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SEO / Linkbuilding nach Pinguin und Panda [Howto]

Das jüngste „Qualitäts-Update" von (Projektname: Pinguin) hat die Suchergebnisseiten gehörig durcheinander gewirbelt und einige Websites massiv Sichtbarkeit gekostet. Unser Gastautor Martin Missfeld sagt, wie Suchmaschinen-Optimierer auf die Anpassung des Google-Algorithmus reagieren sollten.

SEO / Linkbuilding nach Pinguin und Panda [Howto]

 

Google hat einen Panda mit einem Pinguin gepaart, und heraus gekommen ist ein Seo-verschlingendes Monster. So die Lesart in der Seo-Sphäre. Das Pinguin-Update ist, wie Mario Fischer in seinem erhellenden Artikel zurecht feststellt, kein „Penalty-Update” – so wie zum Beispiel Panda. Beim Pinguin geht es um den regulären Google-Algorithmus, der angepasst wurde. Das Pinguin-Panda-Monster stellt für die Suchmaschinenoptimierung eine Zäsur dar. Nichts ist mehr so, wie es vorher war. Das Update hat fundamentale, über lange Jahre etablierte Seo-Methoden ins Wanken gebracht. Daher halte ich es für angemessen, einen Artikel über „Suchmaschinenoptimierung nach Pinguin und Panda” zu schreiben.

Was ändert sich aus Seo-Sicht?

Alles. Denn wenn man ehrlich ist, war bis vor zwei Wochen Suchmaschinenoptimierung doch für die meisten im Grunde nur eines: . Und Linkbuilding bedeutet in den meisten Fällen: selber aktiv Links auf eigene (oder Kunden-) Seiten setzen. Ob gekauft, getauscht, mit Tools erzeugt oder mühsam per Hand gesetzt, Backlinks waren (und sind) für viele die wichtigste Google-Währung. Wer viele davon einsammeln kann, kam (und kommt nach wie vor) weit nach vorne.

Klar, Onpage konnte man immer noch ein wenig rauskitzeln, aber in umkämpften Bereichen nicht mehr wirklich. Da ist vieles inzwischen längst ausgereizt (siehe dazu: Die optimale Webseite). Ob Social-Media für die Suchmaschinenoptimierung bzw. auf die Google-Ergebnisse einen direkten Einfluss hat, ist umstritten. Ich würde Social-Media-Optimierung nach wie vor nicht der Suchmaschinenoptimierung zuordnen. Das ist (noch) ein anderes Feld.

Linkbuilding ist tot!?

Linkbuilding tot? Ja, zumindest das, was man bisher unter Linkbuilding verstanden hat. Aus meiner Sicht ist das A und O der Pinguin- und Panda-Updates: Google kann unnatürlich wirkende Links erkennen. Ebenso wie Content, der aussieht, als wäre er nur für den Linkhandel aufgebaut worden. Und wenn man ehrlich ist: Google hat einen guten Job gemacht. Wenn man sich die Verlierer bei Sistrix oder Searchmetrics anschaut, dann stehen die doch zurecht auf der Liste. Beim Linkbuilding hat sich doch in der Vergangenheit kaum jemand wirklich Mühe gegeben – logisch: denn das kostet Zeit und Geld. Und bis vor zwei Wochen klappte das ja auch prima. Doch nach Pinguin und Panda sieht es nun anders aus: Linkbuilding wird zu einer echten Gratwanderung. Google ist offensichtlich viel besser als je zuvor in der Lage, unnatürlich Links zu erkennen.

Was tun gegen Pinguin-Verluste?

Die Mehrzahl der Experten rät nun dazu, diese unnatürlichen Links abzubauen oder auch nur die Ankertexte zu verändern (siehe Seo-United: Ergebnis der Umfrage zu Googles Penguin-Update). Ich halte diesen Ansatz für zu kurz gegriffen. Ich würde statt dessen versuchen, ein komplettes Projekt sauber zu waschen. Ich habe mir als “Terminus” mal den Begriff der “Waschmaschine” ausgewählt :-)

Onpage-Waschmaschine

Als Programme der Onpage-Waschmaschine würde ich folgende empfehlen:

