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SEMSEO 2011: Die besten Profi-Tipps fürs Linkbuilding

SEMSEO 2011: Die besten Profi-Tipps fürs Linkbuilding

In zwei Vorträgen auf der Suchmaschinenkonferenz 2011 in Hannover gab es heute viele Anregungen und Fakten rund ums , also den Aufbau von externen Links, die auf die eigene Seite zeigen. Diese Backlinks haben bekanntlich noch immer einen erheblichen Einfluss darauf, wie die eigene Seite von wahrgenommen wird und auf welchem Platz in den Suchergebnissen sie zu finden ist. Ein Vortrag beleuchtete dabei die Grundlagen des Linkbuilding, der andere hatte vor allem mit einem zentralen aufzuwarten, um an mehr Links zu kommen. Dieser Tipp ist zwar nicht so leicht umzusetzen, bringt aber nachweislich großen Erfolg. Drei Online-Shops beweisen es.

SEMSEO 2011: Die besten Profi-Tipps fürs Linkbuilding
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Grundlagentipps zum Linkbuilding

Während des Linkbuilding-Vortrags von Stefan Fischerländer auf der SEMSEO.

Stefan Fischerländer von suchmaschinentricks.de betonte in seinem Vortrag zu den Linkbuilding-Grundlagen vor allem den „natürlichen Linkaufbau“. „Natürlicher Linkaufbau hat einen großen Vorteil: Wir sind automatisch auf alles eingestellt, was sich Google in Zukunft noch ausdenken mag“, erklärte er.

Früher sei es vor allem um möglichst viele Links gegangen. Dann habe man sich auch darum gekümmert, gute Links zu bekommen. Zunehmend sei es nun wichtig, außerdem darauf zu achten, nicht durch ein künstlich wirkendes Linkprofil aufzufallen. Aber was ist denn natürlich? Er nannte mehrere Beispiele:

  • auch „nofollow“-Links darunter
  • die Linktexte variieren
  • häufige Verlinkung mit dem Domainnamen
  • nur wenige ausländische Links
  • auch „schlechte“ Links wie Bookmarks oder aus Blogkommentaren

Anhand einer alten Domain konnte er beispielsweise zeigen, dass auch Eintragungen in Bookmarkingdienste eine Veränderung bewirken. Das sei nicht alles, aber eben ein Mosaiksteinchen im Linkprofil.

Und der generelle Tipp: „Am besten vergleichen Sie einmal die Daten einer bereits seit vielen Jahren etablierten Domain.“ Denn dort finde man am ehesten das, was man eine „natürliche Linkverteilung“ nennen kann.

Wer auf der Suche nach guten Linkquellen ist, kann diese auf zwei Wegen beurteilen:

  1. Qualitativ: Passt die Seite zur eigenen Website? Wirkt die Seite lebendig durch Kommentare, Retweets, regelmäßige Aktualisierung etc.? Ist die Seite ganz allgemein gesprochen „einladend“? Das könne man auch einmal von Außenstehenden beurteilen lassen.
  2. Automatisiert: Sichtbarkeitsindex, IP-Popularity und ähnliche Werte können herangezogen werden. Über SEO-Tools kann man zudem herausfinden, zu welchen Keywords die Seite bei Google vorn gelistet ist.

Wichtig sei es, seine „Linkzielgruppen“ in der eigenen Branche zu kennen. Das können Foren sein, Blogs, universitäre Einrichtungen, Zeitungen usw. Man müsse sein Umfeld kennen lernen. Anhand dessen ließen sich die Maßnahmen ableiten.

Ein wichtiger Punkt war nicht zuletzt: Linkziele schaffen! Sprich: Je authentischer und interessanter die Seite ist, desto leichter ist es, Links zu bekommen.

Linkbuilding mit gutem, ungewöhnlichem, nützlichem Content

Genau hier setzte der folgende Vortrag von Saša Ebach von linkaufbau.de an. Er kündigte nichts weniger als den „heiligen Gral im Linkaufbau“ an. Auch er plädierte für einen „organischen Linkaufbau“.

