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SEPA soll verschoben werden, Einführung aber nicht aufgehoben [Update]

Die EU-Kommission will die Frist für die Umstellung auf SEPA verlängern. Was heute bekannt wurde, bahnte sich bereits in den vergangenen Wochen an : zu groß das Chaos bei der Einführung, zu hoch die Anzahl an Zahlungsausfällen, zu gering die Begeisterung beim Handel.

SEPA soll verschoben werden, Einführung aber nicht aufgehoben [Update]

Die Frist für die Umstellung auf SEPA wurde verlängert.

Update vom 10. Januar 2014:

SEPA-Verschiebung noch nicht amtlich – Widerstand regt sich

Das Bundesfinanzministerium befürchtet laut der Tagesschau, dass eine Verschiebung die Einführung des neuen Zahlungsstandards erschweren könne. Damit stimmt das Bundesfinanzministerium in den Tenor der europäischen Notenbankchefs ein: diese hatten laut der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ angekündigt zur Not ihre jeweiligen Landesregierungen gegen die Verschiebung in Stellung zu bringen. Die Verschiebung könnte nun noch im Europäischen Rat gekippt werden.

Die Umstellung auf das neue Zahlungsverfahren SEPA stand eigentlich kurz bevor. Bisher war geplant, dass Shopbetreiber bis spätestens zum 01. Februar ihre Systeme entsprechend angepasst haben müssen. So manchem Händler hat die Umstellung auf das neue europäische Zahlungssystem in den vergangenen Wochen Kopfschmerzen bereitet und entsprechend dürften viele Shopbetreiber jetzt aufatmen. Die EU-Kommission hat nun dem EU-Rat und EU-Parlament den Vorschlag vorgelegt, die Übergangsfrist zur Umstellung um sechs weitere Monate zu verlängern. Dementsprechend wäre der 01. August 2014 der neue Stichtag. Der Starttermin für SEPA bleibt allerdings weiterhin der 01. Februar.

Ein SEPA-Demoshop von Payone. (Screenshot: Payone)
Ein SEPA-Demoshop von Payone. (Screenshot: Payone)

Hintergrund für die Verschiebung von SEPA

Mit der Verlängerung der Frist für die Umstellung auf das neue Zahlungsverfahren will die EU-Kommission nach eigenen Angaben das Risiko einer Unterbrechung des nationalen und internationalen Zahlungsverkehrs minimieren. Nach Ansicht der Kommission wurde die Umstellung von den Unternehmen bisher nicht in gewünschtem Ausmaß umgesetzt, woraus sich die Gefahr ergebe, dass der Übergang zu SEPA nicht ohne Probleme von statten gehen könne.

Hilfe für die Umstellung auf SEPA

Händler, die noch nicht auf SEPA umgestellt haben, können dank der Fristverlängerung aufatmen – sollten sich aber dennoch zeitnah an die Umsetzung machen. In einer Pressemitteilung weist die EZB darauf hin, dass man den Vorschlag der EU-Kommission zur Kenntnis genommen habe. Dennoch findet Carl-Ludwig Thiele, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, mahnende Worte für die Umstellung auf SEPA: „Ich appelliere an alle Marktteilnehmer, ihre SEPA-Projekte konsequent fortzusetzen und an einer Umstellung zum 1. Februar 2014 festzuhalten.“

Nötige Hintergrund-Informationen für die Umstellung auf SEPA finden sich auf t3n. Einen entsprechenden Demo-Shop für eine Sepa-Lastschrift-Lösung haben die Kollegen ebenfalls vorgestellt. SEPA ist nicht auf den europäischen Zahlungsverkehr im Ausland beschränkt, sondern betrifft auch den Zahlungsverkehr im Inland. Jeder Kontoinhaber erhält statt seiner Konto-Nummer und der dazugehörigen Bankleitzahl IBAN und BIC. Unternehmen müssen im Rahmen der Umstellung neue Datenformate und organisatorische Anforderungen an die Zahlungsabwicklung berücksichtigen. Ein Film des Bundesfinanzministerium erklärt die SEPA-Umstellung anschaulich.

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9 Antworten
  1. von Jimie-Dean Garrett am 09.01.2014 (17:05Uhr)

    Irgendwas fehlt da im Absatz: Hintergrund für die Verschiebung von SEPA
    Laut der....

  2. von Sébastien Bonset am 10.01.2014 (08:08Uhr)

    Danke für den Hinweis Jimie-Dean! Da ist beim Löschen eines doch nicht erwünschten Absatzes was schief gelaufen.

  3. von Ulrich Zoeger am 10.01.2014 (10:31Uhr)

    Bei mir hat die Umstellung sehr gut funktioniert.
    Trotzdem frage ich mich, wöfür der ganze SEPA-Kram überhaupt Sinn macht, ausser Stress und Kosten zu verursachen.
    Im letzten Quartal 2013 habe ich gefühlte 200 Briefe bekommen, in denen mir mitgeteilt wurde, wie die diversen Versicherungen, Kunden etc. umstellen werden und dass ich dazu nichts machen müßte. Das kostet nur und was bringt es ?

  4. von BastianBalthasarBux am 10.01.2014 (12:03Uhr)

    Diese SEPA Gedöhns. ... Und alles nur, damit die Amis dank Swift-Abkommen mehr aus unseren europäischen Daten rausholen können.
    Uns Europäern gehörte mal ordentlich die Fresse poliert, für so viel Blödheit.

  5. von Sonja am 10.01.2014 (12:51Uhr)

    Was im vorletzten Absatz nur leicht anklingt aber im restlichen Artikel nicht deutlich wird: Die Verlängerung ist noch nicht beschlossene Sache!
    Bisher ist es ein Vorschlag der EU-Kommission, dem sowohl das Europäische Parlament als auch der Rat der EU zustimmen müssen.
    Ein Aufatmen ist den Händlern 21 Tage vor Ablauf der Übergangszeit nicht anzuraten.

  6. von Jochen G. Fuchs am 10.01.2014 (20:13Uhr)

    @Sonja
    Besten Dank für den Hinweis, ich habe das noch deutlich in einer Aktualisierung herausgestrichen.

    Viele Grüße aus der Redaktion,
    Jochen

  7. von Fundraisingwoche vom 06.01.-12.01.2013 |… am 13.01.2014 (18:02Uhr)

    […] 2014: Wir brauchen einen radikalen Schnitt! Hannes Jähnert: Entscheidungen, die keine sind. t3n: SEPA soll verschoben werden, Einführung aber nicht aufgehoben t3n: Fundraising für TYPO3 6.2: Es fehlen noch 40.560 […]

  8. von Planet OXID am 14.01.2014 (22:17Uhr)

    […] Hier finden Sie Informationen zum Hintergrund: http://t3n.de/news/sepa-verschoben-einfuehrung-521201/ […]

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