  1. Lesbares Impressum und Verknüpfung des Autors oder des Betreibers mit einem oder mehreren (verifizierbaren) Accounts.
  2. Anmelden der Seite bei den Webmaster-Tools.
  3. Anmelden bei Google-Analytics.
  4. Die Seiten mit dem geringsten Traffic löschen.
  5. Die Seiten mit der höchsten Absprungrate löschen (oder so verbessern, dass die Absprungrate sinkt.)
  6. Sollte irgendjemand heutzutage noch Seiten mit zu hoher Keyword-Dichte haben, dann dringend abbauen und durch Synonyme ersetze.
  7. Alle “nicht-glaubhaften” ausgehenden Links löschen: damit sind solche Links gemeint, die für einen normalen User nicht begründbar sind. Der Grund für die Verlinkung sollte zu erkennen sein. Beispiel: Ein Text über Haushaltsgeräte listet ein paar davon auf. Ein oder zwei sind nach außen auf entsprechende Websites verlinkt. Dann würde ich da hinschrieben: “Ein Kumpel von mir betreibt eine Website über Mikrowellen. Hier seine Website.” Und dann natürlich “hier seine Website” verlinken. Das ist viel glaubhafter, als einfach nur auf irgendeine Mikrowellen-Seite zu verlinken.
  8. Wer sich als Kollateralschaden sieht, dem würde ich diese Vorgehen besonders nahelegen. Denn es scheint mir nur logisch, dass Google Signale, die darauf hindeuten, dass eine Seite nur zum Zweck des Linkverkaufs erstellt wurde, ebenso abstraft wie Seiten, die offensichtlich unnatürliche Links aufgebaut haben.

Offpage-Waschmaschine

Im Offpage-Bereich hat man meist viel weniger Eingriffsmöglichkeiten. Ich würde folgendes überdenken:

  1. Gekaufte Links kündigen, sofern die Link-gebenden Seiten nicht wirklich natürlich aussehen und einen verifizierbaren Autoren haben. Wenn die Seite tendenziell aussieht, als würde sie Links verkaufen (wenn sie zum Beispiel kein klares inhaltliches Profil hat, sondern über Gott und die Welt berichtet, und in jedem zweiten Artikel in der Gegend herum verlinkt), würde ich auch eine Kündigung empfehlen.
  2. Wenn man Links getauscht hat, sollte man alle Tauschlinks, die nicht wirklich themenrelevant sind, einfach löschen (wenn möglich natürlich den Partner vorher informieren). Die Tauschlinks werden dann sicherlich bald verschwinden.
  3. Blogkommentare sollten grundsätzlich nur auf Homepages oder Blog-Startseiten zielen.
  4. Wenn eine Unterseite zu viele schmutzige Links hat, die man nicht mehr abbauen kann, dann würde ich den Inhalt kopieren, die verlinkte Seite löschen, und eine neue Seite mit leicht verändertem Titel erstellen. So ist man die blöden Links schnell los. Wer mag, kann ja noch versuchen, die alten Links per 301 weiter zu leiten. Ich habe aber keine Ahnung, was das bewirken würde.
  5. Ich würde mal versuchen (ohne das ich es tatsächlich probiert habe), den Seitentitel zu ändern: einfach mal ein Synonym einbauen und die Ankerlinks damit entschärfen. Obs klappt, keine Ahnung, aber versuchen kann man es bei einer abgeschossenen Seite ja mal.
  6. Wenn man schmutzige Links abbaut, die vorher noch gezogen haben, wird man natürlich anschließend viel weiter hinten wieder einsteigen. Aber besser ein sauberes, aber schlechter rankendes Projekt als gar kein Projekt, oder?

Zusammengefasst: Schmutziges Projekt rein in die Waschmaschine, ordentlich vorwaschen, kochen, schleudern und das eingelaufene, aber saubere Projekt rausholen!

Wie kann man denn überhaupt noch Links aufbauen?

Das wird die spannende Frage der kommenden Monate sein. Ich denke, das Thema Linkbuilding wird sich grundlegend wandeln. Bewährte, billige Methoden werden nicht mehr funktionieren. Vier Punkte gewinnen nach meiner Einschätzung an Bedeutung:

