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SEO 2016: Die großen Trends der Suchmaschinenoptimierung

    SEO 2016: Die großen Trends der Suchmaschinenoptimierung

SEO 2016 (Foto: t3n)

Stefan Fischerländer ist ein Urgestein der deutschsprachigen SEO-Szene. Auf der SEO Campixx hat er am heutigen Samstag in 45 Minuten und 115 Folien drei SEO-Trends erläutert.

SEO 2016: Quo vadis?

Seit 2000 betreibt Stefan Fischerländer das Portal expiredweb.de (ehemals suchmaschinentricks.de). Als Mitgründer der Digitalagentur Gipfelstolz ist er seit 2010 in der Beratung tätig, zwischendurch gründete und verkaufte er eine eigene Suchmaschine. Für den gelernten Physiker ist der Begriff „Urgestein“ demnach eine treffende Bezeichnung.

In seinem Vortrag auf der SEO Campixx in Berlin hat Fischerländer drei Trends des SEO-Kosmos aufgearbeitet: die zunehmende Bedeutung des „Machine Learning“, das Wachstum der mobilen Internetnutzung und die Integration mobiler Applikationen in Suchergebnisse. An konkreten Beispielen und mithilfe quantitativer Untersuchungen erklärt er, was sie ausmacht.

1. Machine Learning

Die Möglichkeiten und den Fortschritt des sogenannten machinellen Lernens beweist die Google-Tochter DeepMind aktuell mit AlphaGo. Als erstes Computerprogramm hat AlphaGo in den vergangenen Tagen einen professionellen Spieler in dem chinesischen Brettspiel „Go“ geschlagen, dass aufgrund der bloßen Anzahl möglicher Spielzüge deutlich komplexer ist als beispielsweise Schach.

Google experimentiert auch in völlig anderen Bereichen mit Machine Learning, so Fischerländer. Algorithmen des Unternehmens können aus natürlich formulierten Texten auf Basis von Fragen mittlerweile ganz bestimmte Inhalte extrahieren, um sie zu beantworten. Andere Systeme sind in der Lage wahllos anmutende Bilder von Landschaften ganz bestimmten Regionen der Welt zuzuordnen.

Clustering mithilfe von Machine Learning. Schon jetzt in den Suchergebnissen. (Screenshot: t3n/ google.de)
Clustering mithilfe von Machine Learning. Schon jetzt in den Suchergebnissen. (Screenshot: t3n/ google.de)

Beispiele für diese Entwicklung findet man auch in den Suchergebnissen, so Fischerländer. Ein passendes Beispiel zieht er dabei aus der Bildersuche. Die Suchanfrage „smileys“ liefert nicht nur eine Auflistung sämtlicher Bilder von Smileys, sondern auch eine Kategorisierung. Google erkennt die Unterschiede der Grafiken und formt sogenannte „Cluster“, etwa „Smiley Schwarz Weiß“ oder „Smiley Traurig“.

2. Mobile Suchen

Der Anteil der mobilen Nutzung von Websites ist seit Jahren stark steigend. Diese Entwicklung ist zwar von der Zielgruppe abhängig, aber branchenübergreifend sichtbar. Fischerländer ist diesem Trend auf den Grund gegangen und hat die Unterschiede der Suchergebnisse auf verschiedenen Endgeräten analysiert.

Fischerländer hat hierfür die Suchergebnisse von 1.000 Keywords ausgewertet und die Anzahl der angezeigten Domains verglichen. Sein Ergebnis zeigt leichte Differenzen. Bei Suchen zu diesen 1.000 Keywords über ein Nexus 5 waren demnach rund 10 Prozent weniger Domains in der Ergebnisliste als bei Suchen via iPhone.

„Die Anzahl an Websites in den Suchergebnissen unterscheidet sich je nach Endgerät.“

Die Verteilung von Seitentypen untersuchte Fischerländer anhand von 10.000 Keywords. Ein Großteil der indexierten Domains wurde hierfür insgesamt 14 Kategorien zugeordnet, darunter beispeilsweise „News“ (bspw. spiegel.de), „Nachschlagen“ (bspw. wikipedia.org) und „Shop“ (bspw. amazon.de).

Die Ergebnisse zeigen ein deutliches Bild. Während sich die Verteilung der Kategorien bei Suchen via Smartphone oder Desktop ähnelt, unterscheidet sie sich deutlich auf Tablets. Dort liefert Google ab der zweiten Position beispielsweise kaum noch Websites der Kategorie „Nachschlagen“ (bspw. wikipedia.org) aus.

3. App-Integration

Interessant erscheinen Fischerländer auch die häufig Integrationen mobiler Applikationen, insbesondere in Form sogenannter „Oneboxes“. Rund 7,3 Prozent der Suchergebnisse seines 1.000 Suchbegriffe großen Keywordsets nutzen diese Darstellungsform.

Bei Suchen auf iOS-basierten Geräte wie einem iPad erfolgt die Integration laut Fischerländer häufiger als bei Android-basierten Geräten wie dem Nexus 5. Hintergrund ist das jeweilige Betriebssystem und die für Google daraus resultierenden Möglichkeiten.

Stefan Fischerländer von Gipfelstolz auf der SEO Campixx. (Foto: t3n)
Stefan Fischerländer von Gipfelstolz auf der SEO Campixx. (Foto: t3n)

Google fällt die Indexierung von Apps des eigenen Betriebssystems leichter und kann demnach verstärkt „Deep Links“ setzen. Da Suchergebnisse auf Mobilgeräten nur die zum jeweiligen Betriebssystem passenden Applikationen anzeigen, greift Google bei Suchen über iOS-basierte Geräte als Notlösung auf „Oneboxes“ zurück.

Was bedeutet das für SEOs?

Für Fischerländer ist das Ergebnis seiner Analyse klar. Websites müssen 2016 eine starke technische und inhaltliche Basis haben, nur dann gelingt die Suchmaschinenoptimierung. Diese Qualitäten machen 80 Prozent der Erfolgs aus, sagt er. Klassisches SEO liefere nur die verbliebenen 20 Prozent.

Seitenbetreiber sollten zum einen technische Qualitäten wie eine saubere Architektur sowie eine gute Usability sicherstellen und zum anderen die inhaltliche Qualität optimieren und auf die jeweilige Suchintention optimieren.

„SEO is bigger than just SEO“, zitiert Fischerländer den „Wizard of Moz“, Rand Fishkin, ein weiteres Urgestein der SEO-Szene. Für einschneidende Ergebnisse müssen Suchmaschinenoptimierer 2016 abteilungsübergreifend Veränderungen einleiten, so sein abschließendes Fazit.

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2 Reaktionen
Natalia Bolshakova
Natalia Bolshakova
15.03.2016, 10:19 Uhr

auf expiredweb.de gefunden:

(..) Wie erfolgreich RankBrain dabei ist, zeigten interne Tests: Während Google-Entwickler, die sich tagein und tagaus mit dem Suchalgorithmus beschäftigen, 70 Prozent der Ergebnisse in einem Experiment richtig einschätzen konnten, kam RankBrain auf 80 Prozent.(...)

Bemerkenswert!

lg, Natalia / St. Petersburg

Antworten

Robert Bugge
Robert Bugge
15.03.2016, 12:58 Uhr

Das ist wirklich bemerkenswert. Wie Herr Tandler schon bei einem seiner Vorträge erwähnt wird google immer besser in "Selbst lernen und verarbeiten" . Kein Wunder , sagte doch Sergey Brin schon beim Start von google "Wir arbeiten an einer selbst lernenden Maschine" .

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