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Semantik: Google-Suche bekommt einen Hauch von Siri

    Semantik: Google-Suche bekommt einen Hauch von Siri
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Im vergangenen Jahr hat Google mit seinen Panda- und Freshness-Updates dafür gesorgt, dass sogenannte Contentfarmen ihr gutes Listing verlieren und möglichst aktueller Content in den Suchergebnissen ganz oben auftaucht. Nun plant Google offenbar, die Präsentation seiner Suchergebnisse fundamental zu ändern. In Zukunft will der Suchmaschenriese auf die semantische Suche setzen – ein Konzept, das bereits Konkurrent Wolfram Alpha vorlebt. Damit könnten die Useranfragen direkt von Google beantwortet werden.

(Foto: MJ/TR (´・ω・) / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Fakten statt Linklisten

Geht es nach Google, soll die Suchmaschine in Zukunft die Suchanfragen besser verstehen und statt endloser Linklisten mehr direkte Fakten liefern. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, soll Googles eigentlicher Suchalgorithmus, der Webseiten nach der Qualität des Contents und der Zahl und Qualität der darauf verlinkenden Webangebote einstuft, von den Änderungen unangetastet bleiben. Die semantische Suche wäre sozusagen ein zusätzliches Feature.

In Zukunft soll die Google-Suche mehr so gestaltet sein, wie Menschen die Welt verstehen, erklärte Google-Manager Amit Singhal gegenüber dem WSJ. Sucht der User dann etwa nach dem „Lake Tahoe“, sollen ganz oben in der Suchergebnisliste Daten und Fakten zu dem See erscheinen, z.B. die Größe, die geografische Lage oder die Durchschnittstemperatur – ähnlich wie bei Wolfram Alpha und dem Apple-Assistenten Siri. Zurzeit sieht der Suchende lediglich die Links zum entsprechenden Wikipedia-Artikel und zur Homepage des Tourismusbüros. Positiver Nebeneffekt für Google. Beantwortet die Suchmaschine die Fragen selbst, verweilen die User länger auf der Google-Seite und gehen tendenziell weniger zu den aufgelisteten Websites.

Die Hinwendung Googles zur semantischen Suche könnte Experten zufolge Auswirkungen auf 10 bis 20 Prozent aller Suchanfragen bei Google haben – in anderen Worten: Mehrere Milliarden Suchanfragen pro Monat wären von den Änderungen betroffen. Für Website-Betreiber bedeutet das möglicherweise bevorstehende Google-Update, dass sie ihre Suchmaschinenoptimierung anpassen müssen, damit Google die Seiten auch unter den neuen Systemvoraussetzungen leicht findet.

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