  1. Wirklich guter Content, der von alleine verlinkt wird – weil er lustig ist, oder hilfreich, oder besonders aktuell, oder eben eine wichtige Meinung in einem inhaltlichen Kontext bietet. Das ist natürlich nicht neu – und genau das, was Google letztlich propagiert. Um mit dieser Methode Erfolg zu haben, braucht man allerdings funktionierende Social-Media-Kanäle, um die guten Inhalte auch zu promoten – denn von alleine kommt die natürliche Verlinkung natürlich nicht. By the way: Man sollte sich bei der Beurteilung von Content-Qualität NICHT auf die eigene Meinung verlassen. Was aus Google-Sicht „wirklich guter Content” ist, sieht man ganz einfach, wenn man sich zu einem Keyword die Top10 Ergebnisse durchliest und die Quintessenz daraus ableitet.
  2. Eigene „Brand-” oder „Autoren”-Netzwerke. Linknetze findet Google doof – aber gegen Netzwerke an sich hat Google gar nichts. Google betreibt selber viele Blogs und Projekte, die alle munter miteinander verlinkt sind. Ich habe sogar den Verdacht, dass ein Brand auch daraus erwächst, wenn eine Marke (oder ein Autor) eben mehr als nur eine Seite betreibt. Ein offenes Netzwerk mit 20 – 30 Blogs oder Projektseiten stellt nach meiner Erfahrung überhaupt kein Problem dar. Natürlich sollte jede Seite einen oder mehrere Link-Magneten haben, so dass das Netzwerk eben auch von außen natürlich Links bekommt. Aber durch sinnvolle Cross-Verlinkung offener, verifizierter Projektseiten kann man viel gewinnen. Solche „ehrlichen” Projekt-Netze aufzubauen dauert allerdings… (Btw: in dem Zusammenhang ist vielleicht ein alter Artikel hier wieder relevant: Anti-Satelliten-Seo – Masse oder Klasse oder klasse Masse?)
  3. Vernetzt Euch. Je mehr Leute ihr persönlich kennt, je aktiver ihr ein einer bestimmten Szene seid, um so wahrscheinlicher ist es, dass Eure Artikel und Seiten ohne Gegenleistung verlinkt werden.
  4. Linkbaiting gewinnt nach dem Pinguin-Update erheblich an Bedeutung. Man muss eben kreativ sein und sich was ausdenken, was wirklich bewegt. Linkbaiting wird zwar in Zeiten von Social-Sharing immer schwieriger, aber natürlich gibt es noch zahlreiche Ideen und Möglichkeiten. Auch hier heißt es: Investieren. Direkter Linkkauf ist schlecht, indirekter über Gewinnspiele und solchen Kram funktioniert allerdings nach wie vor (bitte, bitte überschwemmt jetzt nicht alles mit Gewinnspielen. Und wenn ihr eins plant, dann wartet wenigstens einen guten Zeitpunkt dafür ab…)
  5. „Smarter Linktausch” ist, wenn man sich ohne Absprache gegenseitig verlinkt – weil man ähnlich Interessen oder Themenbereiche hat. Ein gutes Beispiel dafür ist der Schnurpsel-Blog. Ingo beschäftigt sich auch intensiv mit der Google Bildersuche. Aber ich habe in Ingo nie einen Konkurrenten gesehen. Im Gegenteil: wir profitieren beide jeweils vor der Arbeit des anderen. Natürlich verlinke ich Ingos Artikel, und er macht das umgekehrt. Niemals haben wir dazu irgendetwas aushandeln müssen. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Ich würde empfehlen, mit vermeintlichen Konkurrenten, die aus Eurer Sicht tatsächlich gute Inhalte bieten, unausgesprochene Allianzen zu bilden. Das ist – sofern es inhaltlich relevant ist – vollkommen natürlich. Klar unterstütze ich damit seine Seiten in den Serps und er meine. Aber wenn wir das nicht so machen würden, dann wären wir beide vermutlich weiter hinten platziert.

Linkkauf ist keine Seo-Profession (mehr)

Abschließend noch ein sehr schönes Zitat von Jens aus der letzten Inhouse-Seo-Show:

Linkkauf ist eine sehr einfache Tätigkeit. Und ich persönlich finde es extrem anmaßend, wenn jemand, der einfach nur Geld ausgibt, ohne nachzudenken, denkt, er wäre . Geld ausgeben ist einfach, Geld ausgeben kann jeder. Das ist keine Profession.

