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Sliden statt Tippen: MintEye will CAPTCHA revolutionieren

Ein Startup hat eine simple, aber grandiose Idee, um dem Eintippen von Sicherheitscodes in Formularen etc., den sogenannten CAPTCHAs, ein Ende zu setzen. Anstatt Zeichen und Buchstaben einzutippen, setzt MinteEye auf das Zurechtrücken einer Grafik.

Sliden statt Tippen: MintEye will CAPTCHA revolutionieren

MintEye will klassische CAPTCHAs überflüssig machen

CAPTCHAs werden bekanntlich dafür eingesetzt, um Bots von echten Menschen unterscheiden zu können und Spam-Kommentare auf Websites und in Foren einzugrenzen. Hinter dem Akronym CAPTCHA versteckt sich die lange Phrase: „Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart – auf Deutsch: „Vollautomatischer öffentlicher Turing-Test zur Unterscheidung zwischen Computern und Menschen.“ Leider hat sich diese Methode alles andere als zuverlässig erwiesen, Ersatz ist von vielen erwünscht. Hier will MintEye eine entsprechende Alternative gefunden haben. Das setzt bei der neuen Lösung nicht auf die Eingabe von ineinander verschachtelten Wortketten, sondern auf ein grafisches Element, das in sich verdreht ist. Unterhalb dieses Bildes befindet sich ein Slider, mit dem der Nutzer das Bild so weit korrigieren muss, bis es sich im Normalzustand befindet, erst dann kann der verfasste Kommentar gepostet werden.

MintEye: Slide-to-Fit CAPTCHA-Alternative mit integrierter Werbung (Bild: MintEye)

Das Ganze hat außerdem noch einen weiteren Pluspunkt für Vermarkter. Denn die eingebundene Grafik ist ein Werbebanner, das sich der Nutzer nun aufmerksam ansehen muss. Auf diesem Wege ist sie viel prominenter als andere Werbeelemente auf einer Website. Somit ist diese CAPTCHA-Alternative nicht nur für Website-Betreiber interessant, sondern auch für jene, die Werbung verkaufen. Die Sliding-CAPTCHA-Lösung lässt sich laut Anbieter leicht mittels Plugin integrieren und soll sowohl auf Smartphones als auch auf Tablets funktionieren.

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26 Antworten
  1. von Aye-am Johnny via facebook am 17.12.2012 (11:56Uhr)

    Das ist in der Tat ne ziemlich geile Idee!

  2. von Andre Dü via facebook am 17.12.2012 (11:58Uhr)

    Großartige Idee

  3. von Falk Wussow via facebook am 17.12.2012 (11:59Uhr)

    Barrierefrei ist das aber nicht wirklich.

  4. von Frank Knrd via facebook am 17.12.2012 (12:00Uhr)

    Bin mal gespannt, ob sich das durchsetzt. Mir ist jede Alternative zu CAPTCHA recht.

  5. von Joachim Fromm via facebook am 17.12.2012 (12:11Uhr)

    Ist auch nicht viel besser. Einen relevanten Vermarktungs-Erlös kann ich mir kaum vorstellen und Barrierefreiheit sieht anders aus.

  6. von Chris am 17.12.2012 (12:14Uhr)

    Bis auf die schon erwähnte Barrierefreiheit ein geniale Idee..

  7. von jan am 17.12.2012 (12:21Uhr)

    Gibt es schon lange, setzen wir seit etwa einem jahr bereits ein

  8. von David Gam P via facebook am 17.12.2012 (12:22Uhr)

    seh da auch nicht viel zukunft drin.

  9. von Jonas Emde am 17.12.2012 (12:26Uhr)

    Grundsätzlich ja eine tolle Idee doch ....

    1. Würde ich ungern auf einer Unternehmenswebsite im Kontaktformular Werbung für andere Produkte/Unternehmen machen, auch wenn ich damit etwas Geld verdienen kann.
    2. Barrierefrei ist das ganze wohl ansatzweise, da gibt es ja eine Audio Lösung. Wobei mir das ein leichter Angriffspunkt scheint. Sobald der Slider die korrekte Position hat, kommt dort immer die Meldung: "The slider is in the correct position".
    3. Sieht es aktuell einfach nicht schön aus. Da gibt es noch einiges dran zu arbeiten!

  10. von Patrick am 17.12.2012 (12:49Uhr)

    bei Captchas, zumindest dem reCaptcha Service, wie es Von Ahn entwickelt halt, ist die Idee, dass man so nebenbei noch Dokumente digitalisiert. Gibt es hier noch einen weiterverwendbaren Output oder ist das dann einfach rein verschwendete Zeit?

  11. von Raymond Schreiber via facebook am 17.12.2012 (14:12Uhr)

    reCaptcha hat aber einen echten Mehrwert, was den Userinput angeht: Digitalisierung von Büchern bzw unleserliche Textfragmente digitalisieren.

