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SEO für Onlineshops: Mit diesen Tipps viel mehr verkaufen

    SEO für Onlineshops: Mit diesen Tipps viel mehr verkaufen

Jeder Online-Shop-Besitzer träumt davon: Bei Eingabe des Produkts in der Google-Suche ganz oben zu landen. Mit den SEO-Tipps aus diesem Artikel kann das möglich werden.

Der Norweger Trond Lyngbø arbeitet bei der Osloer Internetagentur Metronet und ist Spezialist für SEO. Seinen Kunden verspricht er, mit SEO die Umsätze ihrer Online-Shops zu verdoppeln und verweist auf seine zehnjährige Erfahrung in dem Business. Auf Searchengineland.com hat er typische Kundenfragen zur Suchmaschinenoptimierung und seine Antworten dazu zusammengestellt. Eine Auswahl davon zeigen wir euch hier.

SEO für Online-Shops geht auf vielen Wegen (Bildquelle: searchengineland)
SEO für Online-Shops geht auf vielen Wegen (Bildquelle: searchengineland)

Wie zeige ich ein Produkt an, das momentan nicht lieferbar ist?

Die Produktseite einfach so lassen wie sie ist (ergänzt um einen Hinweis darauf, dass das Produkt gerade nicht vorrätig ist). Die Seite sollte nicht gelöscht, versteckt oder ersetzt werden. Stattdessen sollten dem Kunden in einem Widget auf der Seite Alternativen angeboten werden. Zum Beispiel:

  • das gleiche Produkt in anderen Farben
  • andere Modelle
  • ein vergleichbares Produkt einer anderen Marke

Wichtig: das vorgeschlagene Alternativ-Produkt muss wirklich den gleichen Zweck erfüllen und zum Ursprungsprodukt passen.

Damit die potenziellen Käufer, die unbedingt das Ursprungsprodukt haben wollen, wiederkommen, solltet ihr ihnen mitteilen, wann das Produkt voraussichtlich wieder verfügbar ist. Ideal wäre es, wenn die Kunden es trotzdem vorbestellen können und ihr ihnen mitteilt, dass sie aus der nächsten Lieferung sofort versorgt werden.

Wie zeige ich ein Produkt an, das überhaupt nicht mehr lieferbar ist?

Es gibt immer Produkte, die eines Tages nicht mehr lieferbar sind, weil es neue Gerätegenerationen oder eine neue Kollektion gibt. Viele Online-Shops löschen einfach die Produktseiten. Aus SEO-Perspektive ist das nicht ratsam. Denn sobald eine Seite gelöscht wird, ist das bisher durch diese Seite erreichte Ranking verloren. Und sollte ein Kunde genau diese Seite als Lesezeichen gespeichert haben, bekommt er beim erneuten Besuch eine Fehlermeldung. Deshalb sollte hier immer mit einer Lösung gearbeitet werden, die das Ranking nicht negativ beeinflusst:

  • Die alte URL kann mit einem 301-Redirect auf ein anderes Produkt weitergeleitet werden, wenn das Ursprungsprodukt durch ein verbessertes Produkt ersetzt wurde. Der 301-Redirect übernimmt das alte Google-Ranking und alles was mit der alten URL verbunden war und überträgt es auf die neue Seite.
  • Sollte es kein verbessertes Produkt geben, hilft dem Kunden der Redirect auf eine übergeordnete Seite, zum Beispiel die Produktkategorie.
  • Wenn ihr euren Kunden gar keine Alternative zum Ursprungsprodukt anbieten könnt, sollte die Produktseite gelöscht werden. Dann achtet jedoch darauf, dass die Seite mit dem Status 410 versehen wird, so dass Google die Seite auch aus dem Index herausnimmt und nicht mehr auf eine nicht vorhandene Seite linkt.
  • Man kann die URL auch einfach weiterverwenden und auf der Seite ein anderes ähnliches Produkt platzieren. So bleiben die bisherigen Google-Rankings erhalten.
  • Die Seite online lassen (mit Vermerk „nicht mehr lieferbar”) kann eine Option sein, wenn auf der Seite Informationen stehen, die bisherigen Kunden noch nützlich sein könnten – wie zum Beispiel Support-Hinweise.

Wie soll man mit saisonalen Produkten umgehen?