Linkbuilding der Zukunft wird sich eben nicht mehr nur aufs „Geld ausgeben” beschränken, sondern muss vor allem in kreative Ideen investieren. Und wer jetzt sagt: das geht in meiner Nische aber nicht – der wird in der Suchmaschinen-Evolution von Google einfach raus selektiert. Soviel zu meiner Pinguin-Waschmaschine beziehungsweise meinen Gedanken zu der Frage, wie man sich als aktuelles Pinguin- oder Panda-Opfer verhalten sollte könnte. Wie gesagt: das ist alles Theorie und nicht von mir durch echte Erfahrungen untermauert – ganz einfach, weil ich keine Seiten habe, die vom Pinguin betroffen wären. Falls jemand solche Erfahrungen mit der einen oder anderen Maßnahme gemacht hat, wäre ich für Kommentare natürlich dankbar.

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Über den Autoren

Martin Missfeld (Google+ / Twitter) betreibt den tagseoblog, wo dieser Artikel ursprünglich erschien. Außerdem ist er Inhaber des Berliner Internet-Dienstleisters Duplicon.

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27 Antworten
  1. von Sebastian am 08.05.2012 (12:40 Uhr)

    Vielleicht sollten die ganzen „Optimierer“ mal wach werden und einsehen, dass sie nichts weiter machen als dem Internet und somit der Gesellschaft zu schaden. Google und Co. sind gut genug, um wirklich gute Inhalte angemessen zu platzieren. Das ist es auch, was der Nutzer will. Künstlich hochgedrückte Seiten nerven alle und helfen niemandem. Hoffentlich erkennt das auch bald mal die entsprechende Werbeindustrie und dreht den Betreibern den Hahn zu.

    Mein Appell: Einfach aufhören mit faulen Tricks zu arbeiten und stattdessen mal ein bisschen Arbeit in die Inhalte stecken. Denn am Ende ist es ohnehin die Qualität, die für Erfolg sorgt.

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  2. von Tino am 08.05.2012 (12:54 Uhr)

    #Sebastian so leicht + einfach wie Du es Dir machts, ist es dann doch nicht. Was nützen die besten Inhalte wenn die Seite nicht gefunden wird. SEO ist mit Sicherheit etwas komplett anderes, als Du es verstehst.

    Was ich mich aber frage, warum der Artikel 1 zu 1 aus seinem Blog hier erscheint? Gibt es dafür eine Erklärung liebes t3n-team?

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  3. von Marc am 08.05.2012 (12:58 Uhr)

    Erst der Panda, jetzt der Pinguin: Google hat meinem Blog mächtig zugesetzt. Nachdem ich 2011 nen Einbruch der Visits im August hatte, ging es auch im Frühjahr bergab.

    Ich werde mein Blog jetzt von Grund auf renovieren und schauen, wie es sich entwickelt.

    Danke für den Beitrag.

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  4. von Sebastian am 08.05.2012 (13:02 Uhr)

    Suchmaschinenoptimierung ist doch recht einfach zu verstehen. Oder was meinst du jetzt? Das Web wurde für den Menschen konzipiert. Wenn viele Website-Betreiber sich aber mehr darum sorgen, wie der Google-Bot das Angebot findet, ist das der falsche Weg.

    Der andere Punkt stimmt so auch nicht. Okay, man braucht einen kleinen Einstieg. Aber das kann man auch über eine kleine Bekanntmachung in sozialen Netzwerken erreichen. Und nach dem Einstieg wirkt eben die Qualität und dann kann die Suchmaschine endlich richtig bewerten.

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  5. von brandeer am 08.05.2012 (13:11 Uhr)

    Sicherlich ein spannender Fakt ist, dass Seiten mit mehr als 65% Keyword Links zu den deutlichen Verlierern zählen.

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  6. von Mißfeldt am 08.05.2012 (13:14 Uhr)

    @sebastian: der Witz ist, das es viele Tricks gibt, die überhaupt nicht faul sind. Google empfielt sogar selber, die eigenen Seiten für Suchmaschinen zu optimieren. Und im Grunde machen alle (!), die das Internet nutzen wollen, nichts anderes. Aber viele nennen ihre "gewinnspiele" oder "viralen Kampagnen" eben nicht Suchmaschinenoptimierung.

    @Tino: die Redaktion hat angefragt, und ich habe dem gerne zugestimmt. Die Reichweite von t3n ist doch deutlich höher als in meinem kleinen Spezialblog.

