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Digitale Gesellschaft

Silicon-Valley-Proteste: Ehemaliger Investor Tom Perkins vergleicht Kritiker mit Nazis

    Silicon-Valley-Proteste: Ehemaliger Investor Tom Perkins vergleicht Kritiker mit Nazis

Silicon-Valley-Proteste. (Quelle: YouTube)

Die Silicon-Valley-Proteste gegen die wachsende Kluft zwischen arm und reich in der Gegend, rufen den ehemaligen Investor Tom Perkins auf die Bühne. Er vergleicht die Kritiker mit Nazis und warnt vor einer zweiten „Kristallnacht“.

Tom Perkins kritisiert die Silicon-Valley-Proteste und warnt vor einer „wachsenden Welle des Hasses“

Kritiker demonstrieren gegen die wachsende Kluft zwischen arm und reich im Silicon-Valley. (Quelle: YouTube)
Silicon-Valley-Proteste Kritiker demonstrieren gegen die wachsende Kluft zwischen arm und reich in der Gegend. (Quelle: YouTube)

Ein Leserbrief des US-Investors Tom Perkins, der im Wall-Street-Journal veröffentlicht wurde, sorgt in den USA derzeit für Aufsehen. In seinem Meinungsstück grätscht der Co-Gründer der Venture-Kapitalfirma „Kleiner, Perkins, Caufield und Byers (KPCB)“ in die Armutsdebatte im und um das Silicon Valley rein. Er vergleicht die Wut, mit der die Demonstranten und Kritiker den ansässigen Firmen entgegentreten, mit der Hetze der Nazis gegen das jüdische Volk. Perkins schreibt: „Ich möchte die Parallelen des Krieges in Nazi-Deutschland gegen deren ein Prozent – die Juden – mit dem Krieg der Progressiven gegen Amerikas ein Prozent – den Reichen – in Erinnerung rufen“. Der Investor sieht eine „wachsende Welle des Hasses“ gegen die Silicon-Valley-Elite aufkommen und warnte vor offener Gewalt, wie sie 1938 in Form der „Kristallnacht“ möglich geworden ist.

Silicon-Valley-Proteste: Sachbeschädigung gegen Google-Busse haben stattgefunden

In den letzten Wochen sind verstärkt Proteste gegen die kalifornischen IT-Konzerne laut geworden. Unter anderem kam es sogar zu Sachbeschädigungen an Shuttle-Bussen, die Google-Mitarbeiter zur Arbeit brachten. Google hat daraufhin den Bus-Verkehr in den jeweiligen Ortschaften eingestellt und bringt seine Angestellten inzwischen per Katamaran über die San-Francisco-Bay nach Redmond City, von wo aus sie weiter nach Mountain View gefahren werden – wir berichteten darüber.

Perkins wird für seine Aussage stark kritisiert. Ein Sprecher von KPCB reagierte entsetzt: „Tom Perkins ist seit Jahren nicht mehr involviert in die Geschäfte, wir sind geschockt über seine veröffentlichten Meinungen, die wir nicht teilen“. Im Slate-Magazin schreibt Matt Yglesias indes: „Der Brief beweist, dass man weder gedankenvoll, auffassungsfähig oder intelligent sein muss, um reich zu werden“. In die Kritik reiht sich zudem der ehemalige Entrepreneur und jetzige VC-Partner Mark Suster ein, der auf seinem Blog schreibt: „Perkins hatte seinen ‚Mitt-Romney-Moment’ und sein Name wird immer im kollektiven Bewusstsein der Tech-Community für diesen schrecklich unsensiblen und taktlosen Brief in Erinnerung bleiben“.

via online.wsj.com

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