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Jarvis: Warum Intels Siri-Alternative auch ohne Cloud auskommen soll

Jarvis: Warum Intels Siri-Alternative auch ohne Cloud auskommen soll

Intels geplante Siri-Alternative soll auch ohne Cloud-Unterstützung ihren Dienst tun. Damit hätte das „Jarvis“ getaufte Produkt einen gehörigen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten.

Jarvis: Warum Intels Siri-Alternative auch ohne Cloud auskommen soll

Siri-Alternative „Jarvis“. (Foto: huangjiahui / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

„Jarvis“: Intels Siri-Alternative funktioniert auch ohne Netz. (Foto: huangjiahui / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)
„Jarvis“: Intels Siri-Alternative funktioniert auch ohne Netz. (Foto: huangjiahui / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

„Jarvis“: Intels Siri-Alternative pfeift auf die Cloud

Auf der CES 2014 hat eine mobile Spracherkennungslösung namens „Jarvis“ präsentiert. Das Referenzprodukt in Form eines Bluetooth-Headsets soll ein Android-Smartphone per Sprachsteuerung kontrollieren können. Nach der Vorstellung haben sich nicht wenige Beobachter die Frage gestellt, inwiefern „Jarvis“ damit mehr Möglichkeiten bietet als Siri unter iOS oder Googles eigene Spracherkennungsfunktion für Android. Eine Frage, für die wir jetzt die Antwort kennen.

„Jarvis“ soll die Spracherkennungsaufgaben völlig ohne Internetzugriff bewältigen können. Das berichtet Intels Chef für Wearable-Produkte Mike Bell dem Online-Magazin Quartz. Laut der amerikanischen Wirtschaftsnachrichtenseite kann Intels digitaler Assistent also auch im Offline-Betrieb auf die Befehle seines Besitzers reagieren. Apple und auch Google setzen auf die Verarbeitung der Spracheingaben in der . Zwar beherrscht Android auch rudimentäre Offline-Spracherkennung, eine vollständige Unabhängigkeit vom Internet kann Google aber nicht bieten. Selbst Microsofts Xbox One setzt auf die Spracherkennung auf den eigenen Servern.

Siri-Alternative „Jarvis“: Offline-Funktion bringt viele Vorteile

Die Vorteile einer Offline-Spracherkennung liegen auf der Hand. Intels „Jarvis“ könnte auch in Gebieten mit schlechter Netzabdeckung ohne Einbußen seinen Dienst tun. Außerdem dürfte das Ganze merklich schneller vonstatten gehen, da der Umweg über die Cloud eingespart wird – ein Umstand, der vor allem Befehle, die eine Rückfrage des Systems erfordern, deutlich näher an eine echte Konversation bringen würde.

„Jarvis“ werden wir allerdings nicht direkt kaufen können. Laut Bell plant Intel, die Spracherkennungslösung an Smartphone-Hersteller zu verkaufen. Die potenziellen Kunden könnten sich dann mit der Technologie von den Produkten von Apple und Google auf dem Markt absetzen. Wann es so weit ist, bleibt noch abzuwarten. Der Name „Jarvis“ stammt übrigens aus den Iron-Man-Filmen und -Comics und bezeichnet dort den sprachgesteuerten Computer des titelgebenden Helden. Auch bei Google scheint er hoch im Kurs zu stehen, denn auch Google Now gibt bereitwillig Auskunft, wenn ihr es mit „OK, Jarvis“ ansprecht.

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2 Antworten
  1. von Ronny Lehne am 28.01.2014 (15:46 Uhr)

    Oje ob es da Probleme mit Google bzw. Niantic bei der Namensgebung gibt? ^^
    Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Ingress_(Spiel)#Gegenst.C3.A4nde

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  2. von LeoWinterDE am 28.01.2014 (20:55 Uhr)

    Stammt Jarvis nicht eigentlich aus Iron Man?

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