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SEO-Trends: Wie sich der Markt für Selbstständige und Agenturen entwickelt

Auf der Online Marketing Rockstars in Hamburg sprach SEO-Experte Andre Alpar über die SEO-Trends der kommenden Jahre. An einem Modell des SEO-Marktes erläuterte er, wohin es für die „einsamen Wölfe“ und kleinen Agenturen in den kommenden Jahren gehen wird.

SEO-Trends: Wie sich der Markt für Selbstständige und Agenturen entwickelt

Andre Alpar ist Partner der SEO-Agentur AKM3 aus Berlin, die seit der Gründung vor rund drei Jahren auf mehr als 80 Mitarbeiter angewachsen ist. Alpar arbeitete zuvor als strategischer Online-Marketing-Berater für Rocket Internet und leitete dort rund 300 Mitarbeiter im Bereich und . Auf der Online Marketing Rockstars sprach er über die SEO-Trends 2013 und erklärte, wie sich der Markt in den kommenden Jahren verändern wird.

SEO-Trends: Der Markt als Modell

Dieses Schaubild verdeutlich, wie Alpar den SEO-Markt segmentiert.
Seine Einschätzung erläuterte Alpar anhand eines Modell des SEO-Marktes, in dem er die einzelnen Teilnehmer verortete. Die von ihm unterschiedenen Parteien sind:

(1) Selbstständige, die mittels kleinerer Projekte in Eigenregie den eingehenden SEO-Traffic monetarisieren.

(2) Unternehmen, die dieses Prinzip durch zusätzliche Mitarbeiter multiplizieren.

(3) Inhouse SEOs, die Kompetenzen aus mehreren Abteilungen einholen und zusammenführen.

(4) Große Inhouse-Abteilungen, die sich durch zunehmende Aufgabenteilung und Spezialisierung auszeichnen.

(5) Kleinere Agenturen von ein bis zehn Mitarbeitern, die vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen arbeiten sowie

(6) die großen Agenturen auf dem SEO-Markt, die durch starke Spezialisierung und individuellen Lösungen für große Unternehmen arbeiten.

Der SEO-Markt professionalisiert sich

Anhand seines Modells erläutert Alpar im folgenden zwei SEO-Trends:

  1. Die „einsamen Wölfe“, also Selbstständige in Eigenregie (1), werden zunehmend Probleme bekommen. Sie müssen sich entweder professionalisieren, indem sie Unternehmen formen (2) oder eine Anstellung als Inhouse-SEO suchen (3).
  2. Der zweite Trend betrifft das Inhouse- (3) und Agentur-Setup (5), das sich in seinem Modell nach oben orientieren wird (4/6) wodurch eine Spezialisierung aller Teilnehmer erfolgt.

Auch die SEO-Taktiken werden sich verändern, prognostiziert Alpar. Mit wenigen Ausnahmen erfolgt hier – unter anderem durch regelmäßige Google-Updates – ein zunehmender Fokus auf Qualität:

  1. Stragischer Bereich: Hiermit bezeichnet Alpar alle einmaligen Marketing-Entscheidungen, zum Beispiel im Fall eines Relaunch. Sie bleiben von den Veränderungen der kommenden Jahre weitgehend ausgenommen.
  2. Content-Bereich: Die Kriterien für „guten Content“ von Journalisten und SEOs lagen in den letzten Jahren weit auseinander. Hier erfolgt nun eine Annäherung, weil gut recherchierte und geschriebene Texte auch im SEO-Bereich immer wichtiger werden.
  3. Link-Bereich: Auch hier ist ein viel stärkerer Hang zur Qualität festzustellen, so Andre Alpar. Social Signals – die zurzeit noch keinen Einfluss haben – werden in der Zukunft immer wichtiger. Wer früh investiert, wird später schneller Erfolge verzeichnen.

Welche Trends prognostiziert ihr für den SEO-Markt der kommenden Jahre?

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11 Antworten
  1. von Jonas Emde am 22.02.2013 (18:59Uhr)

    Keiner Hinweis:
    Modell des SEO-Marktes: Punkt 5 und 6 sind im Text vertauscht.

  2. von Sebastian am 22.02.2013 (23:38Uhr)

    Überraschend? Höchstens überraschend unspektakulär. Was hier prophezeit wurde, nennt sich Arbeitsteilung. Bündelung von Ressourcen zwecks höherer Performance. Sieht man doch mittlerweile in jedem Unternehmen, welches die industrielle Revolution nicht verschlafen hat.

  3. von Lars Budde am 23.02.2013 (22:20Uhr)

    @Jonas Emde: Vielen Dank für die Info! Der Fehler lag beim Schaubild. Ich habe die Grafik überarbeitet und aktualisiert.

    @Sebastian: Von Überraschungen war keine Rede. Ich finde es aber durchaus interessant, die Sichtweise eines Insiders kennenzulernen.

  4. von Bastey am 24.02.2013 (12:36Uhr)

    Sorry Lars. Natürlich war nirgends von einer Überraschung die Rede. Allerdings finde ich die Aussage dass man sich in Richtung zunehmender Professionalisierung entwickelt, einfach zu logisch und langweilig. Ich hätte mich halt gefreut, wenn etwas mehr gekommen wäre. Einfach nur zu schreiben "aus Einzelgängern werden kleine Firmen, aus kleinen Firmen werden Abteilungen" und "wie werden alle besser in dem was wir tun, wenn wir es nicht alleine tun" ist nicht sonderlich weitsichtig. Mir fehlt einfach die Tiefe. Aber wahrscheinlich muss ich dafür auf entsprechende Kongresse gehen.