Sein Tipp für Online-Shops drehte sich um ein Thema: Content. Ganz wichtig dabei: Es dürfe nicht einmal annähernd nach Verkauf riechen. Anders gesagt: „Sie brauchen einen entkommerzialisierten Bereich auf ihrer Seite“. Sobald es nach Verkaufsangebot aussieht, sinkt die Bereitschaft dramatisch, einen Link zu setzen. Oder andersherum gesagt: Denkt man erst in zweiter Linie ans Geschäft, kommt man viel besser ans Ziel.

Trennen sollte man sich auf jeden Fall von dem Gedanken, Links auf Kategorieseiten des Shops zu bekommen, vielleicht auch noch mit den passenden Keywords. Niemand interessiere sich für diese Kategorieseiten. Aber wie mindestens eines seiner Beispiele zeigte, ist das auch gar nicht so entscheidend.

Drei Beispiele für solches Linkbuilding

notebooksbilliger.de Blog

Vieles würde hier schon richtig gemacht, erklärte Saša Ebach. So gebe es richtige Blogposts von erkennbaren Autoren und eine hohe Frequenz bei neuen Inhalten. Die Subdomain-Lösung ist aus SEO-Sicht nicht ideal und auch den Namen hätte er neutraler gehalten, um noch weniger kommerziell rüberzukommen. Je weniger man am Anfang auf sein eigentliches Geschäft verweise, desto besser. Sobald das Projekt läuft, könne man das noch immer nach und nach erhöhen. Das Blog von notebooksbilliger.de laufe aber schon so gut, dass die Macher sich das leisten könnten.

Musikhandel thomann

Erstaunlicherweise taucht der Spezialhändler thomann unter den größten deutschen Online-Shops auf und hat ein ganz erstaunliches Linkwachstum vorzuweisen. Ein wichtiger Grund: Inzwischen gibt es 119 sehr ausführliche und hilfreiche Ratgeber zu allen Themengebieten rund ums Musik-Equipment. Und dieser Bereich ist so breit gefächert und so unübersichtlich, dass solche Hilfestellungen sehr beliebt sind. Entsprechend werden sie vielfach freiwillig verlinkt. Interessanterweise wird der Shop dabei überwiegend mit dem eigenen Namen verlinkt und nicht etwa mit dem passenden Produktnamen und trotzdem ist thomann bei einer Suche nach diesen Produkten gut gelistet. Es kommt eben doch nur teilweise auf den Linktext an...

Audiotranskription.de

Die Seite Audiotranskription.de sieht auf den ersten Blick aus wie eine Informationsseite rund ums Thema, die eher zufällig einen Onlineshop hat. Wer in irgendeiner Form Sprache aufnehmen oder Gesprochenes zu Papier bringen will, stößt fast unweigerlich auf diese Seite. Es gibt einfach ungezählte Berichte, aktuelle Tests und viele hilfreiche Informationen zum Vergleich der verschiedenen Geräte. Eine weitere gute Idee: Die Macher haben eine Software herausgebracht, die beim Transkribieren von aufgenommenen Gesprächen hilft. Auch das wird natürlich immer und immer wieder verlinkt.

Ideen und Anregungen für solche Linkbuilding-Projekte

Möglichkeiten, etwas Ähnliches zu machen, gebe es viele. Beispielsweise:

  • Profi-Reviews und Videos
  • Bemerkenswerte oder besondere News
  • Experten-Interviews, Podcasts
  • Experten und bekannte Personen zu Gastbeiträgen einladen (bezahlt)
  • Kostenlose Tools anbieten (Software, Layouts, Themes, Rechner, Screensaver)
  • Plugins und Widgets
  • Reports, Analysen, Umfragen und Infografiken
  • Gruppeninterviews
  • Awards und Rankings für Contests

Solche Projekte wie die Ratgeber von thomann oder die Vergleichstests bei Audiotranskription.de seien natürlich keine einmalige Sache. Hier brauche man hunderte, vielleicht sogar tausende Inhalte, erklärte Saša Ebach. Der Vorteil ist aber: Die Links kommen nahezu von allein und das auch noch aus passenden Themenumfeldern.

