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Marketing mit Vine: Anti-Aids-Kampagne zeigt Potenzial des Dienstes

Für eine Marketing-Kampagne, die Internetnutzer zur Auseinandersetzung mit HIV animieren soll, hat sich die Organisation „Jugend gegen Aids“ erstmalig mit der iOS-Applikation auseinandergesetzt. Vine wurde vergangenen Oktober von Twitter gekauft und ermöglicht es Nutzern sechs Sekunden lange Videos aufzunehmen und diese in den Microblog zu verteilen. Eine Applikation mit Potenzial?

Marketing mit Vine: Anti-Aids-Kampagne zeigt Potenzial des Dienstes

Vine als Marketinginstrument

Vine-Marketing-Kampagne: #SixSecondAgainstAids
Mit der Marketing-Kampagne #SixSecondAgainstAids wird Vine erstmalig auch für eine Marketing-Kampagne hinzugezogen.

Für die heute Vormittag gestartete Crowdsourcing-Kampage #SixSecondsAgainstAids sollen Nutzer das Kürzel HIV gestalten und mit der kostenlosen App abfilmen. Die sechs Sekunden langen Videos, werden anschließend bei Twitter unter dem gleichnamigen Hashtag veröffentlicht und das zusammengetragene Material soll am Ende dann zu einem neuen Film für die Jugendmesse YOU 2013 zusammengeschnitten werden. Ausgedacht hat sich diese Marketing-Kampagne die Agentur Deepblue Networks, die dadurch deutlich macht, welche neuen Möglichkeiten die iOS-App zur Interaktion- und Kampagnensteuerung mitbringt. Der Managing Creative Director Oliver Drost meint dazu: „Mit Vine generieren wir einen neuen Kanal für User-generated-Content“. Derweil finden sich auf Vine und Twitter an die 25 kreative Videos, wie uns auf Nachfrage mitgeteilt wurde.

Vine sorgt für neue kreative Inhalte

Dass Vine einiges an Potenzial mitbringt, neue kreative Inhalte im Web zu schaffen, haben zum Start der Applikation einige Experten noch bezweifelt. Der enge Rahmen würde Kreativität eher ersticken, anstatt sie zu fördern. Andere wie Scott Klemmer, Co-Director der Human-Computer Interaction Group der Stanford Universität waren da schon optimistischer und glauben, dass gerade der enge Sechs-Sekunden-Rahmen ideale Voraussetzungen mitbringt Kreativität anzuregen. In einem Wired-Interview sagte er: “One of the things we know about creativity is that constraints are essential for getting people to do creative stuff. If you come up with the right constraints, that’s a benefit, not a drawback. And nobody knows that better than Twitter, where their 140-character constraint really created a whole new medium in a lot of ways.”

Weitere Einsatzmöglichkeiten von Vine

Vine schafft also kreative Inhalte und beweist wie marketingtauglich es ist. Dass die Applikation beispielsweise aber auch im Journalismus zur Berichterstattung hinzugezogen werden könnte, beschreiben auch einige Beobachter deren Zunft. So hat beispielsweise Hamish McKenzie auf PandoDaily Anfang des Jahres sechs Gründe aufgezählt warum Vine das „Killer-News-Tool“ schlechthin ist: „I’m tentatively excited for Vine’s potentially transformative powers. Its six-second looping films will expand Twitter’s abilities as a broadcast network while arming journalists with greater firepower in the digital form.“

Vine ist und bleibt somit in aller Munde und liefert derzeit viele verschiedene Beispiele, die Kritiker zunehmend verstummen lassen. Ich persönlich denke, es ist der modernisierte 140-Zeichen-Tweet und der Dienst wird die Art und Weise wie wir Online-Inhalte produzieren und digitale Kampagnen aufsetzen verändern.

Was haltet Ihr von Vine? Nur eine Spielerei oder hat die App das Zeug mehr zu sein? Das würden wir gerne von euch in der Kommentaren lesen.

Weiterführende Links:

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Eine Antwort
  1. von Philip am 05.04.2013 (10:47 Uhr)

    Danke für das Update! Hier noch eine Ergänzung von mir:
    http://www.popularity-reference.de/fuellt-twitters-videodienst-vine-eine-marketing-luecke/

    Grundsätzlich muss man schon sagen, dass Vine nette Möglichkeiten bietet, aber der Produktionsaufwand eines gelungenen Videos wird gerne mal unterschätzt (spreche aus eigener Erfahrung).

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