t3n News Software

Nichts zu verbergen? Diese 5 Apps zeigen dir, welche sensiblen Daten du im Netz hinterlässt

Nichts zu verbergen? Diese 5 Apps zeigen dir, welche sensiblen Daten du im Netz hinterlässt

Du bewegst dich im Internet und glaubst deine Daten seien uninteressant? Diese fünf Applikationen beweisen dir das Gegenteil.

Nichts zu verbergen? Diese 5 Apps zeigen dir, welche sensiblen Daten du im Netz hinterlässt
(Screenshot: Tweeted Trips)

Sensible Daten im Netz: Von Bewegungs- bis Verbindungsdaten ist alles dabei

Die gesammelten Nutzerdaten auf Facebook, Twitter & Co. sagen viel über den Einzelnen aus. Kein Wunder, dass sich Werbeindustrie und Geheimdienste auf der ganzen Welt die Finger nach den darin gebündelten Informationen lecken. Nicht wenige Nutzer sind sich dessen immer noch nicht bewusst und glauben nach wie vor, dass über sie nichts Wichtiges im Internet zu finden sei – ein großer Irrglaube. Wer dem Ganzen auf den Zahn fühlen will, kann seine Nutzerdaten mithilfe einiger Applikationen analysieren lassen und das eigene Profil grafisch aufbereitet vor sich ausbreiten. Zu Tage kommen unter anderem Bewegungs- und Persönlichkeitsprofile sowie Verbindungsdaten und Kommunikationsauswertungen. Wir haben einige solcher Applikationen für euch aufgelistet, die unter anderem euer Facebook-, Twitter- und Foursquare-Profil sowie eure E-Mails analysieren. Die sind für Skeptiker tatsächlich ziemlich aufschlussreich, für echte Digital-Nerds schlussendlich ein großer Spaß.

Wolfram Alpha

Sensible Daten im Netz: Wolfram Alpha präsentiert unter anderem ein Aktivitäten-Protokoll von dir und deinen Freunden. (Screenshot: Wolfram Alpha)
Sensible Daten im Netz: Wolfram Alpha präsentiert unter anderem ein Aktivitäten-Protokoll von dir und deinen Freunden. (Screenshot: Wolfram Alpha)

Wolfram Alpha ist die wohl leistungsstärkste Suchmaschine im Netz, die vor allem für das Lösen mathematischer Aufgaben bekannt ist. Das Team um Stephen Wolfram hat im vergangenen Jahr allerdings auch eine spannende App entwickelt, die dein Facebook-Account analysiert. Im Januar ging man sogar noch einen Schritt weiter und hat die App so weit aufgebohrt, dass nun auch deutlich wird, wie stark die eigenen Freunde in Beziehung zu dir stehen – wer am meisten deine Updates kommentiert oder liked, wird darin beispielsweise beantwortet. Die gleichen Statistiken sind auch für die eigenen Freunde abrufbar. Gibt man der App die Genehmigung, greift sie auf die Nutzerdaten zu und präsentiert die Informationen in Form von Diagrammen und Visualisierungen. Im April dieses Jahres wurde die Applikation bereits eine Million Mal genutzt. Die Analysen der Nutzerdaten haben die Entwickler der Öffentlichkeit anonymisiert bereitgestellt, in der wohl „größten Facebook-Studie aller Zeiten“ – der Blick hinein, ist atemberaubend.

FriendWheel

Sensible Daten im Netz: FriendWheel zeigt dir Informationen zu deinen Beziehungen. (Screenshot: FriendWheel)
Sensible Daten im Netz: FriendWheel zeigt dir Informationen zu deinen Beziehungen. (Screenshot: FriendWheel)

Die Facebook- und Twitter-Applikation FriendWheel analysiert nach der Genehmigung den eigenen Freundeskreis und präsentiert grafisch aufbereitet, welche Freunde sich untereinander kennen. Jeder Kontakt stellt einen Punkt im Rad dar und wird durch farbige Linien miteinander verbunden, sobald eine Beziehung besteht. Dadurch wird vor allem sichtbar, wie viele unterschiedliche Freundeskreise man hat und wie groß die jeweils sind.

