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„Search Engine Strategies“: Tipps, Tricks und Links vom Papst – Tag 1 der Suchmaschinen-Konferenz in Berlin

„Search Engine Strategies“: Tipps, Tricks und Links vom Papst – Tag 1 der Suchmaschinen-Konferenz in Berlin

Nach den Workshops am Montag ging es am gestrigen Dienstag bei der „Search Engine Strategies“ mit dem ersten Tag der Konferenz ans Eingemachte. Mit Vorträgen für Einsteiger und Fortgeschrittene wurden die aktuellen Trends, , Tricks und Techniken rund ums Thema vorgestellt und diskutiert. Olaf Kopp, Dipl. Kaufm. und CEO/Inhaber von SEM Deutschland, ist dabei. Hier seine Eindrücke.

Die SES Berlin 2009 finde im Crown Plaza Berlin City Centre statt. „Der Schnittpunkt von Suche, Marketing und E-Commerce“ ist der Slogan. Kurz und knapp es geht in erster Linie um Suchmaschinenoptimierung (SEO), um Suchmaschinen-Werbung (SEA, Search Engine Advertising bzw. PPC Advertising) sowie Auswertung und Analyse. Die einzelnen Angebote sind aufgeteilt in Fortgeschrittenenkurse und Grundlagenkurse, die mit teilweise namhaften Sprechern und Moderatoren bestückt waren: beispielsweise Mario Fischer (Website Boosting), Thomas Promny, Alan Webb und Bill Hunt. Im Vergleich zu den Workshops am Montag, bei denen die Besucherzahl eher überschaubar war, machte die Location beim ersten Konferenztag mit ca. 300 Besuchern einen gut gefüllten Eindruck.

Zwei Sessions kurz vorgestellt

Bei den Sessions am ersten Konferenztag waren sehr interessante Beiträge und Diskussionen. Herausheben möchte ich dabei die Sessions „Paid Search Techniques für Fortgeschrittene“ und „Analytics for Search“.

Bei den Paid Search Techniques für Fortgeschrittene stach der Beitrag vom Holländer Evert Veldhuijzen heraus - in Sachen Humor und mit interessanten Ideen zur Aufmerksamkeitssteigerung von AdWords-Anzeigen. So zeigte der sympathische Veldhuijzen einige interssante bisher von Google unbemerkte Schlupflöcher, wie man z.B. die Headline über die begrenzte 25 Zeichenzahl verlängern kann, wie man unklickbare Anzeigen online bekommt sowie die Bugs der kürzlich eingeführten AD-Sitelinks und wie man sie für sich nutzen kann.

Das zweite Higlight des Tages war die Session zu Tracking und Analyse von SEM- bzw. SEA- und SEO-Maßnahmen, aus der eine Diskussion betreffend Google Analytics vs. bezahlte Analyse Tools entstand. David Radicke (/SEO-Berater) meinte beispielsweise: „Viele Analyse Tools sind schlecht und ihr Geld nicht wert. Klare Empfehlung: Google Analytics. Google weiß eh alles über uns!“ Marcus Koch von orangeB hielt dem entgegen: „Analytics kann auch nicht alles. Wenn ich es mir leisten kann, dann kein Analytics.“ Zudem wurde das Thema SEO-Tracking und Prognostizierbarkeit von SEO-Maßnahmen diskutiert. Sehr interessant!

SEO vs SEO

Zum Abschluss des ersten Konferenztages gab es das Thema Linkbuilding - es war zugleich die vollste Veranstaltung. Dort saßen Nina Baumann, Marcus Tandler, Ralph Tegtmeier und Sebastian Wenzel. Besonders der bärtige Black-Hat-SEO Ralph Tegtmeier von fantomaster.com sorgte bereits bei seiner Vorstellung und seinem unverhohlenen Standpunkt zu seiner Black-Hat-Tätigkeit für einiges an Amusement. Als „Black Hat“ werden Optimierer bezeichnet, die alle Mittel einsetzen, auch wenn sie künftig zur Abstrafung durch die Suchmaschine führen können. „Automatisiert“ war im übrigen sein Lieblingswort. Ralph Tegtmeier entwickelte sich zum Mittelpunkt des Panels und gab seinen Standpunkt offen aus: „Wer die SEO-Technik von 2003 in Acryl gießt, sollte sich gleich mit eingießen.“ Nina Baumann setzt hingegen lieber auf White-Hat-Methoden und eine nachhaltig bleibende SEO-Strategie.

Zudem wurde das Thema behandelt, was beim Linkkauf der Wertmesser für den Preis ist und dass der veraltete Page Rank es nicht mehr sein kann. Zum Abschluss noch ein Statement von Ralph Tegtmeier auf eine Zuschauerfrage, für welchen Link man sich nun idealerweise entscheiden sollte: „Am Besten, Du holtst dir einen Link vom Papst!“

Im Großen und Ganzen ein sehr interessanter Tag. Mal sehen was am zweiten Tag passiert ...

Links zu Gastautor Olaf Kopp

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3 Antworten
  1. von bjoernschaller am 25.11.2009 (10:57 Uhr)

    Die Schlupflöcher bei Google (mehr als 25 Zeichen in der Headline bei AdWords, unklickbare Anzeigen online bekommt...) würden mich interessieren. Kann mir die jemand schreiben/sagen?

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  2. von Olaf Kopp am 25.11.2009 (11:19 Uhr)

    kontaktiere mich mal über meinen blog oder meine Website. Grüße Olaf

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  3. von Radicke am 26.11.2009 (09:34 Uhr)

    Ich muss noch zum Analytics-Kommentar oben sagen, dass Google Analytics natürlich einige bekannte schwäche hat (kein real time, report-versand sehr schlecht).
    Wenn einem diese Punkte wichtig sind, dann gibt es durchaus gute Alternativen, wie z.B. webtrekk (übrigens eine Firma aus Berlin, mit denen man gut arbeiten kann!)
    David Radicke

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