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  7. von Benjamin am 08.05.2012 (13:19 Uhr)

    Wie ich bereits in meinem Blogbeitrag Google Penguine killt SEO geschrieben habe, wird der 24. April 2012 wohl für immer im Gedächtnis eines jeden SEOs bleiben. Der "Tag des Pinguins" versetzte der Onlinemarketing-Welt einem enormen Schlag und viele stellen sich seither die Frage wie man SEO nach dem Update am effektivsten betreiben kann. SEO ist ein komplexes Thema jedoch steht eine Grundregel für immer fest: Eine Webseite sollte für Menschen optimiert werden und nicht für die Suchmaschine. Content ist und bleibt King!Zudem sind eingehende Links bzw. das Linkbuilding weiterhin entscheidender faktor. In zukunft legt Google aber sehr viel Wert auf die Vielseitigkeit von "Anchortext" . Stumpf auf ein Keyword fokusiertes Linkbuilding hat Google mit dem Penguin Update bereits hart bestraft. Neben Natürlichen/Organischen Links sind Brandlinks gefragter den je. Fakt ist, wer SEO auch in Zukunft weiter mit Sorgfalt angeht wird kaum Probleme mit Google bekommen.

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  8. von Patrick am 08.05.2012 (13:25 Uhr)

    Danke für den Überblick und die Einschätzungen über die Folgen der letzten Updates.

    Aus Sicht von Google halte ich die Updates für sinnvoll. Ziel ist es ja, die bestmöglichen Ergebnisse auf eine Suchanfrage zu liefern und gerade Panda hat in dieser Richtung manche Seiten zurecht abgestraft, die nicht die Informationen lieferten, die der User gesucht hat.

    Wie der Autor schrieb, ist die Kombination von Content und sinnvollem und kreativen Linkbildung zukunftsfähig, was im Grunde ja nur eine Nachahmung eines absolut natürlichen Linkaufbaus ist.

    MfG

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  9. von Zeitung am 08.05.2012 (13:34 Uhr)

    Gerade im Bereich der Ankertexte würde ich sagen, wird Google noch massiv nachbessern müssen. Sicher machen sie dadurch Whitehat SEOs die Arbeit schwerer aber nicht unmöglich, für Blackhats bieten sich aber plötzlich gute und einfache Möglichkeiten die Konkurrenz ab zu schießen.

    Nehmen wir mal an ich arbeite als SEO für eine Zeitung und möchte die Zeitung meines Auftragsgebers besser als die Zeitung eines Konkurrenten platziert haben. So brauche ich doch nur noch immer gleiche Links auf diese Zeitung aufzubauen, um dieser Zeitung nachhaltig zu schaden.

    Aso und nein ich arbeite für keine Zeitung ;P

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das im Sinne des Erfinders ist, also entweder müssen mehrere Kriterien zusammentreffen, um wirklich einen Rankingverlust zu rechtfertigen oder es wird Blackhat Kriege um die guten Platzierungen geben.

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  10. von Tino am 08.05.2012 (13:44 Uhr)

    @Martin - Dachte ich mir schon - Danke!

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  11. von Nico am 08.05.2012 (14:06 Uhr)

    Mich hat es auch teilweise hart getroffen. Hunderte Besucher fehlen mir.

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  12. von Ben am 08.05.2012 (14:22 Uhr)

    Ja, mir hat dieses "Update" nicht geschadet - im Gegenteil. Ich denke halt, dass es wie sonst auch im Leben ist. Gute Inhalte, etwas Geduld un natürlich eine vernüftige Optimierung bringen da weit mehr als Artikelspinning und mal eben schnell tausende Besucher mit dubiosen Backlinks auf die Seite gelockt... erfolgreiche Webseiten bieten immer eine Mehrwert...

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  13. von Daniel am 08.05.2012 (14:47 Uhr)

    @Sebastian: Da hast Du in der Tat Recht mit. Würden sich nicht sehr viele "Optimierer" eher im Graubereich zwischen Optimierung und Cloaking / Spam aufhalten, müßte Google nicht dauernd solche teils unberechenbaren Updates fahren.

    Arbeit ist den meisten SEO-Lappen aber zu aufwändig, die spammen dann lieber auf allen möglichen und unmöglichen Sites herum und nennen das "Linkbuilding" - nervtötend. Vor allem, wenn man in Foren und Blogs die ganzen nichtssagenden Kommentare wie "Tolle Seite, weiter so!" liest, wo man an 1 Finger abzählen kann, dass es dem Poster nur ums Platzieren seines Links ging.

