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So wollen Amazon und Waipu das Couch-Shopping revolutionieren

Klicken statt Fernsehen: Das ist wohl die Idee hinter dem neuen Service. (Bild: Exaring)

Gemeinsam mit Amazon will der IP-TV-Dienst Waipu faule TV-Zuschauer zum Kaufen animieren. Funktionieren soll das mit einem sogenannten Shopping-Button und einer App.

Der auf der Couch liegende Mensch ist für die werbetreibende Wirtschaft aus naheliegenden Gründen längst weit mehr als eine Couch-Potato. Seit vielen Jahren schon geht es darum, ihn nicht nur zum Sehen der grellen Werbespots zu animieren, sondern auch zum – Kaufen.

Dieses Shopping vom heimischen Sofa aus, auch T-Commerce genannt, soll jetzt endlich einfacher werden. Das verkündet heute zumindest die Firma Exaring, die hinter dem IP-TV-Dienstleister Waipu-TV steckt.

Gemeinsam mit Amazon, heißt es, führe man für lineares Fernsehen einen Test mit TV-Sendern und Werbepartnern durch. Allen Zuschauern, die den IP-TV-Dienst über die Amazon-Fire-TV-App nutzen, erscheine während der Ausstrahlung eines Werbespots ein sogenannter Shopping-Button auf dem TV-Bildschirm, der auf das jeweilige Produkt hinweise.

Nur mit Fire-TV-Fernbedienung

Per Klick auf die Fire-TV-Fernbedienung springt der Nutzer dann direkt auf die Produktseite des beworbenen Artikels. Dort lassen sich weitere Informationen abrufen, zudem kann man das Produkt auf eine Merkliste setzen – oder es direkt bestellen. Das laufende TV-Programm werde währenddessen pausiert und könne danach an gleicher Stelle fortgesetzt werden.

Exaring, so heißt es heute, plane eine Testreihe mit mehreren TV-Sendern und unterschiedlichen Produkten. Die ersten Partner für das Pilotprojekt sind IP-Deutschland, der Vermarkter der Mediengruppe RTL, und L’Oreal Deutschland.

Christoph Bellmer, Gründer und CEO von Exaring, ist, wenig überraschend, begeistert von seiner Idee: Shopping mit nur einem Klick sei in der digitalen Welt seit Jahren ein Erfolgsprinzip, sagt er. Dem Nutzer biete seine „Werbelösung“ „seinen gewohnten Online-Komfort“.

Marc Wrobel, Chef des deutschen Amazon-Appstores, formuliert als Ziel, mit der Weiterentwicklung der eigenen Shopping-SDKs für App-Entwickler und Kunden „eine einfache und sichere Möglichkeit zu bieten, direkt aus affinen Videoumfeldern Produkte zu kaufen“.

Und Matthias Dang, Geschäftsführer von IP-Deutschland und somit Werbefachmann, spricht von einem „Projekt nach unserem Geschmack“. T-Commerce, sagt er, werde die „Bedeutung und Stärke von TV im Kaufprozess“ nicht nur untermauern, sondern „unmittelbar sichtbar machen“. Diese Art der Werbung habe „sehr viel Potenzial“ und werde „sicherlich auf große Resonanz im Werbemarkt stoßen“.

Spannend wird sein, was aus dem linearen Fernsehen als solchem wird. Und ob der geneigte Zuschauer sich von derartigen „Lösungen“ überzeugen lässt. Aber das ist natürlich eine andere Baustelle.

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