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Marketing

Content-Kannibalismus? So entgehst du dem resultierenden Traffic-Verlust

    Content-Kannibalismus? So entgehst du dem resultierenden Traffic-Verlust

(Quelle: Sören Bendig, SEOlytics)

Kannibalismus im digitalen Zeitalter? Auf der SEO Campixx war das tatsächlich ein Thema. 45 Minuten lang referierte darüber Sören Bendig, Geschäftsführer der SEOlytics GmbH.

Content-Kannibalismus?

„Content is King“, lauten die schon viel zu oft gehörten Zeilen, mit denen Marketer sich seit einigen Jahren auferlegen, ständig neue Inhalte ins digitale Nirvana zu pumpen. Für Unternehmen ist das ein Problem, so Sören Bendig von SEOlytics. Durch mehr Content entstehe zwangsweise auch mehr Kannibalismus, sogenannter „Content-Kannibalismus“.

Ein klassiker des „Kannibalismus“, zwei Schwesterdomains mit konkurrierenden Rankings. (Quelle: Sören Bendig, SEOlytics)
Ein klassiker des „Kannibalismus“, zwei Schwesterdomains mit konkurrierenden Rankings. (Quelle: Sören Bendig, SEOlytics)

Wenn Google als hierzulande größte Suchmaschine nicht mehr in der Lage ist, zu entscheiden, welche Unterseite einer Website für einen Suchbegriff ranken soll, spricht Bendig von „Content-Kannibalismus“ (oder Relevanzproblemen). Sie zu ergründen und abzuschalten, stand im Mittelpunkt seines 45-minütigen Vortrags auf der SEO Campixx 2016.

So entstehen Relevanzprobleme

Die Problematik des „Kannibalismus“ begleitet viele Teilnehmer der SEO Campixx 2016. Zahlreiche Gespräche und Vorträge drehen sich um eine Entschlackung der eigenen Website, anstatt einer Aufdröselung in immer mehr schwach aufbereitete Unterseiten.

Zu den häufigsten Gründen der damit einhergehenden Probleme des von Bendig thematisierten „Kannibalismus“, zählt die Publikation von Inhalten auf mehreren Domains, Subdomains oder Verzeichnissen. Darüber hinaus spielen laut Bendig auch Tests von Google eine Rolle, in denen Algorithmen die Reaktion der Suchenden auf Veränderungen der Suchergebnisse prüfen.

So erkennt man Content-Kannibalismus

Um Relevanzprobleme zu erkennen sollten Marketer die Rankings ihrer Websites durch geeignete SEO-Tools im Blick behalten, erklärt er. Wichtig ist, dass diese nicht nur das beste Ranking der eigenen Domains erfassen, sondern alle rankenden Pfade in einem täglichen Intervall. Erst dann würde eine aus Mehrfachrankings resultierende Kannibalisierung sichtbar.

Ein besonders ausgefallenes Beispiel. (Quelle: Sören Bendig, SEOlytics)
Ein besonders ausgefallenes Beispiel. (Quelle: Sören Bendig, SEOlytics)

Bendig schließt für einen genaueren Blick auf die erfassten Problemfälle sämtliche Platz–1-Rankings aus, erklärt er. Rankt die eigene Seite auf dem ersten Platz, sind weitere Rankings auf Folgeplätzen egal. „Da will man dann ja eh so viel wie möglich“.

Was kann man machen?

Er wirft stattdessen einen Blick auf alle verbliebenen Rankings auf der ersten und zweiten Suchergebnisseite und analysiert die erfassten Mehrfachrankings. Existieren Relevanzprobleme bei einem Ranking auf der ersten Suchergebnisseite, geht Bendig beim Auflösen eben dieser von einer Besserung um ein bis drei Positionen aus.

Beim Auflösen helfen laut Bendig gleich mehrere Strategien:

  1. Man setzt zusätzliche interne oder externe Links, um die Autorität von einer der rankenden Unterseiten zu steigern.
  2. Man erstellt übergeordnete Kategorieseiten, wenn mehrere Unterseiten zu einem ähnlichen Keywordset ranken. Häufig ist das der Fall bei Onlineshops.
  3. Man baut die Seiten um oder greift auf technische Maßnahmen zurück, etwa Canonicals, Weiterleitungen, Noindex.

Klick dich für zahlreiche Screenshots mit allen Beispielen durch die folgende Präsentation.

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