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Digitale Gesellschaft

„Schreiben, wie es ist!“ – Das journalistische Selbstverständnis darf in der digitalen Welt nicht auf der Strecke bleiben

    „Schreiben, wie es ist!“ – Das journalistische Selbstverständnis darf in der digitalen Welt nicht auf der Strecke bleiben

Gute Geschichten funktionieren (Bild: Fotolia / Rawpixel.com)

Von Journalisten wird heute viel gefordert. Nicht nur sollen sie ihre Arbeit anständig machen – sie müssen auch sämtliche Regeln des Online-Publishings befolgen. Doch dabei droht der eigentliche Kern journalistischer Arbeit in Vergessenheit zu geraten. Die Luca-Analytics-Kolumne von Luca Caracciolo.

Wer in Zukunft „nur“ abgibt, hat verloren – echt?

Einen Artikel schreiben und „einfach“ nur abgeben, ist heute nicht mehr zeitgemäß – heißt es. Vielmehr müsse der Journalist von heute etliche Regeln befolgen, um für sein Stück die größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Und das geht ungefähr so:

Der ideale Artikel ist nicht zu lang, hat eine perfekte Headline, die sowohl zum Teilen anregt als auch SEO-tauglich ist. Weiterhin ist ein Quiz eingebaut, das der Journalist selbst programmiert hat. Am besten macht er einen Snap auf Snapchat während er die Geschichte schreibt und lässt mit einem zweiten Smartphone einen Periscope-Stream laufen. Nach der Veröffentlichung trommelt der Autor auf Facebook, Twitter und Co, um anschließend eine Stunde mit den Lesern zu diskutieren. Schließlich schreibt er nach dieser Diskussionsphase den Artikel nochmals um und verteilt ihn erneut auf den sozialen Kanälen, Republish auf der Homepage inklusive.

Ok, ich habe ein wenig übertrieben – aber bereits Theodor W. Adorno hat ja schon gesagt: „Nur die Übertreibung ist wahr.“

Es wird in diesen Tagen viel darüber geschrieben, wie wir Journalisten uns verändern müssen, um auch in Zukunft mit unserer Tätigkeit Geld zu verdienen. Ja, es ist wichtig als Journalist nicht nur mit Scheuklappen in sein Textdokument zu starren. Heute mehr denn je, denn die Digitalisierung hat unsere Branche bekanntlich extrem verändert.

Der Kern journalistischer Arbeit bleibt immer gleich

Aber bei all diesen Veränderungen, bei all diesen Dingen, die wir als zeitgemäße Journalisten wissen, können und tun müssen, darf der fundamentale Kern der journalistischen Arbeit nicht auf der Strecke bleiben: die unabhängige Berichterstattung – was gerade heute, in unserer hochvernetzten Welt, eine echte Herausforderung ist.

Eine schöne Definition hat kürzlich Zeit-Online-Chef Jochen Wegner geliefert: „Journalismus ist, wenn jemand sich ehrlich bemüht, eine Geschichte wahrheitsgemäß zu erzählen. Egal in welchem Medium.“ In diesem Zusammenhang hat Wegner auf die Unsinnigkeit des Begriffs „Qualitätsjournalismus“ hingewiesen: „Qualitätsjournalismus ist Journalismus – die Unterscheidung ergibt für mich keinen Sinn.“

Wegner hat Recht. Eine einfache Analogie mit Flugzeugen: Sie sind per Definition Vehikel, die in der Luft fliegen. In dieser Ur-Definition des Flugzeugs eine qualitative Unterscheidung vorzunehmen, ist Quatsch – denn selbst wenn man davon spricht, dass es Qualitätsflugzeuge gibt und solche minderer Qualität, so müssen sie doch wenigstens alle fliegen können, sonst sind es eben keine Flugzeuge.

Welchen Begriff man auch nutzen will: Journalismus, Online-Journalismus, Qualitätsjournalismus. Der Kern journalistischer Arbeit sollte immer gleich bleiben – völlig unabhängig vom Medium.