    Wer aber immer gute Inhalte veröffentlicht, die dann auch ganz von alleine von den Lesern / Besuchern verlinkt werden, hatte mit Panda und Pinguin wohl keine größeren Probleme. Eine andere Baustelle wurde ja auch schon aufgerissen, als kürzlich herauskam, wie viele Bewertungen zu Anbietern und Produkten von den Herstellern und Händlern selbst verfasst wurden. Faktisch geht es dabei schlicht um Betrug. Man will eine Beliebtheit und / oder eine Qualität der Produkte vortäuschen, die so nicht gegeben ist. In unserem aktuellen Wirtschaftssystem ist es leider so, dass derjenige, der betrügt, ohne erwischt / belangt zu werden, den Erfolg einstreicht, wenn er dadurch z.B. minderwertige Produkte zu Preisen verkauft, die fast genauso hoch sind wie die von besseren Herstellern, die höhere Fixkosten etc. haben.

    Bei mir rangieren daher SEOs auch auf der Beliebtheitsskala auf dem gleichen Level wie Spammer und windige Domain-Taster aus den USA mit ihren "You have the domain xyz1.com, there will be xyz2.com available within 2 weeks. We offer this premium domain for only $1799..."-Mails. Da schmeiss ich mich jedes Mal weg. Wenn ich da eine Domain wie blabla-blubb.net nehme und die restlichen $1790 in Adwords stecken, dann habe ich jeden Monat mehr Traffic als mit solchen Schrott-Domains in 10 Jahren.

    Dazu fällt mir ein Witz ein: Was ist der Unterschied zwischen dem Monster von Loch Ness, Aliens und einem seriösen SEO? Die ersten beiden soll man schon einmal gesehen haben...

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  14. von Bärbel Loy am 08.05.2012 (15:52 Uhr)

    Ich halte dieses Update von Google auch für sinnvoll. Finde es ziemlich nervig etwas zu suchen und permanent auf irrelevante Suchergebnisse zu kommen.

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  15. von Lutz Noack am 08.05.2012 (16:16 Uhr)

    Danke für die Info und Morgen wird alles anders sein ;-)

    VG Lutz

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  16. von Nina am 08.05.2012 (19:19 Uhr)

    Aktuell finde ich auch bei echten "money keywords" immer wieder Webseiten in den Top10 die nur eine Handvoll Backlinks haben. Mir kommt vor, die DomPop wird immer unwichtiger, und schon mit wenigen, aber dafür sehr guten Links ist man schnell gut gerankt.

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  17. von Markus am 08.05.2012 (19:34 Uhr)

    Endlich macht Google ernst. Die Aussage "nützen die besten Inhalte wenn die Seite nicht gefunden wird" ist unsinn.
    Qualität wird immer gefunden. Wenn du gin dem was du machst gut bist, interessante Artikel schreibst und ein Thema unvoreingenommen betrachtest wirst du Erfolg haben. PUNKT.

    Er wird nur nicht über Nacht kommen, es bedeutet Arbeit. Ich hoffe das diese ganzen Seiten die nur den Zweck der Backlinks erfüllen endlich Geschichte werden

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  18. von Loewenherz am 08.05.2012 (20:04 Uhr)

    Schöner Artikel Martin. In allem stimme ich dir nicht zu. Beispielsweise kenne ich einiges an hochwertigen Seiten, die es im Sinne von Kollateralschäden erwischt hat. Mal schauen, ob Google hier nachbessert bzw. die Anträge auf Überprüfung Erfolg haben.
    Auch Brand/Autoren-Netzwerke werden nicht immer mit Wohlwollen betrachtet.
    Was die Taktiken angeht, wird es die Zeit zeigen, was phasenweise funktioniert. Absehbar ist: Es wird für Neulinge ohne großes Budget noch schwerer, überhaupt sichtbar zu werden. Da helfen nur gute Ideen und gute Vernetzung im Social Bereich.

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  19. von huettenzauber am 08.05.2012 (20:52 Uhr)

    die beste Optimierung ist: inhaltlich wertvollen und aktuellen Content anbieten und kein Gesülze

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  20. von daniel am 08.05.2012 (22:01 Uhr)

    Mich hat es leider mit einem penalty mal voll erwischt. Allerdings kenne ich den Grund nicht?!? Ich hab keinen Plan was ich aus googles sicht falsch gemacht habe. Wie checke ich, was falsch ist? Ich hatte in den letzten vier Wochen 30000 impressions und seit heute sind meine serps so stark gesunken, dass ich vermutlich keine 100 impressionen mehr im Monat bekomme. Warum?

