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SEO: Bedeutung von Social Signals für Google-Suche umstritten [Online Business Summit]

ist längst zu einem unverzichtbaren Baustein im Online-Marketing-Mix geworden, darin war man sich einig bei der dritten Online Business Summit, die am Montag in Hamburg stattfand. Die Bedeutung sogenannter Social Signals, also Links von Twitter, Facebook und Co, auf die Google-Suche ist hingegen umstritten.

 

Social Signals werden immer wieder als schon heute bedeutsamer Rankingfaktor hervorgehoben. In einer vielbeachteten Searchmetrics-Auswertung wurden Shares und Likes bei Facebook sogar als vermeintlich größte Hebel im deutschen Google-Ranking identifiziert. Teilnehmer der Online Business Summit äußerten sich hingegen zurückhaltender dazu, was für einen Einfluss Aktivitäten in Social Networks aktuell auf die Google-Ergebnisse haben.

Johannes Beus, Geschäftsführer des Analyseunternehmens Sistrix, vertrat in einer Podiumsdiskussion gar die Ansicht, Social Signals hätten für aktuell keinerlei unmittelbare Relevanz. Anhand der von analysierten Daten ließe sich nicht ableiten, dass Verlinkungen bei Facebook, Twitter & Co. einen wesentlichen Einfluss auf die Google-Suchergebnisse hätten. Für Google+ hat Matt Cutts das jüngst sogar bestätigt.

Hält Google bewusst die Qualität der Suche gering?

Zumindest bis Jahresende wird sich das nach Ansicht Beus' nicht ändern. Zwar hätten Social Signals das Potenzial zur Verbesserung der Google-Suche, möglicherweise sei der Konzern daran aber gar nicht interessiert. Rein wirtschaftlich wäre es für Google nämlich schlauer, die organischen Suchergebnisse nicht so gut zu machen, dass Nutzer keinen Bedarf mehr an den eingeblendeten Werbeanzeigen hat. Solange Google einen deutlichen Qualitätsvorsprung vor Bing habe, könnte sich das Unternehmen ein solches Vorgehen erlauben.

Links Johannes Beus (Sistrix), rechts Mario Fischer (Website Boosting)

Professor Mario Fischer betonte dagegen in seinem Vortrag zu aktuellen Google-Rankingfaktoren (hier die Slides als PDF-Datei), Social Signals hätten bereits zumindest einen indirekten Einfluss auf die Suchergebnisse. Der Herausgeber und Chefredakeur des Fachmagazins Website Boosting erklärte, Google nutze Social Signals aus Netzwerken vor allem dafür, gute von schlechten Links (und echte von falschen Accounts) zu differenzieren. Schon heute müsse es darum für Publisher darum gehen, ihre Autoren „mit Reputation aufzuladen", unter anderem  über Autorenprofile.

Eine andere Art der indirekten Verknüpfung von SMO und sprach Arne Bleckwenn an, Geschäftsführer der Bettenbörse Wimdu. Das Startup nutzt unter anderem skurrile Mietobjekte für virale PR-Kamapgnen, die auch zur Generierung von Backlinks konzipiert und dahingehend gebenchmarkt werden.

Die Online-Marketing-Agentur The Reach Group richtete die Online Business Summit zum dritten mal aus. Bei strahlendem Sonnenschein kamen 160 Branchenteilnehmer (regulär kostete ein Ticket glatte 1.000 Euro) in einer Villa in Hamburg-Blankenese zusammen. Anhand des Feedbacks zur Veranstaltung will die Agentur die Online Business Summit 2013 konzipieren – denkbar sei ebenso ein hochexklusives Event für 50 Gäste wie eine Konferenz mit 500 Teilnehmern, erklärte TRG-Chef Christoph Burseg im Gespräch mit t3n.de.

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5 Antworten
  1. von Marcus Tober am 12.06.2012 (15:36 Uhr)

    @Johannes Haupt
    Das was du über das Interview mit Matt Cutts schreibst ist falsch. "Für Google+ hat Matt Cutts das jüngst sogar bestätigt." Siehe weiter oben in deinem Artikel mit internem Link. Matt Cutts hat keineswegs bestätigt, dass Social nicht zählt. Im Gegenteil, Google Mitarbeiter bestätigen sehr deutlich dass Social Signals zählen, wenn auch nicht alles der alles bestimmende Ranking Faktor.

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  2. von Johannes Haupt am 12.06.2012 (15:48 Uhr)

    @Marcus Wörtlich sagte er (MC)

    MC: When we look at +1, we’ve found it’s not necessarily the best quality signal right now.
    DS: You have to be on Google+ if you want to rank well in Google.
    MC: No!!!! It’s still early days on how valuable the Google+ data will be.

    Auf G+ gemünzt (das besagt der Satz ja) ist das schon eine ziemlich klare Ansage zur _aktuellen_ Relevanz.

    Ciao
    Johannes

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  3. von Janet am 12.06.2012 (19:38 Uhr)

    Hallo Johannes!

    Social Signals haben auch meines Wissens laut Google-Mitarbeitern eine positive Wirkung auf das Ranking. Ich merke es auch an meinen eigenen Seiten- seitdem ich sie mit Socials vernetzt habe geht es nach oben. Bei Seiten, bei denen ich noch nicht dazugekommen bin sie social zu verlinken, ist keine große Verbesserung aufgetreten, obwohl sie alle miteinander ähnliche Backlinkstrukturen haben.

    Viele Grüße, Janet

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  4. von Dirk am 13.06.2012 (09:09 Uhr)

    @ Johannes @ Marcus
    "DS: You have to be on Google+ if you want to rank well in Google.
    MC: No!!!! It’s still early days on how valuable the Google+ data will be."

    Ich übersetze das so: Signale werden genutzt, aber nur sehr moderat, da die Qualität dieses Signals noch nicht so überzeugt, um es stärker einzusetzen. Was aber in Zukunft (wenn Google+ auch mehr User hat) passieren könnte (und vermutlich auch wird).

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