„Everything else is PR“

Ein berühmtes Zitat lautet: „Journalism is printing what someone else does not want printed: everything else is public relations.“ Jetzt kann man diese Aussage in seiner Radikalität abtun und dieses Ideal vielleicht als naiv abstempeln. Und diese Radikalität mag uns im journalistischen Alltag nicht immer nützlich sein, sie erinnert uns aber stets daran, was in unserer heutigen Zeit wichtiger denn je ist: zu verstehen und zu schreiben, wie es ist – hinter die Kulissen blicken, aufdecken, nachfragen, nach der Wahrheit suchen. Denn um diese geht es schließlich in unserem Job.

Neue Regeln, altes Spiel

Digitale Technologien zwingen uns dazu, neue Geschäftsmodelle für journalistische Inhalte zu erproben. Sie sorgen dafür, dass wir uns ständig mit neuen Online-Plattformen beschäftigen müssen. Und sie verändern unser Metier selbst, weil plötzlich alles messbar ist und wir bisweilen mehr Zeit in die Verfassung einer Überschrift investieren, als in die Arbeit für den Artikel selbst – weil eine griffige Headline mehr Traffic verspricht.

Wenn solche Maßnahmen zur Reichweitensteigerung allerdings nur dazu führen, dass sich der Journalismus selbst reduziert und sich anschmiegt, bequem und gefällig wird, dann ist das fatal. Denn der Journalismus ist ja nicht an sich eine ehrenwerte Sache, er hat eine gewichtige gesellschaftliche Funktion in demokratisch verfassten Gesellschaften. Gerade hier und jetzt, angesichts der aktuellen Problemlagen unserer Welt, mehr denn je.

Wie weit das System „Online“ den Journalismus pervertieren kann, lässt sich aktuell übrigens an Focus Online ablesen. Besonders schlimm, wenn die gesellschaftliche Verantwortung des Journalismus gerade in der Flüchtlingsdebatte dermaßen mit Füßen getreten wird.

Gute Geschichten funktionieren unabhängig vom Medium

Gute Geschichten, die nach der Wahrheit trachten, können zu jeder Zeit und in jedem Medium erfolgreich sein. Sie sind stärker als jede zusätzlich ergriffene Maßnahme, um ihre Reichweite zu steigern. Vielleicht sollten wir einfach wieder mehr in ihre Strahlkraft vertrauen, als ständig nur zu überlegen, mit welcher technologischen Finesse wir sie erzählen oder welche Maßnahme zur Reichweitensteigerung wir ergreifen, damit sie auch in der hinterletzten Ecke der Welt noch gelesen wird. Denn wenn die Geschichten journalistisch gut sind, werden sie gelesen – überall und unabhängig vom Material ihres Mediums.

Weitere Kolumnen-Artikel aus „Luca Analytics“ findet ihr hier. Folgt Luca auf Twitter unter @papierjunge oder auf Facebook .

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6 Reaktionen
Stephan Goldmann

Und ich glaube, dass es keine ominöse Strahlkraft gibt, die eine gute Geschichte von selbst zu den Menschen bringt. Eine gute Geschichte verdient eine gute Verbreitung.

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Stephan Goldmann

Wo in meinem Artikel drinsteht, dass man die journalistischen Grundregeln verletzen soll, ist mir schleierhaft. Das ist doch kein "entweder ... oder". Es geht darum, dass eine gute Geschichte nicht nur erzählt werden sollte, sondern auch verbreitet gehört und von dem Feedback etwas gerlent werden sollte. Kein Fire & Forget.

Das ist etwas, was Print nur wenig verstanden hat, aus dargestellten Gründen.

Eine Zwischenüberschrift lautet "Neue Regeln, altes Spiel" - ganz genau. Ich habe lediglich die geänderten Regeln und Möglichkeiten beschrieben.

"Vielleicht sollten wir einfach wieder mehr in ihre Strahlkraft vertrauen ..." Gerne - allerdings wird eben in dynamischen Redaktionen mehr verlangt. Denn jede (!) Publikation setzt auf Reichweite in ihrer Zielgruppe. t3n nicht?

