von t3n Redaktion, 10.12.2009

„Taskinator“-Tipps: Methoden und Werkzeuge zum Selbstmanagement – Aufgaben richtig erfassen

In seiner „Taskinator“-Reihe gibt Oliver Gassner im t3n Magazin Tipps zum Selbstmanagement. In dieser Folge aus dem aktuellen t3n Magazin Nr. 18 schreibt er über das Thema „Aufgaben richtig erfassen“. In der letzten Ausgabe von t3n hatte er beispielsweise erläutert, wie man seine Inbox leer bekommt. Aber die Frage ist ja: Wie sorgt man dafür, dass Richtige sowie alles Wichtige im Eingangskorb landet? Genau darum geht es in diesem Artikel.

Ständig sind wir einem Bombardement aus Briefen, Flyern, Dokumenten, Telefonanrufen, Anrufbeantworternachrichten, E-Mails und Kurznachrichten ausgesetzt, bei denen erwartet wird, dass wir sie bewerten, sortieren, bearbeiten, wegwerfen oder weiterleiten. Diese Informationen gilt es zu kanalisieren. Auch formelle und informelle Aufgaben aus Meetings, Vier-Augen-Gesprächen, zufälligen Begegnungen auf dem Flur, aus spätnächtlichen Einfällen oder aus guten Ideen in Nasszellen oder anderen privaten Schauplätzen gilt es einzufangen und später zu verarbeiten.

Zur Bündelung ist es hilfreich, eine Reihe von Werkzeugen zu nutzen, die diese Aufgabe erledigen. „Getting Things Done (GTD)? Da geht es doch nur um Tools“, sagte mir erst gestern wieder jemand im Gespräch über das vom Zeitmanagement-Guru David Allen verfasste Buch zur „Kunst des stressfreien Selbstmanagements“. Der Irrtum könnte nicht größer sein. Bevor wir über Werkzeuge reden, sollte dieses Missverständnis ersteinmal ausgeräumt werden.

anreisser taskinator iphone
Foto: Johan Larsson. Lizenz: CC BY

Tools zur Unterstützung

Sicher, wenn man nicht das Gehirn benutzt, um an etwas zu denken, sondern nur noch, um über etwas nachzudenken, kommt man nicht umhin, das „Daran-Denken“ in kognitive Artefakte auszulagern. Kognitive Artefakte? Na, Listen und so. Etwas, das einem beim Denken und Nachdenken hilft. Und natürlich schreibt man die Listen auf. Mit Werkzeugen eben: Kalender, Zettel, Smartphones, Füller und Ähnliches. Bei diesen Hilfsmitteln sind drei Punkte besonders wichtig und zu beachten:

  • sie müssen da sein,
  • verlässlich sein
  • und idealerweise sollte man sie gern verwenden.

Welche Werkzeuge man verwendet, ist unerheblich. Es zählt ganz pragmatisch das Ergebnis. Und so definiert sich der GTD-Anhänger auch nicht durch den Besitz eines bestimmten Zeitplaners oder einer bestimmten Software, wie das bei anderen Planungssystemen durchaus üblich zu sein scheint.

Beispiele für Erfassungstools:

  • Low-Tech: Papier und Stift
  • Mid-Tech: Orga-Planer (Time System Success o.Ä.), Moleskine und Space-Pen oder Füller
  • High-Tech: Diktafon, MP3-Player, Online-Recorder/Transkriptionsdienst, PDA, Smartphone

Was man braucht, sind Methoden und Werkzeuge für das Erfassen. Dieses Erfassen steht im Mittelpunkt des Artikels. Dabei sind die aufgelisteten Werkzeuge als Beispiele zu betrachten. Welches Werkzeug für wen funktioniert, dürfte sehr individuell sein – auch wenn einzelne GTD-Coaches manche Werkzeuge stark präferieren. Man mag dies der Begeisterung schulden, mit der sie mit ihren Lieblingswerkzeugen erfolgreich arbeiten.

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4 Antworten

  1. von Thorsten Zoerner 11.12.2009 (02:35Uhr) 1.

    Die Toolvorstellung ist mit Sicherheit hilfreich in der heutigen Welt. Aber warum müssen wir eigentlich noch "Aufgaben erfassen"? Warum muss ich noch Methoden lernen das Notieren zu optimieren? Das Schreiben eines Tweets geht deutlich schneller von der Hand als den Kugelschreiber mit dem Papier in Bekanntschaft zu bringen. Facebook Status-Updates, Twitter und Co. sind Werkzeuge in denen deren Nutzer sagen was sie gerade vorhaben - oder planen zu erledigen. Vielleicht fehlt diesen Tools noch die Möglichkeit diese Information auch zu analysieren und an die andere Anwendungen weiterzugeben - aber technisch möglich ist dies. So stellt es kein Problem da aus dem Tweet "Bin morgen in München bei Kundentermin" einen Eintrag in meinen Kalender zu machen, die Fahrt zu organisieren und das Hotel zu buchen.

  2. von OliverG 11.12.2009 (09:30Uhr) 2.

    Hm, was wenn du das schon gemahct hast oder gar kein Hotel brauchst?

    Also minimalen Gehirneinsatz würde ich schon bevorzugen ;)

  3. von ipad games 02.06.2010 (10:38Uhr) 3.

    Ob auf der Suche nach Möglichkeiten, um neue Instrumente oder die Notwendigkeit für Fleiß und Vertrauen zu schaffen. Also alles nicht wichtig ist, müssen wir zu verarbeiten

  4. von Margit 03.10.2011 (14:15Uhr) 4.

    Finde ich wirklich sinnvoll - gerade bei größeren Projekten verliert man schnell den Überblick über seine Zeit und wird am Ende nicht rechtzeitig fertig.

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