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Startups

Schweizer High-Tech-Uhren-Startup HYT sammelt 23 Millionen Dollar von Nestlé-Manager ein

    Schweizer High-Tech-Uhren-Startup HYT sammelt 23 Millionen Dollar von Nestlé-Manager ein

(Screenshot: YouTube)

Wenn eine Armbanduhr 40.000 Euro kostet, muss sie schon was Besonderes sein. Das hat offenbar auch Nestlé-Manager Peter Brabeck-Letmathe erkannt und 23 Millionen US-Dollar in das Schweizer Uhren-Startup HYT investiert. Außerdem in den wichtigsten Startup-News des Tages: ScribbleLive übernimmt Scompler, Berliner Startup BuddyGuard sammelt eine Million ein und Number26 und TransferWise kooperieren.

Content-Marketing: ScribbleLive übernimmt Scompler

Scompler wird zu 100 Prozent von ScribbleLive übernommen. (Screenshot: scompler.com)
Scompler wird zu 100 Prozent von ScribbleLive übernommen. (Screenshot: scompler.com)

„Mir war es wichtig in ein Team zu gehen, das die gleiche Vision hat wie wir – und das haben sie.“

Die kanadische Content-Marketing-Plattform ScribbleLive übernimmt das Startup Scompler, die eine Software strategisches Content-Marketing anbietet, die Unternehmen helfen soll, den gesamten Prozess „von der Strategie-Erstellung über das Themen-Management und die Redaktionsplanung bis hin zum Publishing und der Analyse zu managen“. Scompler wurde von der Agentur Talkabout entwickelt.

Talkbout-Gründer Mirko Lange hält ScribbleLive im Gespräch mit t3n für den perfekten Käufer, zudem habe es wenig Verhandlungsgrund gegeben: „Wir haben einige Strategie-Workshops zusammen gemacht. Da ging es viel mehr darum, dass ScribbleLive meine Methodik kennenlernt. Denn es ist ja nicht nur die Software, die sie mit übernehmen, sondern die ganze Systematik dahinter. Frei nach dem Motto ‚A Fool with a Tool is still a Fool‘. Mir war es wichtig in ein Team zu gehen, das die gleiche Vision hat wie wir – und das haben sie. Und es ist sehr schön, dass es Kanadier sind – sehr angenehm.“ Dazu öffne ihm ScribbleLive den nordamerikanischen Markt. ScribbleLive übernimmt nach Scompler-Angaben 100 Prozent der Anteile des Startups, Lange erhält im Gegenzug eine Beteiligung an dem aus Toronto stammenden Unternehmen. Zudem steigt Lange als „Vice President Content Strategy“ in das Management von ScribbleLive auf.

Hardware: Berliner Startup BuddyGuard sammelt 1 Million ein

Unauffällig, aber effektiv soll FLARE sein. (Foto: BuddyGuard)
Unauffällig, aber effektiv soll FLARE sein. (Foto: BuddyGuard)

Das Berliner Hardware-Startup BuddyGuard hat in einer Seed-Finanzierung eine Million US-Dollar eingesammelt. Das berichtet das Portal Tech.eu unter Berufung auf das Unternehmen selbst. Die Investitionsrunde folgt einer mit 200.000 US-Dollar erfolgreichen Kickstarter-Kampagne und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem marktreifen Produkt.

Das Produkt mit dem Namen „FLARE“, das noch in diesem Sommer für 279 Euro auf den Markt kommen soll, ist ein Smart-Home-Gadget, das unter anderem über Stimm- und Gesichtserkennung verfügt und das Zuhause des Nutzers absichern soll. Zu den Investoren gehört ein Zusammenschluss von Business-Angels und das deutsche Elektronik-Unternehmen Bachmann aus Stuttgart.

Number26 und TransferWise kooperieren: Native Integration in die Banking-App

Die Fintech-Startups Number26 und TransferWise machen gemeinsame Sache. (Screenshot: number26.eu)
Die Fintech-Startups Number26 und TransferWise machen gemeinsame Sache. (Screenshot: number26.eu)

„Wir möchten Auslands-Überweisungen so einfach und transparent wie möglich gestalten.

Die Fintech-Startups Number 26 aus Berlin und TransferWise aus London haben eine Kooperation bekannt gegeben. Wie die beiden Unternehmen mitteilen, haben Number26-Kunden in ihrer App ab sofort direkten Zugriff auf die Leistungen von TransferWise. Zunächst gilt die Zusammenarbeit für Kunden in Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Österreich und der Slowakei, wobei internationale Überweisungen in acht Währungen außerhalb des Euro-­Raums getätigt werden können: US-Dollar, Britisches Pfund, Schwedische Krone, Indische Rupie, Australische Dollar, Ungarische Frointen, Schweizer Franken und Polnische Zloty. Weitere Währungen sollen bald dazukommen.