Antworten
Luca Caracciolo

Danke für deinen Kommentar. Natürlich funktioniert beides: Gute Geschichten erzählen, also das „alte“ Spiel, und gleichzeitig die „neuen“ Regeln befolgen – sprich: das eine schließt das andere nicht aus.

Mir geht es eher darum, darauf hinzuweisen, dass wir bei all den neuen Regeln nicht das eigentliche Spiel bzw. Metier vergessen dürfen. Und das ist immer erstmal, unsere journalistischen Hausaufgaben zu machen. Genau dies ist für mich persönlich noch immer das Wichtigste. Erst dann sollte „der Rest“ kommen.

Bei all den neuen Dingen, die ein Journalist von heute beherrschen soll, gerät das schonmal in Vergessenheit.

Antworten
Stephan Goldmann

"Bei all den neuen Dingen, die ein Journalist von heute beherrschen soll, gerät das schonmal in Vergessenheit."

Da ist eben meine Erfahrung anders. Die meisten konzentrieren sich darauf eine geniale Geschichte anzurecherchieren, denken dann aber zu wenig darüber nach, wie sie diese mit neuen Mitteln aufbereiten. Freilich kann man sie meist in Worte gießen. Aber nur die Idee, dass man den Text auch vorlesen kann (den "Schnickschnack" habt Ihr oben ja auch - und er ist genial!) oder dass man Bilder, Video und Text verzahnen kann, daran denken nur wenige. Die Ausbildung ist in den Kaderschmieden noch immer stark auf alte Medien zentriert (ich weiß, wovon ich spreche): Print, Rundfunk, TV. Ebenso stehen viele kleine Redaktionen vor dem Umbruch und versuchen online das zu tun, was sie Print gelernt haben.

Was Focus und Burda da insgesamt an Clickbaiting veranstaltet, finde ich ganz furchtbar. Dummerweise sind sie nach BILD auf Social Media die Stärksten. Ist es da nicht auch die heilige Aufgabe der GUTEN Journalisten sich Gehör mit differenzierten Geschichten und starker Verkaufe zu verschaffen?

Darf ich noch einen letzten Anstoß geben? Das Zitat „Journalism is printing what someone else does not want printed: everything else is public relations.“ finde ich deshalb etwas veraltet, weil es den gesamten und fruchtbaren Bereich des Service-Journalismus ausklammert - Tests, Praxis, Reisereportage, Anleitungen, etc. Damit übrigens auch weitestgehend Texte von t3n ;)

Luca Caracciolo

Wobei selbst „Service-Journalismus“ auch Journalismus sein muss. Und darum geht es ja schließlich: selbst Tests, Praxisberichte, Reisereportagen müssen sich der Wahrheitssuche verpflichtet fühlen. ;-)

Und der ganze „Schnickschnack“ mag in unserer digitalisierten Publishing-Welt dazu gehören – ist ja auch alles legitim. Er darf aber nicht den Kern unserer journalistischen Arbeit im Weg stehen. Manchmal habe ich aber genau dieses Gefühl. Und nochmal: Ich glaube, dass jede hervorragende Geschichte stärker als jede oder vielleicht sogar als sämtliche Maßnahmen zu ihrer Reichweitensteigerung ist. Denn Zahlen sind selbst in unserer datengetriebenen Welt nicht alles. Es geht auch um Dinge wie Glaubwürdigkeit und Ruf.

Online-Journalismus
Online-Journalismus

Geschichten umschreiben muss man doch nur wenn der Leser-Feedback berechtigt ist. Wenn man neu kochen muss ist ja auch schlimmer als wenn man nur nachwürzt oder eine Beilage oder Sauce ergänzt.
Tippfehler könnten durch Korrekturlesen von Kollegen erledigt werden.
Man hat keine Abgabetermine also könnten zufällige freiwillige Testleser z.b. 60 Minuten lang Feedback abgeben.

