Vorheriger Artikel Nächster Artikel

Mit Secretbook geheime Botschaften in Facebook-Fotos verstecken

Ex-Google-Praktikant und Informatikstudent Owen Campbell-Moore hat mit Secretbook ein kleines Tool entwickelt, mit dem man geheime Botschaften in Facebook-Bildern verstecken kann. Dabei handelt es sich um ein Browser-Plugin für , das nicht auf das API von zugreift.

Mit Secretbook geheime Botschaften in Facebook-Fotos verstecken

Die Idee hinter Secretbook ist simpel: Auf Facebook laden Nutzer täglich unzählige Bilder hoch. Mit Hilfe des Plugins für den Google-Browser Chrome kann jeder Geheimbotschaften in einem JPEG verstecken, das er im sozialen Netzwerk teilen will. Ohne das entsprechende Passwort lässt sich diese Nachricht nicht entdecken. Campbell-Moore setzt für Secretbook auf die bekannte JPEG-Steganographie – wie er in einem entsprechenden Blog-Beitrag erklärt. Allerdings ist es erstmals gelungen, digitale Steganographie auf Facebook zu automatisieren.

Um 200 Prozent vergrößertes Foto vor und nach dem Einfügen einer Geheimbotschaft mit Secretbook. (Screenshot: Owen Campbell-Moore)

Secretbook imitiert Bildkompression von Facebook

Die Entwicklung von Secretbook war laut Campbell-Moore knifflig. Zwar gebe es bereits viele Steganographie-Tools für JPEGs, diese aber setzen voraus, dass das Bild unverändert übertragen wird. Beim Bild-Upload auf Facebook werden Fotos allerdings automatisch neu komprimiert. Das kann die Bildqualität beeinträchtigen und damit auch die versteckte Botschaft unlesbar machen.

Um dieses Problem zu umgehen, hat der junge Entwickler den Rekompressionsalgorythmus von Facebook reproduziert. Wie genau er dabei vorgegangen ist, dokumentiert Campbell-Moore in einem öffentlich zugänglichen PDF seiner Forschungsarbeit. Verschlüsselt man eine Nachricht in einem Bild, komprimiert das Plugin das Bild automatisch so, wie Facebook es tun würde. Daraufhin werden minimale Veränderungen vorgenommen, um Redundanz zu erzeugen.

Secretbook setzt nicht auf Facebooks API

Secretbook ist keine Facebook-App, da dies nicht im Sinn der Nutzer des Tools wäre. Schließlich zeigt das soziale Netzwerk an, welche Nutzer welche Apps verwenden. Stattdessen läuft die Anwendung im Browser – und das ohne Server-Verbindung. Ein weiterer Vorteil dieses Ansatzes: Facebook kann Secretbook nicht blockieren.

Denkbar simple Bedienung

Für die Nutzung von Secretbook sind keine besonderen Vorkenntnisse nötig. Hat man das Plugin für Chrome installiert, verwendet man auf Facebook die Tastenkombination Strg-Alt-A und kann dann das modifizierte Bild hochladen. Jeder Nutzer, der im Besitz des zuvor festgelegten Passworts ist und das Plugin ebenfalls installiert hat, kann die im Bild versteckte Geheimbotschaft entschlüssel, indem er die selbe Tastenkombination verwendet, während er das entsprechende Bild betrachtet.

Bildnachweis für News-Übersicht: ©iStockphoto.com/korionov

Weiterführende Links

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
2 Antworten
  1. von Tester am 13.04.2013 (02:59 Uhr)

    Vielleicht blind, aber wo ist der Unterschied zwischen VORHER/NACHHER ???

    Brauche ich ne 3D-Brille o.ä.???

    m.

    Antworten Teilen
  2. von Tester am 13.04.2013 (03:01 Uhr)

    Oh, nur mit Chrome, got it! sorry...

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Facebook
Facebook könnte kommende Woche Google angreifen und den Werbemarkt umkrempeln
Facebook könnte kommende Woche Google angreifen und den Werbemarkt umkrempeln

Schon nächste Woche soll Facebook mit einem eigenen Display-Netzwerk an den Start gehen. Anhand der Facebook-ID könnten Werber weitaus gezielter Werbung schalten als es bei Google oder anderen … » weiterlesen

Bei Google+ abgeschaut: Facebook-Feature Trip Slideshows erstellt Reisetagebücher aus Fotos
Bei Google+ abgeschaut: Facebook-Feature Trip Slideshows erstellt Reisetagebücher aus Fotos

Facebook testet derzeit ein Feature, das Fotos, die Nutzer während einer Reise aufgenommen und gepostet haben, zu einer Slideshow ordnet. Etwas Ähnliches gibt es schon: auf Google+. » weiterlesen

Facebook-Tracking: Warum immer mehr Website-Betreiber genervt sind
Facebook-Tracking: Warum immer mehr Website-Betreiber genervt sind

Online-Händler und Verlage wollen sich nicht länger gefallen lassen, wie Facebook seine Nutzer im Internet überwacht. Sie haben Angst, dass sich das Soziale Netzwerk dank der Daten, mit denen es … » weiterlesen

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n 37 jetzt kostenfrei probelesen! Alle Inhalte des t3n Magazins Diesen Hinweis verbergen