihr mit schlechten Ideen umgeht, ohne dafür zu sorgen, dass potenziell gute Ideen in Zukunft aus Angst vor Zurückweisung nicht mehr vorgestellt werden.

Nicht jede Idee ist gut. Entscheidend ist, wie ihr damit umgeht. (Foto: Shutterstock)
Nicht jede Idee ist gut. Entscheidend ist, wie ihr damit umgeht. (Foto: Shutterstock)

So geht ihr konstruktiv mit schlechten Ideen um

Stellt Fragen statt zu urteilen

Statt einen Vorschlag direkt als schlecht abzutun, solltet ihr genau nachfragen, wie die Idee eigentlich aussieht. Bei der Formulierung solltet ihr darauf achten, dass eure Fragen nicht wertend sind. Vielmehr solltet ihr, obwohl ihr die Idee nicht gut findet, rausfinden, warum euer Gegenüber sie für gut hält. Sollte die Person sie selbst nicht ganz durchdacht haben, fällt ihr dabei vielleicht selbst auf, warum der Vorschlag nicht zielführend ist.

Konzentriert euch darauf, was getan werden müsste, damit die Idee doch funktioniert

Wenn der Ideengeber eure Fragen beantwortet hat, solltet ihr nicht dem Impuls nachgeben und all die Dinge aufzählen, die eurer Meinung nach an dem Vorschlag verkehrt sind. Stattdessen empfiehlt es sich auf die Schritte einzugehen, die ihr unternehmen müsstet, damit die Idee funktioniert.

Das hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen macht eine lange Liste an notwendigen Schritten oft klar, dass es vielleicht doch eine einfachere Lösung für das aktuelle Problem geben könnte. Somit gebt ihr dem Mitarbeiter, von dem die Idee stammt, eine weitere Möglichkeit, die Problematik seines Lösungsansatzes einzusehen. Außerdem könnte die Diskussion in einigen Fällen aber auch dazu führen, dass euch oder euren Kollegen kreative Lösungen einfallen, an die ihr zuvor nicht gedacht habt, und in deren Licht die Idee weit weniger unsinnig erscheint als zuvor.

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Erwähnt die guten Bestandteile einer Idee

Auch wenn die vorgebrachte Idee sich letztlich nicht umsetzen lässt, könnte sie durchaus sinnvolle Elemente beinhalten. Wenn ihr den Vorschlag zurückweist, tut ihr gut daran, vor allem diese Bestandteile zu erwähnen. Dadurch bekommt der Urheber der Idee das Gefühl, dass sein Beitrag nicht völlig wertlos war. Außerdem lenkt ihr seine Aufmerksamkeit idealerweise auch wieder auf das ursprüngliche Problem, und ihm kommt vielleicht eine neue, bessere Idee.

Helft der betroffenen Person dabei ihr Gesicht zu wahren

Wenn die Idee wirklich niemandem etwas bringt, solltet ihr überlegen, ob ihr sie genau in diesem Moment zurückweisen müsst. Wenn ihr in eurem Meeting sowieso nur Ideen sammelt, und eine Entscheidung über deren Umsetzung nicht zur Tagesordnung gehört, könnt ihr dem betreffenden Kollegen auch später noch unter vier Augen klarmachen, warum ihr mit dem Vorschlag nicht konform geht.

Letztlich will niemand in aller Öffentlichkeit hören, dass die eigene Idee schlecht ist. Passiert so etwas häufiger, neigen viele Menschen dazu, ihre Ideen – auch die guten – in Zukunft lieber für sich zu behalten. Damit ist letztlich niemandem gedient.

Fazit: Konstruktive Kritik sorgt für ein produktiveres Arbeitsklima

Natürlich könntet ihr jede Idee sofort zurückweisen, deren Erfolgsaussichten bestenfalls dubios sind, dadurch hemmt ihr aber das Potenzial eurer Truppe. Denn ein Klima zu schaffen, in dem alle Team-Mitglieder ihre Ideen zu einem bestimmten Thema einbringen, ist entscheidend für die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens.

Daher solltet ihr die oben beschriebenen Schritte nicht als Zeitverschwendung auffassen, sondern als Investition, die sich in Zukunft durch die Äußerung von guten Ideen auszahlen wird.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist der Artikel „Hilfe für Führungskräfte: Mit diesen Tipps wirst du ein guter Chef“ aus dem t3n Magazin Nr. 39.

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1 Reaktionen
Rolf S.

Schlechte Ideen sollte man kritisch hinterfragen und demjenigen dadurch aufzeigen warum die Idee ggf. suboptimal ist. Wenn er es selbst einsieht kann eigentlich keiner böse sein, natürlich muss man drauf achten das danach auch noch weitere Ideen kommen ;-) da ist wirklich Fingerspitzengefühl angesagt.

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