Die Geschichten erreichen die Leser nicht, wenn sie in Zeitschriften stecken die nach ein paar Wochen vergessen sind. ct' hat ein Jahresheft der Testberichte gegründet, von Warentest gibts das Jahrbuch mit wohl allen Tests schon ewig. Da geht man vor dem Kauf halt in die Stadtbibliothek und schaut rein.

Was immer noch fehlt sind die Referenzen.
Alter Journalismus ist für PLATZBEGRENZTES Print in Zeitungen. Am Feedback merkt man aber das man ONLINE alle Zahlen prozentual, relativ und absolut in allen relevanten Währungen abdrucken sollte und nicht nur die 2-3 Sätze der Agenturmeldung welche klassischerweise halt weiterhin eher für platzbegrenzte Tageszeitungen ist.
Altes Print ist wie Burger-Boxen mit festen Abmessungen. Online kann man aber mehrgänge-Menüs mit freien Tellergrößen machen.
Dazu zählt natürlich auch das man USB3.1 o.ä. in kleinen Boxen optional erklärt und vieles davon wiederverwenden kann wie einen Salz- und Pfeffer-Streuer der auch beim nächsten Menü auf dem Tisch steht.
Vollwertige Artikel mit allen Aspekten fehlen überwiegend immer noch.
Bericht und Kommentar, Fakten und Vermutungen. Bei Platzbegrenzt macht man das nur für die Politik-Berichte in der politischen Farbe der Herausgeber-Familie und der Leser kauft die Zeitung ja deswegen weil er Links bzw. Rechts informiert werden will.
Online hingegen sollte man mehr Aspekte einbauen und hat mehr Platz das Thema umfassender zu beleuchten. Ansatzweise gibts das gar nicht so selten wenn z.b. bei Technik-Meldungen auf Alternativen und ihre jeweiligen Preise hingewiesen wird.

Konstruktive Berichte fallen leider nicht unter das Zitat oder die Sache mit den Gravitationswellen. Ein Bericht über ein E-Auto oder Handy ist also zum Teil PR der Herstellerfirma, kann problemlos aber die Vor/Nachteile gegenüber Konkurrenz-Modellen beschreiben.
Vollständige Information ist vermutlich ein Hauptziel des Journalismus.

Was auch fehlt sind öffentliche journalistische Anfragen. Wäre ich Journalist würde ich jeden Discounter und jede Lebensmittelfirma öffentlich fragen welche Produkte Analog-Käse oder Pressfleisch enthalten und die Sache wäre schnell erledigt. Keiner fragt die Politiker wie die hunderttausenden Auto.Jobs gerettet werden, wenn keiner mehr Benzin-Autos haben will und bei 8 Jahren durchschnittlichem PKW-Alter folglich jedes Jahr 12% der Benzin-PKW durch E-Autos ersetzt werden sobald der 35k-Tesla3 wie damals die iPads den Markt dominieren wird. Die E-Fahrräder haben sich in 2 Jahren durchgesetzt! Und das wohl OHNE Subventionen. Autohändler ? Reparatur-Firmen ? Gebraucht-PKW ohne Käufer ? Die Folgen sind gigantisch und den Lesern fallen sicher weitere Aspekte ein.
Keiner fragt öffentlich alle Dax-Firmen ob sie (wie aktuell z.b. Alibaba mit Groupon-Anteilen) genug Ersparnisse für die Rezession haben und die Konkurrenz aus der Portokasse kaufen können.
Warren Buffet kontrolliert wohl durch Fragen und hat ca. 1 Mrd pro Monat an Gewinnen zu re-investieren. Auch gestern hier wurde aufgedeckt das es profit-machende Firmen gibt welche eben keinen Cash burnen.

Wegen dem Zitat:
wikiquote: Talk:George_Orwell
So wie auch die Sache mit dem Eisengehalt von Spinat oder "Lasst sie doch Kuchen essen" ist trotz Internet die wahre Quelle bisher nicht belegt worden.
Kann ja nicht so schwer sein. Es gibt genug Diplomanden welche die jeweiligen Texte gelesen haben und sich erinnern und (wie beim Induktions-Prinzip der neulich dem Happy Birthday-Song) eine frühere Quelle vorlegen können.

