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Google: Matt Cutts warnt erneut vor Gastbeiträgen als SEO-Maßnahme

Google: Matt Cutts warnt erneut vor Gastbeiträgen als SEO-Maßnahme

Dass und Googles Webspam-Team nicht viel von Gastartikeln als SEO-Maßnahme halten, dürfte bekannt sein. In einem Blogbeitrag hat sich der Such-Guru jetzt erneut zu dem Thema geäußert.

Google: Matt Cutts warnt erneut vor Gastbeiträgen als SEO-Maßnahme

Matt Cutts. (Foto: privateidentity / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

SEO: Googles Matt Cutts spricht sich erneut gegen Gastartikel zum Linkbuilding aus. (Foto: Michael Dorausch / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)
SEO: Googles Matt Cutts spricht sich erneut gegen Gastartikel zum Linkbuilding aus. (Foto: Michael Dorausch / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Matt Cutts: Gastartikel taugen nicht als SEO-Maßnahme

„This is why we can’t have nice things in the space.“

Die Praxis ist nicht neu, genauso wenig Googles Abneigung dagegen: Seitenbetreiber stellen Blogs Artikel zur Verfügung, um einen Backlink zu ihrer Seite zu erhalten. Matt Cutts hatte SEOs schon 2012 in einem Video vor Linkbuilding mittels qualitativ minderwertiger Gastartikel gewarnt. Laut einem neuen Blogbeitrag von Matt Cutts hat sich die Qualität solcher Gastartikel seitdem jedoch eher noch verschlechtert, was ihn zu dem Ergebnis bringt: „Ultimately, this is why we can’t have nice things in the SEO space.“

Aufgrund der Tatsache, dass solche Gastartikel immer Spam-artiger seien, geht Cutts davon aus, dass Googles Webspam-Team sie zukünftig sehr stark missbilligen wird. Der Such-Guru weist in diesem Kontext allerdings darauf hin, dass es nach wie vor gute Gründe für Gastbeiträge gibt. Immerhin kann so für eine höhere Reichweite gesorgt oder das Ansehen der Marke erhöht werden. Als Maßnahme zum Linkbuildung jedoch rät Cutts sehr deutlich von solchen Gastartikeln ab.

Matt Cutts über Gastartikel zum Reputationsaufbau

Gastartikel zum Aufbau der eigenen Reputation sind demnach keinesfalls vergeudete Liebesmühe – ein interessanter Artikel kann dabei ungemein hilfreich sein. Cutts weist in seinem Beitrag auch darauf hin, dass sich seine Äußerungen natürlich nicht auf Blogs mit mehreren Autoren beziehen. Als positives Beispiel zieht Cutts beispielsweise den amerikanischen Kult-Blog „BoingBoing“ heran.

Matt Cutts Beitrag dürfte niemanden, der sich mit SEO beschäftigt, sonderlich überraschen. Trotzdem kann er als freundliche Erinnerung dafür gelten, dass zweifelhafte Methoden zum Linkbuilding mit Argusaugen beobachtet. Bemerkenswerterweise hatte Cutts sich erst im Dezember 2013 in einem Video, das ihr unten sehen könnt, zu diesem Thema geäußert. Wer jetzt also immer noch auf Gastartikel zum Linkaufbau setzt, sollte seine Strategie endgültig überdenken.

via searchengineland.com

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15 Antworten
  1. von Udo Vonderlinden am 21.01.2014 (18:13 Uhr)

    Eure Headline ist genauso reißerisch wie Cutts Teaser und beides ist daher thematisch irreführend. Faktisch warnt er nicht vor Gastbeiträgen bzw. Gastautorenschaft. Was sollte das auch für einen Sinn machen? Cutts warnt vor inhaltlichem Müll. So what? Es geht und ging doch nie darum WIE Artikel zustande kommen, sondern was an Substanz rüber kommt.

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  2. von Enis am 21.01.2014 (19:11 Uhr)

    Solange die Artikel in deren eure Links verlinkt werden sauber sind, wird da nichts passieren ;) Qualität ist das Zauberwort.

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  3. von Gregor am 21.01.2014 (20:09 Uhr)

    Mit den Gast-Artikeln wird es Google genau so sehen wie mit den Artikeln auf den eigenen Blogs. Sind diese Qualitativ minderwertig, wird es bestimmt zu keinem guten Ranking kommen. Ob es sich um Gast-Artikel handelt oder nicht. Wenn so ein Artikel von Google schon als "Spam" oder "Minderwertiger Content" bewertet wird, ist die "Linkkraft" der Artikel mit Sicherheit auch nicht sehr hoch.