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Viele Produkte werden nicht das ganze Jahr über angeboten. Hier ist das Ziel, das Ranking der Produktkategorien zu stärken. Dazu sollten die Kategorien auf den Produktseiten verlinkt sein. Themen, die jedes Jahr wiederkommen, können in der URL festgelegt werden (zum Beispiel domain.de/produktkategorie/produkt-2012). Mit dem 301-Redirect kann dann ein Jahr später auf die neue Seite verwiesen werden und das Vorjahresranking bleibt bestehen.

Wie macht man SEO für neue Produkte?

Hierfür ist eine gute Strukturierung der Website und der Linkarchitektur sinnvoll. Das könnte so aussehen, dass von der Hauptseite zu den Kategorien gelinkt wird und von dort weiter zu den Produkten. Damit soll sichergestellt werden, dass Google versteht, wie eure Seite aufgebaut ist und sie so besser indizieren kann. Gleichzeitig solltet ihr sicherstellen, dass neue Produkte auf den Kategorie-Seiten verlinkt sind, um besser gefunden werden zu können. Und vielleicht gibt es auf der Startseite noch einen Platz für Neuvorstellungen.

Was macht man mit einem Produkt, für das es kaum Content gibt?

Viele Produktseiten glänzen mit der Abwesenheit von Text oder es gibt lediglich ein paar Auszüge auf der Produktdatenbank. Unique Content ist das nicht. So kann eine Suchmaschine wie Google die Seite nicht richtig interpretieren und folglich auch nicht in den Suchergebnissen optimal anzeigen.

Der Rat von Trond Lyngbø hierzu: Zunächst für die beliebtesten und wichtigsten Produkte guten Content erstellen und diesen pflegen. Dann sollten die Produktkategorien in den Fokus der Optimierung rücken. So rankt dann die Kategorieseite stärker und von dort findet der Kunde dann auch schnell zu den einzelnen Produkten.

Um einzelne Produktseiten dennoch individuell zu halten, könnt ihr zum Beispiel Kundenbewertungen zum Produkt packen.

Und wenn ich nur Produktbeschreibungen des Herstellers habe?

Unique Content bedeutet nicht, dass jeder Shop dieselbe Herstellerbeschreibung verwendet. Je nach Größe eures Shops, könnt ihr aber nicht für alle Produkte eigene kreative Texte schreiben. Auch hier gilt dann, möglichst weiteren Content für die Produktseiten zu finden. Kundenbewertungen und Posts aus Social Media können hier Mittel zum Zweck sein.

Trond Lyngbø rät, die Kunden auf der emotionalen Ebene anzusprechen, zum Beispiel mit Geschichten zum Produkt statt nur der technischen Beschreibung.

Wie sollte eine Kategorie-Seite aussehen?

Ihr solltet jede Kategorie-Seite so betrachten, als sei sie eine Homepage. Wenn ein Kunde durch Google auf die Kategorie-Seite kommt, der euren Shop nicht kennt, will er trotzdem wissen, wo er jetzt ist. Daher brauchen auch diese Seiten Content und eine suchmaschinenfreundliche Struktur. Ein Beispiel: die URL der Kategorie sollte wie die Kategorie lauten.

Wie kann man User Generated Content stärker präsentieren?

Nutzt eure Kunden-Community.
Nutzt eure Kunden-Community.

Wenn eure Produkte nicht gerade komplett verrissen werden, ist User Generated Content (UGC) ein abolsuter Vorteil für das SEO. Denn jeder Seite mit UGC ist unique und wird von Google entsprechend gewertet. Durch Empfehlungen anderer Kunden steigert sich der Verkauf eines Produkts.

Wer über eine große Anzahl zufriedener Kunden verfügt, kann diese Community für vieles engagieren. Social Media-Posts eurer Kunden können ebenso verlinkt werden wie Blogeinträge über das Produkt.

Was haben SEO und Webdesign miteinander zu tun?

In diesem Fall sehr viel: Der Aufbau eines Online-Shops muss suchmaschinenfreundlich sein, wenn die gewünschten Rankings erreicht werden sollen. Daher sollte sich der Webdesigner auch mit SEO auskennen. Bereits bei der grundlegenden Planung sollten dann Aspekte wie die URL-Gestaltung berücksichtigt werden.

Was ist eigentlich mit einer eigenen Suchfunktion?