Yellow-Press ist auch Journalismus laut Definition.
http://www.golem.de/news/adblock-plus-axel-springer-sieht-journalismus-nur-als-vehikel-fuer-werbung-1509-116587.html
Das erinnert an Push- und Pull-Prinzip oder Tacos vs. Sauce oder halt Firmenziele wo Excel-Solver dann ausrechnet welche Zahlen im Roi-Schema wie aussehen müssen damit man die Ziel-Vorgaben erreicht oder jeder Fußball-Fan weiss wer wann wie gegen wen siegen oder verlieren oder unentschieden spielen muss damit der eigene Club doch Champions-League spielen kann oder Meiste wird oder halt nicht absteigt.
Der eine will informieren. Die meisten Zeitschriften entstehen beim Herausgeber im Wohnzimmer. Denen hilft Amazon usw. aber leider nicht weil die Abonnenten oft nur die Papier und (teuer) Porto zahlen und Internet den ganzen Kostenfaktor austrocknen würde.
Dann gibts die IVW-Spitze des Eisberges wo Werbung einen Träger sucht um zum Kunden zu schwimmen während andere möglichst alle die es interessiert oder betrifft korrekt informieren wollen und dazu möglichst günstige Wege suchen um nicht drauf zu zahlen.
Es gibt genug Leute (inclusive mir) die für Zeitschriften-Abos bezahlen. Wir wollen korrekt informiert werden und wenn man die Wiederkehr des neuen Marktes sieht, aber das die bezahlte Presse sich schlechter erinnert als die unbezahlten Foren-Kommentare oder man selber, bröckelt die Akzeptanz. So wie bei Apple mit Yosemite oder dem nicht funktionierenden Bonjour usw.
http://t3n.de/news/mir-apple-tv-tag-klein-bisschen-632009/

Und die Themen finden ihren Weg eben NICHT zum Volk. Preisgerechtigkeit interessierte mich schon vor Jahren. Jetzt erst durch Presseberichte reagieren die Politiker welche unter rot-grün die Online-Preise gerecht hätten organisieren können.
http://de.wikipedia.org/wiki/Initiative_Nachrichtenaufklärung
Schau gelegentlich rein. Vielleicht erkennst Du Themen wieder.

Bei Formel-1 braucht es nicht mal Presse. Die Regeln sind so, das die Autos fast jedes Rennen schneller werden und jeder sich (im Gegensatz zu manchen Golfplatz-Boni-Managern oder manchen Cashburnern) anstrengt. Bei Fußball kritisiert die Presse fast ständig erfolglose Trainer. Da es zu viele Journalismus-Studenten gibt, kann man Kritiker entlassen lassen und die dürfen dann als Freischreiber ihren Lebensunterhalt bestreiten. Das Volk verbessern geht nur aus einer Position der Stärke. Piraten könnten das Volk technisch beraten und würden dann zum Dank gewählt. Man braucht also nicht mal gewählt zu sein oder Schulden zu machen. Der Journalismus hat sich seit Print kaum verändert und die Möglichkeiten von online kaum genutzt. Die Rechtsrisiken machen technische Lösungen bzw. Infrastrukturen durch kleine Bürger uninteressant.
Die Deutungs-Hoheit vom bald vermutlich beliebtesten News-Kuratierer führt immer noch dazu, das bestimmte Herausgeber bestimmen was der Leser wissen soll weil alle paar Artikel kuratierte News reingeschoben werden.
Wenn man das will... Dem Journalismus mit-verdanken wir alle Krisen und die mangelnde Vorbereitung darauf während jeder Fußball-Verein weiss wie hart der nächste Gegner wird. Wir alle bezahlen das täglich und immer mehr. Seit den 70ern gehts vermutlich nicht mehr aufwärts. Die Sättigungs-Gesellschaft hat uralte Lösungen die nicht mehr funktionieren und die Kritik der Presse führt nicht dazu das es uns sukzessive besser geht. Obwohl es recht einfach ginge und es auch Erfolgsbeispiele gibt.

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