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Shitstorm-Skala: Wann herrscht schwere See?

    Shitstorm-Skala: Wann herrscht schwere See?
Shitstorm Skala: Wetterbericht für Social Media von Daniel Graf und Barbara Schwede

Die Schweizer Social-Media-Experten Barbara Schwede und Daniel Graf haben im Rahmen der Social Media Marketing Konferenz 2012 eine Skala entwickelt, anhand der sich die Entwicklung eines Shitstorms nachvollziehen lässt. Bei der Einordnung der Schwere der Empörungswellen von Usern und Medien im Internet orientierten sich Schwede und Graf an der Beaufort-Skala, in der Winde nach ihrer Stärke klassifiziert werden.

Die Shitstorm-Skala ist in sechs Stufen unterteilt, in der – vergleichend mit Windstärke und Wellengang – die Reaktionen in Social Media und Medien aufsteigend abgebildet sind. Windstille und glatte See bedeutet, es gibt keine kritischen Rückmeldungen oder Medienberichte. Bei Stufe 6 (Orkan, stürmische See) ist das Publikum aufgepeitscht, der Tonfall der Debatte mehrheitlich aggressiv und der Shitstorm selbst ein Top-Thema in Online-Medien, wie man bei feinheit.ch nachlesen kann.

Shitstorm Skala: Wetterbericht für Social Media von Daniel Graf und Barbara Schwede

Shitstorm-Skala: Dynamik beobachten

In Zeiten von Social Media haben sich die Spielregeln im Internet geändert. Ein Shitstorm trifft ein Unternehmen meist unvorbereitet. Überschnelle, unbedachte, vielleicht sogar falsche Reaktionen können die negative Stimmung noch mehr aufheizen. Wie also übersteht ein Unternehmen einen Shitstorm möglichst unbeschadet? „Die kurze Antwort: Ruhig bleiben und sich Zeit nehmen, die Dynamik auf Social Media genau zu beobachten“, betont Daniel Graf.

Die Shitstorm-Skala selbst bietet zwar keine Entscheidungshilfe, wie man sich im Falle eines Shitstorms am besten verhält. Für Unternehmen und Social-Media-Betreuer gleichermaßen interessant ist aber die in der Übersicht abgebildete Dynamik des Aufbauprozesses eines Shitstorms. Sollte etwa die Kritik von Einzelpersonen länger anhalten und erste Artikel in Blogs und Online-Medien erscheinen, ist es spätestens jetzt an der Zeit, das betroffene Thema zu überwachen, denn es drohen starker Wind und grobe See.

Aufreger des Shitstorm-Jahres 2011

2011 war so ein Jahr des Shitstorms. Zu den größten Aufregern des vergangenen Jahres zählten die Pfändung von Nerdcore.de durch Euroweb, die Plagiatsaffäre Karl-Theodor zu Guttenberg oder die Photoshop-Panne der Sparda-Bank.

Weiterführende Links zum Thema Shitstorm:

Shitstorm Skala: Wetterbericht für Social Media - feinheit.ch

Shitstorms 2011: Die größten Aufreger des Jahres - t3n-News

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5 Reaktionen
Tim_Ebner
Tim_Ebner

Hallo Herr Brien,

Shitstorms sollten in Kommentarvolumen oder Reichweite und nicht in Sturmstärken gemessen werden. Das hat den Vorteil, dass ein Shitstorm der anstatt 500.000 User sogar 1 Millionen User erreicht auch tatsächlich doppelt so schlimm ist. Das kann man bei einer doppelt so hohen Sturmstärke wie in der Skala oben nicht fallübergreifend behaupten.

Generell ist eine klare, objektive Definition notwendig, nach der jeder entscheiden kann ob ein Shitstorm vorliegt oder nicht. Daran habe ich mich einmal unter http://bit.ly/shitstorm_definition versucht.

Schauen Sie doch mal vorbei, über Ihre Meinung würde ich mich freuen! Kurz zu mir: Ich beschäftige mich schon recht lange wissenschaftlich und auch in meiner Berufspraxis als Berater mit dem Thema Shitstorms.

Viele Grüße aus Düsseldorf,
Tim Ebner

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Jan Schoenmakers
Jan Schoenmakers

Eine schöne Idee - allerdings halte ich die starre Parallelisierung von Social Media und Medien Echo für unrealistisch...es gibt massive Shitstorms, die in den klassischen online- und offline-Medien kaum oder erst viel später aufgegriffen werden, im Social Web dabei aber dennoch Kampagnen sabotieren, mitunter Unternehmen oder Akteure sogar als Ganzes stark beeinträchtigen können. Das hängt immer auch davon ab, wie wichtig Social Media als Kommunikations- und Vertriebskanal für ein Unternehmen / einen Akteur ist...gerade kleinere Unternehmen / gegenkulturelle Akteure haben oft primär Resonanz im Social Web und werden in den klassischen Medien kaum gespielt. Eine wirklich hilfreiche Bewertungsvorlage müsste flexibler sein und Social Media- und Medienecho auf zwei unterschiedlichen Skalen messen, bei denen jede Ausprägung einen Wert hat und der Gesamtwert durch die Addition / Multiplikation / einen Quotienten aus den beiden Einzelwerten entsteht...das würde auch eine bessere individuelle Gewichtung je nach Unternehmen / Akteur ermöglichen. Ich denke, es lohnt, in diese Richtung weiterzuarbeiten und den guten Erstaufschlag dynamischer und interaktiver zu gestalten.

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TW
TW

Flach-verkünstelter "Ansatz", um zumeist inhaltsarme e-Akkumulationen ("Shitstorm") zu gruppieren. Solche Expertenmeinungen sind Fernseh-tauglich.

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Barbara Schwede
Barbara Schwede

Noch zur Ergänzung der Artikel zum Umgang mit Shitstorms von mir:

http://www.somexcloud.com/somexcloud/shitstorm-management-so-ueberleben-sie-angriffe-im-social-web/

Ich Stimme Mattizzle natürlich zu, dass die Skala nicht bei der Bewältigung hilft, aber manchmal hilft es, die Kirche im Dorf zu behalten, wenn schon bei drei aggressiven Kommentaren von Shitstorm geredet wird. Ein alternative Begriff für Thomas wäre übrigens "Empörungswelle".

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Thomas
Thomas

Ich mag das Wort S*** nicht, gibt es nicht etwas weniger Vulgäres?

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