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  21. von kk am 09.05.2012 (09:19 Uhr)

    "Und ich persönlich finde es extrem anmaßend, wenn jemand, der einfach nur Geld ausgibt, ohne nachzudenken, denkt, er wäre SEO."

    Wie wahr, wie wahr. SEO ist einfach keine Einzeldisziplin, die losgelöst von einer ganzheitlichen Online-Strategie zu sehen ist.

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  22. von Mark am 09.05.2012 (11:34 Uhr)

    wie hoch ist deiner meinung eine zu hohe keyworddichte?

    Antworten Teilen
  23. von Peter Tang am 10.05.2012 (09:39 Uhr)

    Der Artikel und auch die Zitate sind ja nett zu lesen. Allerdings ist von alldem kaum etwas bewiesen. Für jedes der Beispiele kann man Seiten aufzählen, bei denen es nicht so ist.

    Klar wird Google mehr und mehr in diese Richtung gehen. Aber mal im Ernst: Warum sollte ein Online-Schuhladen auch noch tolle Inhalte liefern?

    Das einzige was mir der Artikel zeigt, ist dass man wirklich sehr gut vernetzt sein muss, damit man auch mal von anderen verlinkt wird.

    Gestern bin ich über Twitter auf die Aktion 500 Webmaster jagen den Pinguin gestoßen und muss sagen, dass das der erste vernünftige Ansatz ist, um wirklich mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Hier stößt man auf Fakten und nicht irgendwelche Annahmen oder Wunschdenken ;)

    Zum Schluss noch ein Wort zu Löwenherz: "Absehbar ist: Es wird für Neulinge ohne großes Budget noch schwerer, überhaupt sichtbar zu werden. Da helfen nur gute Ideen und gute Vernetzung im Social Bereich."

    Genau so sieht es aus. SEO wird in Zukunft noch mehr mit Geld zu tun haben, weil man eben kreativer sein und besser vernetzt sein muss. Zudem muss man noch guten Content produzieren und zwar möglichst häufig. Also entweder investiert man sehr viel Zeit selbst oder man kauft sich einfach die besten Leute ein...

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  24. von Tom Köhler am 11.05.2012 (08:22 Uhr)

    Danke für den interessanten Artikel! Wir lernen jeden Tag dazu.

    "Ich habe sogar den Verdacht, dass ein Brand auch daraus erwächst, wenn eine Marke (oder ein Autor) eben mehr als nur eine Seite betreibt."

    Es ist kein Verdacht, sondern Realität. Genau so habe ich die Marke "Abendfarben" aufgebaut.

    Frohes Schaffen und in Erwartung weiterer interessanter Artikel.

    Viele Grüße! Tom

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  25. von A girl am 11.05.2012 (09:46 Uhr)

    Würde mich auch interessieren, was Mark schon gefragt hat: Was ist denn aus deiner Sicht eine noch zu hohe Keyworddichte? Sind 3-4% ein guter Wert oder sollte das deutlich niedriger liegen?

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  26. von Mißfeldt am 13.05.2012 (21:31 Uhr)

    @A Girl und @ Mark: Vergesst die Prozente. Denn eine prozentuale Angabe bei der Keyword-Density läuft schon wieder darauf hinaus, Inhalte für Google zu erstellen. Verwendet das keyword so oft wie möglich. Aber: der Text muss gut (!) lesbar bleiben. Verwendet also lieber ab und zu ein Synonym oder eine Umschreibung, das bringt auch für Google letztlich viel mehr.
    Werte wie die Absprungrate wiegen inzwischen höher als die Keyword-Dichte. Folge: selbst, wenn ihr eine hohe Keyword-Dichte hättet, und Google das hoch gewichten würde, so würden doch viele Besucher den spammig wirkenden Text schnell wieder verlassen.

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  27. von Manuel am 22.05.2012 (09:40 Uhr)

    Interessanter Bericht zum Thema SEO nach dem Google Pinguin Update. Was mir dabei jedoch etwas fehlt sind ein paar praktische Erfahrungen. Leider ist hier ziemlich viel Theorie. Aber dennoch stimme ich einigen Aussagen zu. Wie der Autor sind auch wir nicht vom Pinguin Update betroffen.

    Die Zukunft der Suchmaschinenoptimierung bleibt spannend. Jedenfalls sehe ich hier Social Media als wichtiges Element welches künftig noch weiter an Bedeutung gewinnen wird.

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