    (Ist aber keine persönliche Kritik an dir, sondern nur am Thema ;) )

  5. von Lars Budde am 24.02.2013 (15:54Uhr)

    @Bastey: Diese Entwicklung ist in allen Branchen auszumachen, da gebe ich dir recht. Die Gründe sind hier aber überaus ungewöhnlich. Was Andre Alpar meint - und das habe ich möglicherweise nicht deutlich genug gemacht - ist, dass die kleinen Fische der Branche in Zukunft ernsthafte Probleme bekommen. Die "einsamen Wölfe", wie er sie nannte, müssen sich professionalisieren um am Markt bleiben zu können. Es kommt also ein Zwang auf, der aus den Anforderungen der Suchmaschinen resultiert. Das ist für Insider nicht neu, für Außenstehende aber durchaus interessant.

    Keine Sorge: Deine Kritik habe ich auch genau so aufgefasst. :)

  6. von Bastey am 24.02.2013 (16:17Uhr)

    Wobei "professionalisieren" heißt sich mit anderen zusammenzutun. Es ist ja vollkommen richtig, dass bei Google & Co mittlerweile die Qualität des Inhalts eine entsprechende Bedeutung erhält. Dies sorgt natürlich dafür dass die vielen SEO-Experten auf dem Zahnfleisch gehen, da das Netzwerk aus Blogs und sonstigen zugriffsgenerierenden Seiten ihre Schlagfähigkeit verliert, wenn dies in einem Missverhältnis zur Qualität der beworbenen Seite steht. Die Zeit, die für den Aufbau einer Seite benötigt wird, kann sich der kleine arme einsame Wolfsfisch nicht leisten, wenn er davon leben will. Entweder sucht er sich also eine Nische und wird zum Experten für linksdrehende Feststellschrauben im 1,2"-Bereich und ist eben nur in diesem Bereich zuhause oder er versucht seine Kompetenz in einem größeren Pool gewinnbringend einzutauschen.

    Ich bin jedenfalls gespannt, wie es in Zukunft wirklich mit den Social Links abläuft. Ich glaube der Hype, der derzeit darum gemacht wird, ist etwas übertrieben. Spätestens wenn man merkt, dass viele Leute für einige Cent eine Seite liken/teilen/sharen etc und dies keinen Zusammenhang zum Content und Mehrwert hat, wird man wieder etwas mehr Abstand nehmen. Das einzige was sich wirklich auf lange Sicht durchsetzen wird, ist eben Qualität. Diese wiederum kann nur schwer von kleinen Freelancern oder Agenturen geboten werden, da es einer großen Anstrengung bedarf ein Thema so aufzubereiten, dass der Mehrwert nicht nur Fachbesuchern sondern eben auch Algorithmen ersichtlich wird. Folglich sind wir wieder bei Abteilungen, die ihr Produkt kennen (sollten) und wissen, was ihre Kunden (also die Besucher) schätzen.

    Und wenn wir mal ehrlich sind: Der Markt ist doch eh voll von dubiosen SEO-Offerten, die dem Unternehmer wenig bis nichts bringen.

    Was ich im Endeffekt äußerst interessant finde, ist die Frage wie der zukünftige SEO aussieht. Ich würde gerne lesen wie sich seine Aufgaben von On/Off-Optimierungen hin zum gestalten des wirklichen Content verändert. SEO wird mehr und mehr zum Marketing. Optimierungen des Content müssen also schon beim erstellen beachtet werden. Der zukünftig erfolgreiche SEO ist also irgendwo zwischen redaktionellen Schreiben und technischen Optimierungen angesiedelt.

  7. von Wie sich die SEO-Branche in den nächste… am 25.02.2013 (16:33Uhr)

    [...] Kleine Agenturen und Selbstständige werden sich dieser fügen müssen, wenn Sie weiterhin am Markt bestehen wollen, so wie Andre Alpar von AKM3 auf der Online Marketing Rockstars in Hamburg verkündete. [...]

  8. von Utku Akkoc am 26.02.2013 (06:34Uhr)

    Interessanter Artikel.

    Ich bin immer wieder erstaunt, dass KMU's immer noch nicht begriffen haben, wie wichtig eine eigene Präsenz im Netz ist. Viele haben noch kostenlose E-Mail-Adressen und werben auch noch damit. Es wird noch eine Weile dauern, bis die Unternehmen aufwachen und anständige Präsenzen ins Netz stellen. Jeder Unternehmer sollte dazu verpflichtet werden, eigene Seiten zu haben, wie in einigen Ländern schon der Fall ist.

    Nach meiner Einschätung geht der Trend zu SM und eigenes Video für Produkut und/oder Image-Darstellung.

    Vielen Dank für den intetessanten Artikel.

  9. von Linkbuilding im E-Commerce: 3 Tipps für… am 08.03.2013 (12:45Uhr)

    [...] skizzierte er zunächst wie sich der SEO-Markt entwickelt – eine Perspektive, die Andre Alpar auf der Online Marketing Rockstars bereits ausführlicher [...]

  10. von Linkbuilding im E-Commerce: 3 Tipps für… am 08.03.2013 (13:15Uhr)

    [...] skizzierte er zunächst wie sich der SEO-Markt entwickelt – eine Perspektive, die Andre Alpar auf der Online Marketing Rockstars bereits ausführlicher [...]

  11. von Co-Citation und Co-Occurrence: Der näch… am 23.04.2013 (16:01Uhr)

    [...] SEO-Trends: Wie sich der Markt für Selbstständige und Agenturen entwickelt – t3n News [...]

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