Technologie und Forschung Revolutionäres Bediensystem „Sixth Sense“ wird Open Source

Jan Tißler, 16.12.2009 - 13:05 | 4 Kommentare |
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Wer einen Blick in eine mögliche Zukunft der Interaktion zwischen Computer und Mensch werfen möchte, sollte sich den weiter unten eingebundenen Film ansehen. Darin zeigt Pranav Mistry vom MIT Media Lab, wie weit fortgeschritten bereits das revolutionäre Bediensystem „Sixth Sense“ ist. Für Ungeduldige: Nach einer kleinen Einführung in Vorläuferideen und -versuche zeigt Pranav Mistry ab etwa 4:20, wie „Sixth Sense“ funktioniert. Das Beste: Die dahinterstehende Software soll bald offengelegt werden, so dass viele von den Vorarbeiten profitieren können.

Grundidee des Systems ist es, die digitale Welt mit unserer alltäglichen Welt so nahtlos wie möglich zu verknüpfen. Bedient wird vorzugsweise mit Gesten, die wir bereits jeden Tag einsetzen - nur hier eben angewendet auf virtuelle Objekte. So reicht es beispielsweise, sich sein Flugticket anzuschauen und man bekommt per Projektor eingeblendet, ob der Flug pünktlich ist - anstatt wie heute im besten Fall sein Smartphone herauszuholen und online nach dieser Information zu suchen. Will man Inhalte verschieben, fasst man sie virtuell an und verschiebt sie einfach. Besonders beeindruckend ist das Konzept eines Tablet-PCs mithilfe eines normalen Blatts Papier (ab 8:50): Die Inhalte werden projiziert, eine Kamera erkennt die Handgesten, ein Mikrofon registriert, sobald man das Papier berührt. Wer weiß, was sich kluge Köpfe hier noch alles einfallen lassen?

Sixth Sense im Einsatz. Alle Fotos auf der offiziellen Website (siehe unten)

Sixth Sense im Einsatz. Alle Fotos auf der offiziellen Website (siehe unten)

Natürlich sieht die hier präsentierte Hardware noch sehr unhandlich aus und man sollte generell kein fertiges Produkt erwarten. Wer allerdings die technische Entwicklung in den vergangenen 10 bis 20 Jahren verfolgt hat, braucht nur wenig Phantasie, um sich viel kleinere, sehr handliche und damit alltäglich nutzbare Lösungen vorzustellen. Erstaunlich genug, was sich heute bereits behelfsmäßig mit Geräten umsetzen lässt, die eigentlich für ganz andere Zwecke gedacht waren. So kommen beispielsweise beim Blatt-Papier-PC eine Webcam und ihr eingebautes Mikrofon zum Einsatz.

Die beste Nachricht kommt im Video ab 12:15: Der Quelltext der Software zu „Sixth Sense“ soll offengelegt werden, damit jeder eigene Geräte auf dieser Grundlage entwickeln kann. Wir dürfen gespannt sein.

Weitere Informationen, Fotos und Filme auf der offiziellen Seite zu Sixth Sense.

Gefunden bei bwl zwei null.

Video: Präsentation von „Sixth Sense“

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4 Antworten zu “Technologie und Forschung: Revolutionäres Bediensystem „Sixth Sense“ wird Open Source”

  1. #1 Peter Pletsch

    Ich habe dazu einen Artikel in der Welt Kompakt gelesen über Kontaktlinsen als Monitor:

    http://www.welt.de/wissenschaft/innovationen/article5425651/Erstmals-Kontaktlinse-mit-Monitor-entwickelt.html

    Sehr sehr spannend, sich die beiden Konzepte in Kombination vorzustellen! :-)

  2. #2 Jan Tißler

    Ja, sehr coole Sache! Dazu noch in die Kleidung eingewebte Elektronik und jederzeit verfügbarer Internetzugang und unsere alltägliche Welt hat sich wieder ein gutes Stück weiterentwickelt...

  3. #3 Matthias

    Ich hab mich heute damit mit meinem IT Lehrer unterhalten und er hat mir eine Technologie von Microvision gezeigt, welche das Bild direkt auf das Auge projiziert.

    Damit hat man keine Schärfe Probleme mehr oder dergleichen.

    http://www.golem.de/0202/18223.html
    (Der Artikel ist von 2002)

    Und wie es aussieht arbeitet Microvision bereits mit Sixth Sense zusammen:
    http://www.microvision.com/displayground/?p=1270

    Meiner Meinung nach das Feature der Zukunft.
    Man hat nur noch einen kleinen PDA o.ä. in der Tasche, mit dem man zB Nachrichten schreiben kann und per Brille erhält man alle gewünschten Informationen ins Auge projiziert :D

  4. #4 » LINKLOAD vom 17.12.2009 [UPLOAD Blog]

    [...] Die Bedienung von Computern könnte schon in wenigen Jahren komplett revolutioniert werden, digitale und analoge Welt verschmelzen. Wer ein paar Minuten Zeit hat und sich dafür interessiert, was von dieser Zukunftsvision heute schon alles funktioniert, sollte meinen Bericht hier bei t3n lesen und sich das eingebundene Video anschauen. [...]

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