Neben Google sollte unbedingt auch die interne Suche im Shop gut funktionieren.
Neben Google sollte unbedingt auch die interne Suche im Shop gut funktionieren.

Die interne Suche im Online-Shop wird oft vernachlässigt, wenn alle Aufmerksamkeit auf Google und Co. gerichtet ist. Dabei nutzen viele Kunden auf der Startseite eines Shops die dortige Suchfunktion, sobald sie auf der Suche nach einem bestimmten Produkt sind und sich nicht durch die ganzen Kategorien klicken wollen.

Deshalb sollte auch die interne Suche optimiert werden. Dazu gehört es, die Wege der Besucher im Shop zu verfolgen, beliebte Suchbegriffe zu identifizieren und dann für diese zu optimieren.

Wie sollten Fotos und Videos aussehen?

Die Qualität von Bildmaterial ist oft entscheidend für die Kaufentscheidung. Daher sollte das Material professionellen Ansprüchen genügen. Gute Bilder und Videos werden dann auch öfter in Social Media geteilt. Wenn Kunden das dann noch kommentieren, ist gleich wieder UGC geschaffen worden, den ihr einsetzen könnt (siehe oben). Und nicht vergessen: Google hat auch eine Bildersuche. Ein Bild, das dort gefunden wird, bringt zumindest Besucher auf die Seite.

Wie gehe ich mit mobilen Endgeräten um?

So sieht ein lokales Suchergebnis in den Google PLAs auf dem Smartphone aus. (Screenshot: Google)
Für mobile Geräte optimierte Online-Shops können mehr Umsatz machen. (Screenshot: Google)

Mobile Commerce wächst und wächst, sogar stärker als der reguläre E-Commerce. Ein Online-Shop sollte daher diese Kundengruppe auf keinen Fall vernachlässigen. Eine mobil optimierte Website ist dann Pflicht. Dennoch sollte es den mobilen Kunden freigestellt sein, welche Version des Shops sie nutzen wollen, denn auf einigen Geräten lässt sich durchaus die reguläre Version der Seite nutzen, ohne dass es zu Einbußen beim Komfort kommt.

Was ist mit der Sicherheit?

Die Sicherheitsbedenken eurer Kunden müsst ihr ernst nehmen. Online-Shopping basiert auf Vertrauen, schließlich geben die Kunden ihre Zahlungsinformationen in eure und damit fremde Hände. Verschlüsselung zum Beispiel mit SSL sollte selbstverständlich sein. Entsprechende Zertifikate und Gütesiegel sollten an prominenter Stelle auf der Webseite gezeigt werden.

via searchengineland.com

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6 Reaktionen
sclpw01
sclpw01

Schöner Artikel um einen kleinen Einstieg zu bekommen. Der folgende Artikel spricht eher fortgeschrittenes SEO im Onlineshop an =>

http://ecommerce-software.rocks/top-8-seo-fehler-bei-onlineshops/

Antworten
TimT.
TimT.

Hi, sehr schöne Zusammenstellung der SEO-Basics für Online-Shops.
Ich habe selbst eine fünfteilige Anleitung erstellt:
http://www.2bguide.com/business/20140929/online-shop-erstellen-35-suchmaschinenoptimierung-seo.html

Freue mich auf Feedback ;-)

Antworten
tomruthemann
tomruthemann

Eigentlich eine Menge Binsenweisheiten. Aber wenn man denkt, wie viele Shop-Besitzer und Web-Designer nicht mal die Basic bedienen, dann sollte dieser Artikel eigentlich ein Muss werden.

Antworten
marcelbusch86
marcelbusch86

Hey toller Artikel, einige sehr hilfreiche Tipps dabei, ich habe mich selbst auch mit dem Thema auseinander gesetzt, vielleicht ist ja noch was für euch dabei ;-)
http://www.basecom.de/blog/seo-fuer-e-commerce-und-online-shops/

Antworten
dot_SB
dot_SB

Sehr schöne Aufstellung wichtiger Faktoren für das Shop-SEO. Mein Lieblingsfaktor: Die Notwendigkeit emotionaler Produkt-Texte.

Auch die technischen Ansätze sind sehr gut, z.B. die richtige Umleitung nicht mehr verfügbarer Produkte, die in vielen Shop-Systemen per Standard schlicht ignoriert oder falsch gehandhabt wird.

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