  12. von Daniel am 17.12.2012 (14:45Uhr)

    Werbung als Captcha? Das ist nicht etwa ein Versuch, die Adblocker zu umgehen, wie es bei den Videoportalen der Privatsender derzeit os widerwärtig penetrant geschieht, um die Leute dann mit Popups, Layer-Ads, Werbeunterbrechungen, Werbung auf dem Pause-Screen, Werbe-Einblendungen im laufenden Video etc.pp. nerven zu können. Ich tippe zudem darauf, dass dieser Captcha-WErbemüll auf Flash basiert und das hasse ich sowieso wie die Pest.

  13. von Daniel am 17.12.2012 (14:47Uhr)

    Ach ja, ich hoffe, dass dieses Startup rasch in der Insolvenz verschwindet.

  14. von Gunnar Ulle via facebook am 17.12.2012 (14:59Uhr)

    Note: Ad Block Plus seems to be causing the product to not work.

  15. von Bastian Rang via facebook am 17.12.2012 (15:44Uhr)

    abgesehen davon, dass sich das vermutlich aus dem Javascript heraus sehr leicht hacken / umgehen lässt wäre auch das spiralförmig gedrehte Bild kein Problem für nen automatisierten Prozess. Insofern ist das in keiner Weise ein Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart oder kurz CAPTCHA.

  16. von Gunnar Ulle via facebook am 17.12.2012 (16:24Uhr)

    was spricht eigentlich gegen die Honeypot-Methode?

  17. von Gunnar Ulle via facebook am 17.12.2012 (16:28Uhr)

    Raymond: ist DAS deine Rechtfertigung für den reCAPTCHA-Mist?? :)

  18. von Raymond Schreiber via facebook am 17.12.2012 (16:30Uhr)

    Gunnar: Zumindest eine Bessere als "Wir revolutionieren die Captcha-Welt indem wir mit Werbung Geld machen und verkaufen den Rotz als Gold" ;-)

  19. von passsy am 17.12.2012 (20:48Uhr)

    Wirklich sicher ist minteye aber nicht. Habe mir dazu mal ein paar Gedanken gemacht und sehr schnell Lösungen gefunden das Captcha automatisch zu lösen.
    http://www.passsy.de/minteye-soll-captchas-ablsen-not/

  20. von Marcel am 17.12.2012 (21:01Uhr)

    Also ich finde das CAPTCHA sehr lustig. Man konnte recht schnell erkennen, dass das passende Bild die beste Qualität und somit am größten sein muss. War in PHP also sehr schnell geschrieben für das ach so sichere CAPTCHA (https://github.com/user54135/minteye-anticaptcha/blob/master/minteye-anticaptcha.php)
    Mein nächster Ansatz wäre die Sprach Ausgabe gewesen. daran könnte man einfach raten bis richtige Text ausgegeben wird.

  21. von Sebastian Luge via facebook am 17.12.2012 (22:36Uhr)

    Lieber Bücher digitalisieren. Wer mir so seine Werbung unterbreiten will dem kann ich nur sagen: Diese Produkte/Dienstleistungen werde ich wahrscheinlich aus Protest nich kaufen. Was neues: Ich könnte mir eine Kombination gut vorstellen: Verzerrte Scans aus zu digitalisierenden Büchern zurechtdrehen, um Buchdigitalisierung voranzutreiben/zu verbessern. Bin aber IT/Programmier-Laie und verschenke die Idee hiermit an die Öffentlichkeit der Menschen, die das umsetzen könnten.

  22. von tk am 18.12.2012 (00:39Uhr)

    voller Spieltrieb voraus… :(

  23. von Sebastian Schmidt am 18.12.2012 (12:38Uhr)

    Minteye is not a secure product at all. Easily cracked in a matter of minutes. This will fail badly.

  24. von Anonymous am 18.12.2012 (21:22Uhr)

    Audio-Versionen von Captchas sind auch super Barrierearm für Gehörlose.

  25. von Das Zurechtschiebe-Captcha | Nur ein Blo… am 21.12.2012 (23:27Uhr)

    [...] t3n lese ich Sliden statt Tippen. Bei diesem optischen Captcha werden Bilder verdreht. Mittels des Bewegens eines Sliders muss [...]

  26. von Captcha vs. Conversion: Das frustrierend… am 08.08.2013 (08:08Uhr)

    […] schriftlich festhalten. Einen ähnlichen Weg wählt auch Minteye. Dessen Captcha-Alternative kombiniert „Slide-to-Unlock“ mit Werbeanzeigen. Zweifelsfrei eine interessante Idee, doch Allen resigniert: „Nutzer müssen auf Captcha […]

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