Immersion (MIT Media Labs)

Sensible Daten im Netz: Anhand von Mail-Metadaten werden eure Kontakte und Verbindungen untereinander grafisch dargestellt. (Screenshot: Immersion)
Sensible Daten im Netz: Anhand von Mail-Metadaten werden eure Kontakte und Verbindungen untereinander grafisch dargestellt. (Screenshot: Immersion)

E-Mails haben mit Sozialen Medien nichts zu tun. Dennoch sind die Informationen darin immens attraktiv für Überwachungsorgane. Die Gespräche darin sagen beispielsweise viel über die Art der Beziehung zueinander aus – von den Inhalten mal ganz abgesehen. Die MIT Media Labs haben sich den Umständen gewidmet und eine Web-App namens Immersion entwickelt, die das eigene GMail-Konto analysiert und ähnlich wie bei FriendWheel die Beziehungen anhand der darin enthalten Metadaten auswertet. Schlussendlich bekommen die Anwender eine grafische Darstellung aller Kontakte präsentiert, die unter anderem zeigt, wie sich die Beziehungen zu den Gesprächspartner über die Jahre verändert hat – möglich anhand der Anzahl der verschickten und erhaltenen Mails und einer Zeitlinie, die sich verschieben lässt. Mehr zu Immersion erfahrt ihr in dem t3n-Artikel „Das weiß Google über dich: ‚Immersion’ analysiert dein GMail-Konto“.

Foursquare Time Machine

Sensible Daten im Netz: Mit der Foursquare Zeitmaschine kannst du Bewegungsprofile aufzeigen. (Screenshot: Foursquare)
Sensible Daten im Netz: Mit der Foursquare Zeitmaschine kannst du Bewegungsprofile aufzeigen. (Screenshot: Foursquare)

Foursquare hat vor einigen Monaten seinen Nutzern die Möglichkeit gegeben, in der sogenannten „Zeitmaschine“ die eigenen Check-Ins zu analysieren und dadurch vom ersten Nutzungstag bis zur Gegenwart ein persönliches Bewegungsprofil zu erstellen. Darin werden beispielsweise sämtliche Flughafen-, Museums- und Restaurantbesuche sichtbar. Interessierte bekommen unter anderem Statistiken ausgeliefert, die zeigen, an welchen Orten sie sich häufiger aufgehalten haben. Wer mehr über das Tool wissen möchte, der klickt in den t3n-Artikel „Foursquares Zeitmaschine übertrumpft alle bisherigen Visualisierungen“.

Tweeted Trips

Sensible Daten im Netz: Lokalisierte Tweets helfen Bewegungsprofile zu zeichnen. (Screenshot: Tweeted Trips)
Sensible Daten im Netz: Lokalisierte Tweets helfen Bewegungsprofile zu zeichnen. (Screenshot: Tweeted Trips)

Du reist viel und setzt während dieser Touren lokalisierte Tweets ab? Dann produzierst du ebenfalls reichlich Metadaten, die schlussendlich auch ein Bewegungsprofil möglich machen. Mit der Web-App Tweeted Trips kannst du anhand der Locations und Geotagged-Tweets, dieses Bewegungsprofil sichtbar machen.

Newsletter

Bleibe immer up-to-date. Sichere dir deinen Wissensvorsprung!

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
Keine Antwort
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Apps
Superschnelle Smartphone-Apps: Was hinter Googles „Android Instant Apps“ steckt
Superschnelle Smartphone-Apps: Was hinter Googles „Android Instant Apps“ steckt

Google hat auf der I/O 2016 ein Android-Feature vorgestellt, das bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat, aber die Art, wie wir das OS nutzen, dramatisch verändern dürfte: „Android … » weiterlesen

30 kostenlose Foto-Apps für Android
30 kostenlose Foto-Apps für Android

Smartphone-Fotografie ist auch mit Android eine sehr vielseitige Angelegenheit. Die Kameras vieler Android-Phones sind qualitativ hochwertig und auch in Sachen verfügbarer Apps haben die … » weiterlesen

Warum Androids Instant Apps wichtig fürs Marketing sind
Warum Androids Instant Apps wichtig fürs Marketing sind

Android Instant Apps? Noch nie gehört? Ben Davis erklärt in einem spannenden Artikel, warum sie wichtig für das Marketing sind – und welche Bereiche sie beeinflussen könnten. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?