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5 Antworten
  1. von Florian Heyer am 27.05.2011 (16:23 Uhr)

    Kurze Zusammenfassung des Artikels: SEO-Experten bemühen sich um ein möglichst "organisches" Linkprofil (= einem natürlich gewachsenem). Dazu kommt die Erkenntnis, dass Sites mit viel gutem Inhalt häufig verlinkt werden (=natürlich wachsendes Linkprofil). Guten Inhalt schreibt am besten der Site-Betreiber...wozu braucht man dann noch einen SEO-Experten?

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  2. von Jan Tißler am 27.05.2011 (17:07 Uhr)

    Damit weißt du ja noch lange nicht, um welche exakten Keywords und Themen/Fragestellungen du dich bemühen solltest, wen du am besten wie ansprichst, um verlinkt zu werden usw. usf. Selber machen kann man das natürlich - wie so vieles. Kommt immer nur drauf an, ob man die Zeit investieren will und ob das Ergebnis dann auch entsprechend wird :-) Aber ich könnte mir gut denken, dass die Ratgeber bei thomann wirklich "in house" entstehen und die Leute dort auch selbst auf die Idee dazu gekommen sind :-)

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  3. von Sasa Ebach am 27.05.2011 (18:18 Uhr)

    Lieber Jan,

    das ist eine hervorragende Zusammenfassung. Danke, jetzt muss ich sie nicht mehr schreiben, sondern kann einfach hierhin verlinken :-)

    @Florian:

    Einen SEO-Experten braucht man in der Tat nicht, wenn man es so macht wie die zitierten Beispiele. Die Links sollten dann automatisch kommen. Ich gebe allerdings zu bedenken. Wenn ohnehin schon jeden Monat 20 neue Links dazukommen, dann könnte ein Experte umso einfacher diese Zahl mit Sicherheit mehr als verdoppeln. Ob's gebraucht wird, ist eine ganz andere Frage.

    Wohlgemerkt, ich habe versucht neutrale Beispiele zu finden, die ihre Arbeit so gut machen, dass sie im Prinzip keinen aktiven Linkaufbau brauchen. Es bestehen keine Beziehungen meinerseits zu diesen Unternehmen (außer, dass ich eines meiner Mikrofone bei Thomann gekauft habe. So bin ich ja auf die aufmerksam geworden). Alle Beispiele sind herausragende Websites. Es gibt einige solcher Supersites. Allerdings gibt es auch in jeder Branche deutlich mehr Sites, die davon profitieren könnten, wenn sie sich diese Sites als Vorbild nähmen. Das sind die Mitbewerber, die bei Google von Platz 11-100 ranken ;-)

    Gruß
    Sasa

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  4. von Sebastian Schürmanns am 28.05.2011 (11:27 Uhr)

    Auch mein Eindruck: die beste Offsite-SEO ist vielleicht einfach gute Online-PR? Zumindest klingt es so. Größte Herausforderung für mich ist da immer noch die Organisation der Link-Zielgruppen, denn ich kenne nach wie vor kein wirklich gutes Open-Source-Tool für das Online-Kontakt-Management und für den Verteileraufbau. Denn nur damit dürfte auch das Link-Building funktioniern, sofern man sich nicht auf die Viralität des "guten Contents" verlässt. Was nutzen denn die SEOler dafür? Sorry, wenn ich abschweife...

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  5. von michael am 29.05.2011 (18:08 Uhr)

    sorry, aber das ist ziemlicher müll. das ist genauso als wen jemand erklären würde, das wenn wir alle freundlich mit einander umgehen würden, gäbe es keinen krieg.

    bei Txxxxxx arbeiten 700 leute uns es gibt eine große redaktion, natürlich bringen die gute themen zu tage, das kann sich aber sonst niemand leisten und ginge es dort nur um links würde man diese wesentlich billiger bekommen. T hat ebenso eine fette, fette adwords kampagne, aber noch viel größer ist das werbebudget, T anzeigen finden sich selbst auf flyern von kleinst straßenfesten.
    die seo kampagne die T fährt ist ein taschengeld gegen den rest.

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