    Somit sind die so genannten minderwertigen Gast-Artikel auch aus SEO-Sicht nicht effektiv.

    So sehe ich das im Moment.

    Grüße Gregor

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  4. von Thomas D. am 21.01.2014 (22:44 Uhr)

    Wobei ich mich immer noch frage, inwieweit Google tatsächlich in der Lage ist, maschinell die Qualität von irgendwelchem Content zu analysieren, sofern es sich nicht wirklich um eine Ansammlung unzusammenhängender Schlagworte handelt.

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  5. von Astrid Radtke am 21.01.2014 (23:15 Uhr)

    Die Frage stelle ich mir auch: Was versteht eine Maschine unter Qualität? Wie will sie die in sämtlichen Sprachen feststellen? Inhalt ist mehr als einwandfrei geschriebene Texte und müssen auch oft im Gesamtzusammenhang gesehen werden.

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  6. von Andreas D. am 21.01.2014 (23:31 Uhr)

    Hallo Thomas D.

    Das ist ganz einfach:
    Sind die Usersignale schlecht ist der Content schlecht :)

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  7. von Stephan Jäckel am 22.01.2014 (01:07 Uhr)

    Qualität ist definiert als die Summe aller Merkmalswerte einer Einheit bezogen auf deren Fähigkeit festgelegte und vorausgesetzte Eigenschaften zu erfüllen.

    Google wird Merkmalswerte definiert haben und sie messen können. Die Frage aber, der sich Google m.E. sehr genau bewusst sein wird, ist der Umstand das weder Zitierhäufigkeit, noch Likes oder Shares oder Verweildauer wirklich ausdrücken können, was die intellektuelle Qualität eines Textes ist. Eine Minderheitsmeinung wird eher wenig Leser, wenig Zustimmung, wenig Zitate finden.

    Je kleiner die Zielgruppe, bzw. besser ausgedrückt je kleiner die empfangsbereite Gruppe ist, desto schwerer wird es sie zu erreichen. Gastbeiträge helfen da wenig, da Minderheitsmeinungen oder unpopuläre Meinungen oder gar solche mit vielen Gegnern nicht publiziert werden. Es bilden sich online, wie schon offline in den Wissenschaften, Zitationszirkel. Hervorragende Artikel abseits des Mainstreams mit hoher inhaltlicher, intellektueller Wertigkeit (ein m.E. passenderer Begriff als Qualität) gibt es trotzdem.

    Wenn Matt Cutts darauf hinweist, dass Gastbeitrag-Links nicht helfen "nach oben zu kommen", dann erklärt er, dass Google keine fachliche Wertigkeit aus diesen heraus liest, die die eigenen Seiten / Beiträge "aus der Masse heben".Gleichzeitig macht er aber klar, dass man so in gewisse Zirkel, Gruppen gerät, was wohl als reputationsformend gelten kann, speziell dann wenn man sich "in den falschen Kreisen" bewegt - aus Google-Sicht.

    Was Google an objektiven Merkmalen hat werden sie nicht veröffentlichen, denn davon leben sie. Aber Sprachen sind eine sehr logische Sache und da werden sie vieles an Werkzeugen haben. Aus meiner Sicht haben sie vieles, was hilft "Meldungen" zu heben und zu bewerten. Die Frage nach dem Heben "intellektueller Werte" ist die m.E. sehr viel spannendere.

    Denn eigentlich muss Google nichts anderes erreichen, als die Fähigkeit als völliger Außenseiter und Externer in praktisch jedem Fachgebiet / Thema, welches sie aufsuchen bzw. mit dem sie in Berührung kommen "begreifen" zu lernen und in Bezug zu anderen Gebieten setzen zu können, so dass sie einen logischen Ringschluss über einen Inhalt schaffen können, wenn er denn da ist, und diesen treffend bewerten können.

    In Köln wohnend und mangels technisch-linguistischer Vorstellungskraft, werfe ich jetzt einmal die Vermutung in den Raum, dass sie derzeit dafür eine Menge Heinzelmännchen beschäftigen ;-)

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  8. von Sergej am 22.01.2014 (07:27 Uhr)

    Das Internet ist gewachsen. Bei über 200 Millionen Domains die weltweit vergeben sind, entsteht eine riesige Menge an Content. Google möchte erreichen, dass Sie als Suchmaschinenanbieter nur guten Content zur Verfügung stellen. Somit den Nutzer dazu bewegen wieder zu kommen. Daher achtet auch google mit seinen Algortihmen darauf, dass kein 0815 Content nach oben kommt.
    Das ist vergleichbar mit den Kennzahlen im Qualitätswesen.
    Der Anfang der SEO ist also der Content und wenn der einfach schlecht ist bringt die beste SEO nichts mehr.
    Siehe virales Marketing. Die Inhalte verteilen sich schlichtweg ohne SEO.