Number26 bietet ein Girokonto für das Smartphone, unter anderem mit papierloser Kontoeröffnung und Echtzeit-Push-­Benachrichtigungen über Transaktionen. TransferWise nutzt die Peer-to-Peer-Technologie, um Auslandsüberweisungen nach eigenen Angaben zu geringeren Kosten als bei traditionellen Banken zu ermöglichen. „Wir möchten Auslands-Überweisungen so einfach und transparent wie möglich gestalten. Deshalb freuen wir uns, dass die Kunden von Number26 TransferWise nun benutzen können, ohne ihre Banking App verlassen zu müssen,“ sagt TransferWise-CEO und Mitgründer Taavet Hinrikus zur Kooperation.

Schweizer Uhren-Startup HYT: 23 Millionen Dollar mehr auf dem Konto

Die Idee zur Uhr von HYT, einer Schweizer High-Tech-Uhrenmanufaktur, ist schon außergewöhnlich genug. Mit Hilfe verschiedener Flüssigkeiten, die in einem geschlossenen System zirkulieren, zeigen die einige Zehntausend Euro teuren Stücke die Zeit an. Doch genau solche außergewöhnlichen Ideen scheint Peter Brabeck-Letmathe, österreichischer Manager und Präsident des Verwaltungsrates von Nestlé, zu lieben. Er hat jetzt satte 23 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investiert.

Wie Bloomberg berichtet, teilt sich Brabeck-Letmathe das Investment mit einer privaten Schweizer Vermögensverwaltung. Es wird erwartet, dass sich der Manager im kommenden Jahr aus dem Management von Nestlé zurückzieht – und offensichtlich sorgt er schon mal für die Zeit danach vor.

Großbritannien: Mehrheit der Startups für einen Verbleib in der EU

Auch auf die britische Startup-Szenen hätte ein EU-Austritt Einfluss. (Foto: Shutterstock)
Auch auf die britische Startup-Szenen hätte ein EU-Austritt Einfluss. (Foto: Shutterstock)

In Großbritannien steht mit dem Referendum über den EU-Austritt am 23. Juni ein historisches Datum an. Schon seit Monaten liefern sich Befürworter und Gegner einen heftigen „Wahlkampf“ um Stimmen, jetzt hat die „Coalition for a Digital Economy“ (Coadec) eine Umfrage unter 175 Startups durchgeführt und die nach ihrer Meinung befragt.

Von den 171 Startups, die die Frage beantwortet haben, sind demnach 138 oder 81 Prozent für einen Verbleib des Landes in der EU, nur 33 oder 19 Prozent sind für einen Austritt. Mehr zum Hintergrund der Umfrage und anderen Ergebnissen gibt es entweder bei TechCrunch oder auf Medium.com.

Lesetipp: „Ihr seid die Roboter“ – Brett Scotts Abrechnung mit der Fintech-Branche

Brett Scott ist das kurzfristige Gewinnstreben der Finanzbranche ein Dorn im Auge. (Grafik: Craig Robinson)
Brett Scott ist das kurzfristige Gewinnstreben der Finanzbranche ein Dorn im Auge. (Grafik: Craig Robinson)

Brett Scott ist kein Unbekannter in der Startup-Szene. Immer wieder beschäftigt er sich mit digitalen Währungen, der Fintech-Szene und dem Bankensektor. Jetzt hat er einen lesenswerten Essay verfasst, in dem er mit der Branche abrechnet. Die nämlich habe zwar viel Potenzial, denke aber oft noch viel zu kurzfristig. Und: Die Automatisierung habe eine dunkle Seite.

Daneben kritisiert Scott die Fixierung auf schnellen Gewinn. Hier sieht er die Chance für Startups: „And, finally, we have those who authentically seek to harness digital technology to bypass and challenge the standard economic rationality of largescale, short-term profit-seeking financial beasts, taking advantage of the lower startup costs of a digital setting to promote peer-to-peer finance, alternative currencies, crowdfunding platforms and non-monetary sharing platforms.“ Sein Fazit: „If the future of banking is going to be digital, we want it to be populated with those who value the deeper tenets of open-source philosophy. Otherwise we could be left with increasingly alienating, exclusive and unaccountable financial surveillance states, presiding over increasingly passive and patronised users.“ Den gesamten Artikel findet ihr auch thelongandshort.org.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere Redaktion? Schreibt @lojanna oder @hexitus bei Twitter!

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