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Siri-Code geknackt – Bald auch auf Android-Smartphones?

Siri-Code geknackt – Bald auch auf Android-Smartphones?

Die mobile Softwareschmiede Applidium hat geschafft, woran diverse iPhone-Hacker sich seit Wochen die Zähne ausbeißen: Sie haben das Protokoll von Apples digitalem Assistenten geknackt. Damit, so kündigen sie an, könne man Siri selbst auf bringen. hingegen möchte es am liebsten exklusiv auf dem behalten.

Siri-Code geknackt – Bald auch auf Android-Smartphones?

Siri Protokoll entschlüsselt

Durch das Knacken des Siri-Protokolls haben die Entwickler von Applidium einiges darüber erfahren können, wie Siri mit Apples Servern kommuniziert und was benötigt wird, um den digitalen Assistenten auch auf andere Geräte zu bringen. Man hat entdeckt, dass Siri Daten per HTTPS mit einem Server Namens guzzoni.apple.com austauscht. Anstelle von meist üblichen GET-Requests wird mit einer angepassten ACE-Methode gearbeitet. Für die erfolgreiche Kommunikation mit den Apple-Servern muss ein X-Ace-host mitgesendet werden, dies ist eine eindeutige ID, mit der sich das Device als 4S identifizieren muss. Ohne die ID eines iPhone 4S ist es also im Grunde nicht möglich, Siri auf einem anderen Gerät zu nutzen.

Es wurde zudem herausgefunden, dass Siri die aufgenommenen Audiodaten im Open Source Codec Speex übermittelt, welcher speziell für VoIP entwickelt wurde. Darüber hinaus findet der Datenaustausch nicht unilateral statt - auch Apple sendet zur Authentifizierung auf das iDevice, jedes gesprochene Wort erhält einen Zeitstempel.

Siri - Bald auch (inoffiziell) auf anderen Geräten?

Applidium stellt Software zur Siri-Portierung bereit

Theoretisch ist es laut Applidium allerdings möglich, Siri auf Macs, iPads und sogar auf Android-Smartphones zu portieren. Voraussetzung ist, dass alle Parameter erfüllt werden und eine ID des iPhone 4S verwendet wird, die sich nach Aussagen der Entwickler leicht auslesen lässt. Problematisch könnte die Nutzung der ID allerdings werden, wenn diese im großen Rahmen verwendet wird.

Für Entwickler hat Applidium auf Github die Tools zur Verfügung gestellt, mit denen Siri entschlüsselt wurde. Sie wurden überwiegend in Ruby geschrieben, einige Teile aber auch in C und Objective-C. Die Tools sind nicht perfekt, sollten aber ausreichen, um eine App zu schreiben, mit der Siri auf anderen Devices zum Laufen gebracht werden kann.

Da der Sicheitsmantel um Siri nun gelüftet ist, ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis Apple das Sicherheitsschema ändert. Daher müssen Entwickler sich beeilen und rasch etwas auf die Beine stellen.

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