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  9. von Martin V am 22.01.2014 (09:43 Uhr)

    So langsam muss man sich schon entscheiden, ob man Content für die Zielgruppe (den eigentlichen User) optimiert, oder für Google. Wenn ich nur sehe, wie so mancher Text bis zum Erbrechen aufgeblasen wird, um noch irgendwelche Keywords unterzubringen.. Inhaltlich bringt es dem Leser meist gar nichts - im Gegenteil, denn kurze, prägnante und verständliche Texte werden durch solche SEO Maßnahmen oft zu einem lästigen, viel zu langen rhetorischen Brei.
    "Viele Worte, wenig Inhalt" scheint bei vielen "SEO Experten" gängige Praxis zu sein - klar, so bleiben die User länger auf der Seite. Für den gleichen Inhalt liest man halt 10 Minuten länger und es wird für Google der Eindruck erweckt, der Text wäre gut.
    Hier sollte Google ansetzen, um sowas zu vermeiden.

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  10. von Christian am 22.01.2014 (11:29 Uhr)

    Der Typ geht mir auf den Sack genauso wie Google.

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  11. von Tam am 22.01.2014 (12:45 Uhr)

    Schon mal einer auf die Idee gekommen das diese Abwertungen seitens Google gegen europäisches Recht verstoßen? - Wenn dieser Teil des Algos solche Probleme verursachen würde, dann sollte Google diesen Teil wohl einfach enfernen ! - Laut Google aussagen hätten die ja dann noch 199 Faktoren die bestimmt weiterhin gute Ergebnisse vorbringen!

    Ich sehe das so wenn Google zum dumm ist mit seinen Milliarden umsätzen einen Algo zu basteln der Fair ist, dann sollte dieses Unternehmen nicht die Schuld bei anderen Suchen oder ist dieser Teil alles nur Vorwand um geziehlt eingreifen zu können?

    Vielleicht sollten wir Seo´s uns mal mit ein paar hundert-Agenturen zusammen schliessen und eine Massenklage gegen diesen Konzern einreichen!

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  12. von verkaufstexter.heini am 22.01.2014 (23:38 Uhr)

    Ich würde das Ganze nicht überbewerten. Was Matt Cutts sagt ist doch folgendes. Wenn Gastartikel geschrieben und auf fremden Blogs geschrieben werden nur um der Backlinks willen, dann wird dies nicht funktionieren. Denn wer hätte auf Dauer etwas von solchen Aktionen?

    Was immer funktionieren wird (glaube ich) sind gute Gastartikel, die sehr gut zu lesen sind, wertvolle Inhalte transportieren und den Blog bereichern. Jeder Blogbesucher liebt gute Artikel, oder nicht.

    Wir sollten also weiterhin gute Blogartikel schreiben und sie als Gastartikel anbieten. Einen Nutzen haben beide Seite. Mein Blogartikel erreicht Leser, die ich über meinen Blog nicht erreichen würde.

    Und der Gastartikel-Blog profitiert, weil dort ein guter Artikel veröffentlicht wird.

    Und dass 08/15-Texte nun endlich auf die Strafbank kommen, war doch schon lange fällig, oder nicht? Wir wollen doch alle, dass die Qualität zunimmt.

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  13. von Alfred am 24.01.2014 (07:52 Uhr)

    Sehr bedenklich finde ich, dass die zwei Kommentare (jetzt drei) gegen Google ohne Websitenamen hier sind. Die pro Google Kommentare praktisch immer mit Websitenamen. Google ist ein Machtfaktor den man fürchten muss. Wenn man Trafik auf seine Website bekommen will, muss man die Regeln von Google einhalten. Was doch eher bedenklich ist, da auch Google irren kann.

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  14. von Alex L am 24.01.2014 (12:16 Uhr)

    Hallo,
    ich warte mal ab, was passiert. Ich biete schon Gastartikel auf meinen Blogs an und bis jetzt kann ich mich nicht beschweren. Dabei lege ich auch Wert auf einen guten und einzigartigen Content und habe bei mir ein paar Stamm-Gastautoren, welche mir ihre Artikel per Mail senden.

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  15. von Dominik am 27.01.2014 (15:12 Uhr)

    Da wird für die SEO-Agenturen die Luft zunehmend dünner. Nachdem der herkömmliche Linkaufbau nicht mehr funktioniert, können sie ihre Links jetzt auch nicht mehr in Gastbeiträgen unterbringen. Es gibt Schlimmeres

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