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Sense: F-Secure will vernetztes Wohnen mit einem Router sicher machen

    Sense: F-Secure will vernetztes Wohnen mit einem Router sicher machen

(Bild: F-Secure)

Vor zwei Jahren hat F-Secure einen Router namens Sense vorgestellt. Das Security-Gadget für den Heimgebrauch, das besonders Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Internet of Things minimieren soll, wird in den kommenden Wochen ausgeliefert.

Fast zwei Jahre von der ersten Vorstellung eines Produktes bis zum Marktstart sind eine lange Zeit. F-Secure stellte den ungewöhnlichen Router Sense 2015 vor und liefert das fertige Produkt ab Juni 2017 aus. Die Vermutung liegt nah, dass der Grund für die Verzögerung unter anderem darin liegen könnte, dass es sich bei Sense um die erste Hardware handelt, die F-Secure auf den Markt bringt. Die Finnen kennen sich zwar gut mit Sicherheitslösungen aus, haben aber bisher bei der Hardware-Entwicklung keine Erfahrungen vorzuweisen.

Fast zwei Jahre nach der ersten Vorstellung liefert F-Secure den Smart-Router Sense aus. (Foto: F-Secure)

Im Gespräch mit Perttu Tynkkynen im Vorfeld der Next-Web-Konferenz in Amsterdam bestätigte der Vizepräsident von F-Secure diese Vermutung. Der viel wichtigere Grund für die Verzögerung sei aber gewesen, dass es sich bei Sense um einen Router handelt und Router-Technologie sich weiterentwickelt hat. Man habe nicht nur ein sicheres Produkt veröffentlichen wollen, sondern auch eines, das auf dem neuesten Stand der Technik ist. „Natürlich sind in den zwei Jahren nach der ersten Vorstellung auch viele neue IoT-Devices auf den Markt gekommen, aber diese und mögliche Sicherheitsrisiken, die sie mitbringen, decken wir mit der Sense-Cloud ab. Hier spielen wir regelmäßig entsprechende Updates auf“ so der F-Secure-Vize.

F-Secure will mit Sense das Smarthome sicherer machen

Die Zahl smarter Geräte wächst. Von der vernetzten Glühbirne über connected Kühlschränke bis zum Smart-TV holen wir uns immer mehr Alltagsgegenstände ins Haus, die mit dem Internet verbunden sind. Das ist in vielen Fällen praktisch, bringt aber auch Risiken mit sich.

Sense legt den Fokus auf die Absicherung von Heimnetzwerken, in denen sich viele vernetzte Alltagsgegenstände befinden. (Foto: F-Secure)

Die Idee, alle Geräte in den eigenen vier Wänden mit einer Lösung abzusichern, klingt verlockend. Immerhin hat die Vergangenheit beispielsweise mit dem Mirai-Botnet gezeigt, dass sich Nutzer nicht ausschließlich Gedanken über die Sicherheit ihrer Computer machen sollten, sondern jedes mit dem Internet verbundene Gerät in ihre Überlegungen einbeziehen sollten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Hacker sich über einen Babymonitor oder eine vernetzte Glühbirne unberechtigt Zugriff auf ein Heimnetzwerk verschaffen. Das Problem: Viele IoT-Geräte lassen sich nachträglich nur schwer absichern. Mit Sense wollen die Finnen von F-Secure eine entsprechende Lösung anbieten.

Sense kombiniert Hardware und Software

Bei Sense handelt es sich um eine Kombination aus Router-Hardware und Software. Bei der Hardware handelt es sich um einen Standard-802.11ac-Router, der in ein schickes Gehäuse verfrachtet wurde. Das Gerät bietet einen Ethernet-WAN-Port, über den Sense mit einem existierenden Router verbunden werden kann. Außerdem bringt das Gerät drei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse mit und soll über Wlan Geschwindigkeiten bis zu 1.750 Mbit/s bieten.

Firmware-Updates erhält der Router direkt über die Cloud, sodass auch auf neue Bedrohungen kurzfristig reagiert werden kann. (Foto: F-Secure)

So weit, so unspektakulär. Was Sense von anderen Routern abhebt ist die Firmware. Laut F-Secure überwacht Sense den kompletten Internet-Traffic und blockt automatisch Phishing-Versuche, Tracking und andere Angriffe. Die Sicherheitsanalyse hat das Unternehmen in die Cloud verlagert, sodass auf neue Gefahren mittels Updates reagiert werden kann, ohne dass der Nutzer tätig werden und die Firmware eigenständig aktualisieren muss. Die Echtzeitanalyse über die Cloud beinhaltet auch das Blockieren von Malware. In den kommenden Monaten sollen weitere Funktionen wie Gäste-Wlan, VPN und erweiterte Einstellungen für Eltern folgen.

Zu der Kombination aus Router und Cloud gesellt sich noch die Sense-App, die vergleichbar zu einer traditionellen Antivirus-Software ist und Angriffe direkt auf einem Endgerät blockiert. Das funktioniert natürlich auch außerhalb des Heimnetzwerks. Mit einem Sense-Abo erhält der Nutzer auch Lizenzen für Android und Windows. Die vergleichbare iOS-App dient dagegen ausschließlich der Einrichtung, Steuerung und Überwachung des Sense-Routers. MacOS wird zum Marktstart nicht unterstützt.

Mittels App wird der Router eingerichtet und gesteuert. (Foto: F-Secure)

Preis und Verfügbarkeit

Sense kann bereits vorbestellt werden und soll im Juni ausgeliefert werden. Der Router kostet rund 200 Euro inklusive einem Jahresabo für den Cloud-Service. Nach dem ersten Jahr belaufen sich die monatlichen Kosten auf 9,90 Euro. Wir reichen einen ausführlichen Erfahrungsbericht nach, sobald wir Sense testen konnten.

Disclosure: Die Reise erfolgte auf Einladung von F-Secure.

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